Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Ein Mensch, viele Wünsche. Hybreed weiß sie zu wecken: 
Mit diesem Eyecatcher werben die UDE-Informatiker auf der CEBIT für Hybreed. Foto: UDE ©
Ein Mensch, viele Wünsche. Hybreed weiß sie zu wecken: Mit diesem Eyecatcher werben die UDE-Informatiker auf der CEBIT für Hybreed. Foto: UDE ©

Informatik-Forschungsteam auf der CeBIT

„Interessiert Sie auch dieses Produkt?“

[18.02.2011] Während wir durch die Straßen bummeln, findet unser Handy Restaurants und Geschäfte nach unserem persönlichen Geschmack ganz in der Nähe. Wenn wir im Internet einkaufen, wird uns zu den ausgesuchten Schuhen gleich die passende Hose in unserer Lieblingsfarbe präsentiert. Und sind wir mit dem Auto unterwegs, wird uns ein Kino in der Nähe mit unseren Lieblingsfilmen empfohlen. Was klingt wie eine Zukunftsvision, ist längst Wirklichkeit: Informatiker der Forschungsgruppe Interaktive Systeme und Interaktionsdesign an der Universität Duisburg-Essen (UDE) präsentieren auf der CeBIT (1. bis 5. März), der weltweit größten Messe für Informationstechnik, die Software „Hybreed“. Sie ist eine Plattform zur benutzer- und kontextabhängigen Generierung von Empfehlungen.

Besonders bekannt sind solche Empfehlungssysteme („Recommender Systems“) durch Online-Shopping-Plattformen wie Amazon („Kunden, die X gekauft haben, haben auch Y gekauft“). „Hybreed ermöglicht solche Empfehlungen aber in einem sehr viel breiteren Maße“, erklärt Tim Hussein, der in der Forschungsgruppe um Professor Jürgen Ziegler arbeitet und den „Cebit“-Besuchern in Hannover die Software vorstellen wird. „Hybreed ist nämlich nicht nur auf Produktempfehlungen beim Online-Shopping beschränkt, sondern kann auch bei Navigationsgeräten, auf Mobiltelefonen oder über Facebook verwendet werden.“

Hybreed nutzt dazu viele Informationen über den Anwender, die das System aus Aktivitäten im Netz generiert: seinen Standort, das Wetter, bekannte Lieblingsfilme oder Lieblingsspeisen. So können mit einer Navigationssoftware interessante Zusatzinformationen eingeblendet werden – zum Beispiel Restaurants, die dem Geschmack des Fahrers entsprechen. „Für Mobiltelefone gibt es Event- und Location-Empfehlungen abhängig vom aktuellen Standort und früheren Besuchen in Restaurants, Bars oder Clubs“, sagt Tim Hussein. Auf Seiten wie „Facebook“ kann die Software Empfehlungen für Filmabende oder Events aus Freundeslisten und den gemeinsamen Vorlieben der Nutzer generieren.

Die Software ist in mehreren Prototypen bereits im Einsatz. Ein Release ist im Laufe des Jahres geplant.

Weitere Informationen: Tim Hussein, Tel. 0203/379-2275, tim.hussein@uni-due.de
Redaktion: Isabelle De Bortoli, Tel. 0203/379-2430


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