Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Prof. Dr. Stefan Stieglitz ist neu an der UDE

Emotionen im Netz stecken an

[04.03.2015] Wenn Viren um sich greifen, fürchten sich viele vor der Ansteckung. Willkommen ist das nur, wenn es um Informationen geht, die über Soziale Medien in den kleinsten Ecken der Welt ankommen. Wie aber läuft diese ‚virale‘ Kommunikation ab? Forscher wie Dr. Stefan Stieglitz (37), neuer Professor am Institut für Informatik und Angewandte Kognitionswissenschaft der Universität Duisburg-Essen (UDE), möchten das wissen.

Stieglitz studierte Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Köln, Paderborn und Potsdam (1997-2003), wo er promoviert wurde. Bis 2010 war er dort akademischer Mitarbeiter, dann wurde er auf eine Juniorprofessur an die Universität Münster berufen. Während dieser Zeit forschte er auch mehrere Monate als Gastwissenschaftler an der University of Sydney Business School in Australien. Seit 2013 leitet er als Sprecher das „Competence Center Connected Organization“, in dessen Rahmen sich Wissenschaftler und Unternehmen in Projekten gemeinsam mit den Chancen und Herausforderungen neuer Kommunikations- und Kollaborationsdienste auseinandersetzen.

Damit Daten der Sozialen Medien besser analysiert werden können, entwickelt Professor Stieglitz an der UDE neue Methoden. „Wir wollen besser verstehen, wie Themen entstehen und sich ausbreiten.“ Für Organisationen aus Politik, Wirtschaft o.a. böten sie viel Potenzial. Der Wissenschaftler fragt u.a., wie sich die Daten sinnvoll für Hilfsorganisationen in Krisenzeiten oder für das Marketing von Unternehmen einsetzen lassen. Insgesamt stellt er für die Sozialen Netzwerke sowohl positive als auch negative Effekte fest. In Betrieben könne der Austausch mittels sozialer Medien für die Mitarbeiter einen effektiveren und intensiveren Austausch bedeuten. Jedoch führen die neuen Dienste oft auch zur Verunsicherung bei den Mitarbeitern.

Des Weiteren erforscht Professor Stieglitz, welche Rolle Gefühle in den Sozialen Medien spielen. „Unsere Untersuchungen zeigen, dass sich emotionale Nachrichten schneller und häufiger verbreiten als neutrale Inhalte.“ Sie hätten häufig einen ‚ansteckenden‘ Charakter.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. rer. pol. Stefan Stieglitz, 0203/379-1341, stefan.stieglitz@uni-due.de

Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/379-1487


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