Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Symposium zeigt, was künftig möglich ist

Nano-Materialien für die Autobauer

[10.09.2014] Die Autoindustrie sucht nach neuen Werkstoffen – und scheint sie gefunden zu haben: Nano-Materialien werden bereits für Batterien, beschichtete Textilien, Lichtsysteme und die Thermoelektrik verwendet. Beim Ruhr-Symposium der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 22. Oktober erklären namhafte Industrie-Entwickler und Wissenschaftler, was möglich ist.

Im Automobilbau sind Komponenten und Teile gefragt, die energieeffizient, sehr leicht und trotzdem stabil sind, die hochwertige Oberflächenstrukturen garantieren und bestimmten thermischen Belastungen standhalten. Funktionalen Materialien kann man solche Eigenschaften maßschneidern. An der UDE forschen Chemiker, Physiker und Ingenieure hierzu.

„Um in unseren Laboren gezielt und schnell spannende Entwicklungen für neue Produkte voranzubringen, brauchen wir den Dialog mit der Industrie“, sagt UDE-Prof. Dr. Christof Schulz. Der international renommierte Nanowissenschaftler vom Zentrum für Nanowissenschaften CENIDE veranstaltet das Ruhr-Symposium gemeinsam mit Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research CAR der Uni.

Es ist der Auftakt einer Reihe, die regelmäßig Wissenschaft und Praxis zu neuen Materialien zusammenbringen soll. Eröffnet wird das Symposium vom EVONIK-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Klaus Engel sowie Dr. Stefan Kienzle (Daimler AG).

Programm
Hocheffiziente Batterien: Wie können durch Nano-Materialen hochwertige Oberflächenstrukturen und hohe Energiespeicherdichten erreicht werden?
Es sprechen Dr. Paul Spurk (Umicore) und Prof. Dr. Christof Schulz (UDE).

Thermoelektrik: Welche thermoelektrischen Anforderungen müssen Materialien für künftige Bordnetze erfüllen?
Vortragende sind Dr. Jürgen Lang (EVONIK) und Prof. Roland Schmechel (UDE).

Beleuchtungstechnologien: Laserlicht und Lichtmanagementsysteme
Es referieren Christian Amann (BMW), Dr. Klaus Streubel (OSRAM) und Prof. Dr. Gerd Bacher (UDE).

Textilien und Beschichtungen: Welchen Mehrwert erhalten Funktionale Textilien durch Beschichten?
Dr. Andreas Eppinger (Johnson Controls) und Prof. Dr. Jochen Gutmann (UDE) berichten.

Außerdem gibt es einen Rundgang durch das NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) der Uni. Im letzten Jahr wurde der 43 Mio. Euro teure Bau eingeweiht. Zu seinen Laboren und Geräteausstattungen gehören: die einzige forschungsorientierte Gasphasensyntheseanlage in Europa, ein Mikroskopie-Zentrum mit einem Großgerätepark im Wert von sechs Millionen Euro sowie Laboreinrichtungen für Batterie-, Beschichtungs- und LED-Forschung.

Das Programm zum Ruhr-Symposium ist im Netz zu finden unter http://www.uni-due.de/car/ oder kann angefordert werden: car@uni-due.de.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Tel. 0203/379-1111, ferdinand.dudenhoeffer@uni-due.de
Prof. Dr. Christof Schulz, Tel. 0203/379-8163, christof.schulz@uni-due.de,
Jan Wortberg, Tel. 0203/306-1247, jan.wortberg@car-analysen.de