Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Prof. Bockisch (Fotonachweis: UK Essen)
Prof. Bockisch (Fotonachweis: UK Essen)

Nuklearmediziner in der Akademie der Wissenschaften

Prof. Bockisch wird Leopoldianer

[20.09.2011] Es ist eine Wahl, die man kaum ablehnen kann: Die renommierte Deutsche Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat Prof. Dr. Dr. Andreas Bockisch als Mitglied aufgenommen. Der 61-Jährige ist seit 1996 Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Uniklinikum der Universität Duisburg-Essen (UDE) und hat Bedeutendes für sein Fach geleistet – Voraussetzung, um Leopoldianer zu werden.

Andreas Bockisch ist studierter Physiker und Mediziner, hat in beiden Fächern promoviert und sich 1990 in der Nuklearmedizin habilitiert. Sechs Jahre später übernahm er in Essen den Lehrstuhl und die Klinik für Nuklearmedizin, die er bis heute leitet. Seine Spezialgebiete sind die Radionuklidtherapie, vor allem bei Schilddrüsenkrebs und Lebertumoren, die Entwicklung und Anwendung neuer Radiopharmazeutika sowie diagnostische Verfahren.

So ist es Bockisch zu verdanken, dass sich ein bildgebendes Verfahren etabliert hat: die Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Die PET stellt die Stoffwechselaktivität von Organen und Geweben dar und ermöglicht dadurch krankheitsspezifische Untersuchungen. Hierzu werden dem Patienten schwach radioaktive Substanzen gespritzt, die sich im Körper verteilen und deren Strahlung dann mit einer Spezialkamera gemessen wird. Die funktionellen Bilder werden anschließend mit der anatomischen Information kombiniert, die die Röntgen-Computer-Tomographie liefert. Der Arzt erhält damit sehr aussagekräftige Aufnahmen. Die Grundlagen des Verfahrens schafften amerikanische Wissenschaftler. Bockisch war maßgeblich an der klinischen Entwicklung beteiligt und setzte es als einer der Ersten weltweit und als Erster in Deutschland 2001 am Essener Uniklinikum ein.

Sein Wissen bringt der Professor auch in die Strahlenschutzkommission des Bundesumweltministeriums ein. Er ist Mitglied zahlreicher Fachgesellschaften, von 2007 bis 2009 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin. Für seine Arbeiten erhielt Bockisch in diesem Jahr die Röntgenplakette der Stadt Remscheid, dem Geburtsort Röntgens.

Die Leopoldina ist die älteste ununterbrochen existierende Naturforscher-Akademie der Welt. Als unabhängige Gelehrtengesellschaft berät sie Politik und Öffentlichkeit, fördert durch Symposien den wissenschaftlichen Austausch, unterstützt junge Wissenschaftler und vertritt die deutschen Forscher in internationalen Gremien. Der Leopoldina gehören zurzeit etwa 1.400 Mitglieder in aller Welt an, darunter sind sechs weitere Professoren der Uni Duisburg-Essen: Ulrich Radtke, Uni-Rektor und Professor für Physische Geographie, die Brennstoffzellenexpertin Angelika Heinzel, der Philosoph Carl Friedrich Gethmann, der Molekularbiologe Erich Gulbins, der Humangenetiker Bernhard Horsthemke sowie die Mathematikerin Hélène Esnault.

Weitere Informationen: Professor Dr. med. Dr. rer. nat. Andreas Bockisch, Tel. 0201/723-2032, andreas.bockisch@uni-due.de

Redaktion: Ulrike Bohnsack, Tel. 0203/379-2429


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