Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Bedienraum des Hochleistungstomographen (Fotonachweis: UDE/ELH)
Bedienraum des Hochleistungstomographen (Fotonachweis: UDE/ELH)
Festkolloquium auf der Zeche Zollverein

Zehn Jahre Magnetresonanzforschung

[27.09.2016] Der stärkste Magnet des Ruhrgebiets feiert Geburtstag: Vor zehn Jahren wurde das Erwin L. Hahn Institut (ELH) für Magnetresonanzforschung gegründet. Es verbindet die Universität Duisburg-Essen (UDE) mit der Radboud Universität Nijmegen. Im Oktober 2006 startete der Forschungsbetrieb im ehemaligen Leitstand des Weltkulturerbes Kokerei Zollverein. Am 5. Oktober wird groß gefeiert.

32 Tonnen schwer ist der Magnetresonanztomograph (MRT) am ELH. Mit 7 Tesla Feldstärke kann er ein mehr als doppelt so starkes Magnetfeld erzeugen wie die sonst üblichen Geräte im klinischen Einsatz, die auf höchstens 3 Tesla kommen. Damit der Riesenmagnet nicht alles an sich zieht, was nicht untersucht werden soll, ist er mit 420 Tonnen Stahl in den Wänden des Untersuchungsraums abgeschirmt.

In der medizinischen Forschung hat der Hochleistungsmagnet eine große Anziehungskraft: „Zehn Jahre Ultrahochfeld-MRT-Forschung haben gezeigt, welch enormes Potenzial die Bildgebung mit diesen hohen Feldstärken birgt“, erläutert Prof. Dr. Harald Quick, geschäftsführender ELH-Direktor. Mit dem Hochfeld-MRT können selten präzise Schnittbilder zur Struktur und Funktion von Geweben und Organen erzeugt werden. Quick: „Sie zeigen viel mehr Details und exzellente Kontraste vor allem in den Weichteilen. Das bringt nicht nur die Forschung voran, sondern künftig auch die klinische Diagnostik.“

Am Erwin L. Hahn Institut arbeiten Physiker, Ingenieure, Mediziner und Psychologen gemeinsam zur Ultrahochfeld-MRT. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit des international besetzten Forscherteams ermöglicht es, weite Bereiche der Ultrahochfeld-Magnetresonanzforschung abzudecken – angefangen mit der Entwicklung neuer technischer Methoden und Hardware über deren Anwendung in den Kognitionswissenschaften bis hin zur klinischen Diagnostik.

Genauso weit gefächert sind auch die Forschungsgebiete der Festredner der diesjährigen 10. Erwin L. Hahn Lecture am 5. Oktober. Die Vortragsthemen der eingeladenen Experten mit internationalem Renommee versprechen interessante Einblicke in die aktuelle und zukünftige Magnetresonanz-Spitzenforschung. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr im Erich-Brost-Pavillon auf der Zeche Zollverein. Um Anmeldung wird gebeten: http://hahn-institute.de

Weitere Informationen: Dr. Corinna Heldt, ELH, Tel. 0201/183-6081, corinna.heldt@uni-due.de

Redaktion: Beate Kostka, Tel. 0203/379-2430, beate.kostka@uni-due.de


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