Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Chemikertagung vom 24. bis 25.02.

Wenn sich Moleküle treffen

[22.02.2011] Über 100 Chemiker treffen sich am 24. und 25. Februar auf Einladung von Prof. Carsten Schmuck, Leiter des Instituts für Organische Chemie an der Universität Duisburg-Essen (UDE), um über die neuesten Trends und Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Supramolekularen Chemie zu diskutieren. Prof. Schmuck: „Es ist die erste deutsche Fachkonferenz, die die große Bandbreite dieses zukunftsträchtigen Themenfelds abdeckt und die Wissenschaftler aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern zusammenbringt.“

Die supramolekulare Chemie erforscht die Wechselwirkung von Molekülen miteinander. Sie ist die Basis aller molekularen biochemischen und medizinischen Prozesse und spielt auch im Bereich der Nanowissenschaften eine wichtige Rolle. Supramolekulare Vorgänge sind zum Beispiel die Interaktion von Zellen miteinander oder das Eindringen von Viren in Zellen oder die Regulation von Proteinen. Aber auch das Zusammenlagern vieler Hunderttausender von Teilchen zu künstlichen hohlkugelförmigen Anordnungen („Vesikeln“) als Wirkstofftransporter oder auch die Bildung selbstheilender Nanomaterialien zählen dazu.

In diesem spannenden und innovativen Feld hat sich die Fakultät für Chemie an der UDE in den letzten Jahren bundesweit zu einem Schwerpunkt entwickelt. Mehr als sieben Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit der Erforschung der Grundlagen und Anwendung supramolekularer Systeme. Die Fachtagung bietet gerade auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Plattform, um sich zu informieren und um die eigenen Ergebnisse in Form eines Posters oder eines Vortrages zu präsentieren.

Internationale Gastredner sind u.a. Prof. Chris Hunter (University of Sheffield), Prof. Boris Rybtchinski (Weizmann Institute, Israel) und Prof. Luc Brunsveld (TU Eindhoven, Niederlande). 19 Vorträge sowie 50 Posterpräsentation runden das Programm ab. Finanziell unterstützt wird die Konferenz von der Gesellschaft Deutscher Chemiker, dem Fonds der chemischen Industrie, der VolkswagenStiftung, dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Evonik Goldschmidt AG.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Carsten Schmuck, Lehrstuhl für Organische Chemie 2, Tel. 0201/183-3097, carsten.schmuck@uni-due.de, http://www.carsten-schmuck.de

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430

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