Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Prof. Dr. Martin Schubert ist neu an der UDE

Das Mittelalter verständlich machen

[23.09.2016] Als Erster hat Martin Luther die Bibel nicht ins Deutsche übersetzt. Davon ist auch Mittelalter-Experte Dr. Martin Schubert (53) überzeugt. Wer es vor dem großen Protestanten stattdessen getan hat, erforscht der neuberufene Professor für Germanistik/Mediävistik am Germanistischen Institut der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Schubert studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte (1982 bis 1987) an den Universitäten Köln und Bowling Green/Ohio, USA. Nach seiner Promotion (1990) über Gebärden im Mittelalter war er bis 1997 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Rhein-Metropole. Von 1998 bis 2000 kam er zur damaligen Gesamthochschule Essen, um danach wieder an der Kölner Uni (2002/03) bzw. der Humboldt-Universität in Berlin zu unterrichten. Bis zu seiner Berufung an die UDE leitete Schubert u.a. die Arbeitsstelle ‚Deutsche Texte des Mittelalters‘ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Der Name der Person, die vor Luther das zentrale christliche Glaubensbuch zum Großteil ins Deutsche übertragen hat, ist unbekannt. Der Anonymus werde mit dem Notnamen „Österreichischer Bibelübersetzer“ bezeichnet, so Professor Schubert. Dessen Werke seien aber fast 200 Jahre älter als die des Reformators. Bis 2027 möchte er sie mit Kollegen edieren. Zudem hat er das mittelhochdeutsche ‚Passional‘ herausgegeben, in dem das Leben Marias, Jesu und der Apostel erzählt wird. Des Weiteren beschäftigt er sich mit geistlicher Literatur, besonders den damaligen Heiligenlegenden und Bibelübersetzungen.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. phil. Martin Schubert, Tel. 0201/183-3422, martin.schubert@uni-due.de

Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/379-1487


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