Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

DKTK fördert innovative Projekte

Mutierten Krebszell-Genomen auf der Spur

[04.02.2016] Mehr als 2,6 Millionen Euro haben Krebsforscher der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) im Verbund mit Kollegen aus Düsseldorf, Tübingen und Heidelberg eingeworben. Sie gehören drei verschiedenen Standorten des Deutschen Konsortiums für translationale Krebsforschung (DKTK) an, das vom Bundesforschungsministerium als Deutsches Zentrum der Gesundheitsforschung gefördert wird.

In einem internen „Joint Funding Wettbewerb“ unterstützt das DKTK herausragende überregionale Studien. Die Wissenschaftler der Standorte Essen/Düsseldorf, Tübingen und Heidelberg sind die Initiatoren eines von vier erfolgreichen Anträgen, die für jeweils drei Jahre gefördert werden.

Professor Dirk Schadendorf (Direktor des Westdeutschen Tumorzentrums und der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Essen) initiierte gemeinsam mit Professor Alfred Nordheim vom Interfakultären Institut für Zellbiologie (IFIZ) der Universität Tübingen und Professor Peter Lichter (Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg) ein Projekt, in dem bestimmte Mutationen von Krebszell-Genomen erforscht werden. Sie versprechen sich neue Erkenntnisse über die Ursachen der Fehlsteuerung von Genen, die für die Entstehung der Krebserkrankung verantwortlich sind.

Im Erbgut von Krebszellen finden sich Veränderungen, die für die Entstehung der Zellwucherung und sich daraus entwickelnder Tumore verantwortlich sind. Bei genetischen Tumoranalysen konzentrierte man sich bisher auf Mutationen, die zu Veränderungen im kodierenden Informationsgehalt von Genen und deshalb zu veränderten Eiweißstoffen (Proteinen) führen.

Das Projekt geht einen wichtigen Schritt weiter und sucht gezielt nach Mutationen in Krebszell-Genomen, die in nicht-kodierenden Regionen liegen. Diese sind bekannt dafür, dass sie die Aktivitäten der Krebsgene verändern können. Die Untersuchungen werden an bösartigen Krebsformen der Haut (Melanome) und des menschlichen Gehirns (Glioblastome) durchgeführt.

Weitere Informationen: Christine Harrell, Tel. 0201/723-1615, christine.harrell@uni-due.de