Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Workshop von UDE und Stadt Essen befasst sich mit neuer EU-Norm

Andere Spielregeln für Einkäufer

[11.09.2014] Die EU reguliert vieles: Größen von Gemüse, Grenzwerte von Schadstoffen oder technische Details von Produkten. Auch wenn die öffentliche Hand Aufträge vergibt, gelten Vorschriften. Diese werden gerade komplett überarbeitet und in einigen Ländern schon umgesetzt – jedoch noch nicht in Deutschland.

Welche Vorteile der elektronische Einkaufsstandard „CEN/ BII“ für Firmen und Verwaltung bringt, will ein englischsprachiger Workshop am 16. September zeigen. Ausrichter sind die Universität Duisburg-Essen (UDE), die Stadt Essen, der deutsche Einkaufsverband BME und die EU Normungsstelle CEN. Ab sofort sind Anmeldungen unter www.bme.de/ruhrgebiet möglich.

Gemeinsame Normen sollen den Wettbewerb in Europa fairer machen, besser für die Verbraucher sein und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen erleichtern. Auch wenn es für die Betroffenen nicht immer nachvollziehbar ist, dass alle länderspezifische Bestimmungen auf einen europäischen Nenner gebracht werden müssen.

Dr. Frank Dorloff, Professor für E-Business und E-Government an der UDE ist davon überzeugt, dass es mit CEN/BI möglich sein wird, grenzüberschreitend auszuschreiben sowie Einkäufe schneller und effektiver abzuwickeln: „Niederlande, Norwegen, Italien u.a. nutzen BII in Teilen schon heute. Wir hoffen deshalb, dass möglichst viele Einkäufer und Gestalter aus Verwaltung, Handel und Industrie zum Workshop kommen, damit möglichst alle betroffenen Gruppen den neuen EU-Standard kennenlernen sowie an dessen Entwicklung und Erprobung mitarbeiten.“

Prof. Dorloff und sein Team haben schon den deutschen E-Produkt-Katalog BMEcat entwickelt - gemeinsam mit dem Bundesverband Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik (BME) - und arbeiten nun an der europäischen Version. Der Workshop findet von 14 Uhr bis 18 Uhr im Essener Rathaus, Porscheplatz 1, statt.

Anmeldung: http://www.bme.de/ruhrgebiet.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Frank Dorloff, 0176/519 32332 frank.dorloff@icb.uni-due.de

Redaktion: Ulrike Bohnsack, Tel. 0203/379-2429