Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Projekt feiert erfolgreichen Abschluss

Intelligenter Datenaustausch

[16.09.2014] Starkregen, Stau auf der Autobahn oder gar ein Ausfall der Kühlung in einem Container, der empfindliche Waren enthält. Solche Informationen werden heute in Echtzeit übermittelt, denn im Internet tauschen sich immer mehr Dinge und Dienste blitzschnell untereinander aus. Wie mannigfaltig der Nutzen solcher Anwendungen ist, hat das Projekt LoFIP (Logistik Future-Internet-Plattform) untersucht. Bei der Abschlussveranstaltung am 19. September blicken die Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) auf drei Jahre erfolgreiche Forschung zurück.

Das Projekt macht Transport- und Logistikprozesse mit Hilfe von Cloud-Leitständen robuster und ressourcenschonender. Reale Daten helfen dabei, auftretende Probleme wie den Ausfall der Containerkühlung schneller und umfassender zu erkennen. Speziell konstruierte Leitstände bieten dann den Verantwortlichen in Echtzeit umfangreiche Handlungsalternativen zur Lösung der Probleme an.

Diese Möglichkeiten zeigt das LoFIP-Living-Lab an großen Bildschirmen in einem quasi-realistischen Umfeld. So funkt beispielsweise der Container eine Nachricht an seine Heimatfirma, dass es unerwartete Schwierigkeiten gibt. Dort können Verantwortliche aus verschiedenen Handlungsalternativen wählen, z.B. ob der Container zum nächsten Stromanschluss gebracht oder ausgetauscht wird.

An einer Transportkette sind viele verschiedene – kleine und mittelständische – Unternehmen beteiligt. Für sie sind die cloud-basierten LoFIP-Leitstände eine große Chance, denn so können sie ohne hohe Investitionen die Errungenschaften des Future Internet nutzen.

LoFIP ist ein Projekt des Wettbewerbs HighTech-NRW. Im Ziel 2-Programm werden Bereiche unterstützt, in denen sich die Wirtschaft neu ausrichtet, um für kommende Herausforderungen gerüstet zu sein. Die Gesamtfördersumme betrug ca. 6,5 Mio. Euro; davon erhielt die Universität Duisburg-Essen 1,9 Mio. Euro. Die UDE kooperierte mit der RWTH Aachen, dem Duisburger Hafen, der SAP AG, dem SimulationsDienstleistungsZentrum SDZ und der Deutschen Post AG.

Weitere Informationen:
Frederike Johanning-Fischer, Tel. 0201/183-4655, presse@sse.uni-due.de

Redaktion: Katrin Koster, Tel. 0203/379-1488