Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Spezielle CarSharing-Studierendentarife

E-Auto am Studentenwohnheim

[02.10.2014] Ob zum Einkaufen, zum Bücherausleihen oder den Ausflug in die Umgebung: ab sofort brauchen die Studierenden des AKAFÖ-Wohnheims an der Stiepeler Straße 71a in Bochum dazu weder ein eigenes Auto noch Benzin. Möglich macht dies eine Kooperation mit dem Pilotprojekt RUHRAUTOe. „Das AKAFÖ hat die Ladestation errichtet, wir liefern das passende E-Auto und organisieren den CarSharing-Betrieb“, erläutert der Projektkoordinator, Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Für den Start steht den Studierenden das weltweit meistverkaufte Elektrofahrzeug zur Verfügung, ein Nissan Leaf. Er kann nun von den Wohnheim-Bewohnern und deren Nachbarn per CarSharing genutzt werden. In den Wohnheimen an der Stiepeler Straße und dem Carl-Schurz Haus an der Markstraße wohnen über 400 Studenten.

„Im Vorfeld haben wir eine Potentialanalyse durchgeführt“, erklärt Judith Illerhaus von der UDE. „Wir sind überzeugt, dass das Angebot hier sehr gut angenommen wird“. Auch die bisherigen Ergebnisse des Projekts belegen, dass das E-CarSharing gerade bei jungen Menschen hoch im Kurs steht. Das Durchschnittsalter der Nutzer liegt mit knapp über 30 Jahren weit unter dem der Neuwagenkäufer.

Für den kleinen Geldbeutel: Studierendentarif

Die Bochumer Studenten können den Nissan Leaf schon für 3,25 Euro pro Stunde mieten, statt der sonst üblichen 4,90 Euro. Sparfüchse nutzen die Nacht: Zwischen 20 und 8 Uhr kostet das E-Auto nur 1,50 Euro pro Stunde. Der besondere Clou: Alle Anwohner profitieren, denn der Studententarif an der Station Stiepeler Straße gilt für alle. Einfach bei RUHRAUTOe anmelden (http://www.ruhrauto-e.de).

„Wir haben diesen Spezialtarif extra für die Studenten entwickelt, ohne dabei die anderen Nutzer auszugrenzen“, sagt Dudenhöffer. „Wichtig ist uns nämlich, die Autokäufer von morgen für diese Technologie zu begeistern. Dazu müssen wir unkonventionelle Gelegenheiten zum Ausprobieren und Kennenlernen schaffen.“ AKAFÖ-Geschäftsführer Jörg Lüken freut sich auch: „Zusammen mit RUHRAUTOe können wir unseren studentischen Mietern nun eine clevere Alternative für ihren Mobilitätsbedarf anbieten, den sie nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln abdecken können“.

RUHRAUTOe: Sieben Mal um die Erde

Das öffentlich geförderte Projekt RUHRAUTOe verfügt über das am breitesten gefächerte Angebot von Elektroautos im CarSharing in Deutschland: Angefangen vom Renault Twizy über den BMW i3 bis zur Oberklasse Tesla S verfügt RUHRAUTOe über die acht gängigsten und innovativsten Modelle an Elektroautos, die man an 29 Stationen in Bochum, Essen, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Gelsenkirchen, Dortmund, Bottrop, Duisburg und seit Kurzem Dinslaken mieten kann.

Über 1.500 Menschen nutzen das Angebot des E-CarSharing-Projekts. Bis Anfang August hatten die privaten Nutzer von RUHRAUTOe mehr als 280.000 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht einer siebenfachen Erdumrundung. Mittlerweile sind über 60 Elektroautos bei RUHRAUTOe im Einsatz. RUHRAUTOe wird im Rahmen der Modellregionen Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit 1,15 Mio. Euro gefördert. Koordiniert werden die Modellregionen Elektromobilität dabei von der NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Kontakt:
Sebastian Meerschiff, Tel. 0203-379-3114, sebastian.meerschiff@uni-due.de; Judith Illerhaus, Tel. 0203-379-1134, judith.illerhaus@uni-due.de