Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

So soll es einmal aussehen, das NanoEnergieTechnikZentrum.
Foto: Planungsgruppe Drahtler GmbH ©
So soll es einmal aussehen, das NanoEnergieTechnikZentrum. Foto: Planungsgruppe Drahtler GmbH ©

Richtfest des NanoEnergieTechnikZentrums

Mit besten Wünschen vom Polier

[30.09.2011] Je kleiner die zu erforschenden Strukturen, desto größer die erforderlichen Geräte. Dieser Eindruck entsteht zumindest beim neuen NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) der Uni, das am 5. Oktober Richtfest feierte: Das Mikroskopiezentrum im Innern des Gebäudes ist akribisch gegen elektromagnetische Strahlung abgeschirmt und steht auf einem Spezialfundament, das dem Gewicht der Geräte standhält und sie auch vor kleinsten Erschütterungen – Stichwort Fahrstuhl – bewahrt. Die Realisierung des Neubaus erfolgt durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Duisburg.

Rund 120 Forscher aus den Ingenieurwissenschaften, der Physik und der Chemie werden sich in den 66 Büros, 36 Laboren sowie Seminar- und Tagungsräumen mit der Untersuchung und Weiterverarbeitung von Nanomaterialien für energietechnische Anwendungen beschäftigen.


Einzelheiten zum NETZ-Gebäude

Es gibt ein Hauptgebäude, ein ebenerdiges Lagergebäude nördlich davon sowie ein Trafogebäude im Osten.

Gegeneinander versetzte unterschiedlich hohe Geschosse bilden die Struktur des Hauptgebäudes, das dadurch in einen Büro- und einen Labortrakt unterteilt wird. Die bewusst unregelmäßige Fassadenstruktur aus Aluminium-Kunststoff-Verbundplatten, die von Geschoss zu Geschoss seitlich versetzt sind, bietet einen interessanten und gestalterisch anspruchsvollen Anblick.

Im Kernbereich des Untergeschosses liegt das Mikroskopiezentrum, das äußerst sorgfältig vor elektromagnetischer Strahlung und mechanischer Erschütterung abgeschirmt ist: Das Fundament ist schwingungsentkoppelt, Baugrubenspundwände sind verschweißt, und die Fassade dient als äußere Abschirmung.

Ebenfalls im Untergeschoss, teilweise mit doppelter Stockwerkshöhe, liegen die verbundenen Labors, in denen die experimentelle Prozesskette – bestehend aus Nanopartikelsynthese, Weiterverarbeitung, Beschichtung und Modifikation – unter Beteiligung von Forschern unterschiedlicher Fakultäten abläuft. Diese einmalige Struktur der verketteten Labors stellt das funktional gestalterische Rückgrat des Gebäudes dar.

Die Gebäudetechnik ist auf die komplexen Anforderungen der technischen Vorgaben und Ausstattungen ausgerichtet: Beispielsweise verlangen die hochauflösenden Mikroskope eine exakte und stabile Temperatur, deren Wert um maximal 0,1 Grad Celsius schwanken darf. Auch die Luftfeuchtigkeit in diesen Räumen wird unabhängig von äußeren Bedingungen auf einem konstanten Wert gehalten.

Ökologie

Die gesamte Heizungsversorgung erfolgt über die Kondensatorwärme der Kältemaschinen. Reicht diese Abwärme zeitweise nicht aus, schaltet die Hydraulik automatisch um, sodass die Kältemaschinen als Luft-Wasser-Wärmepumpen über die Rückkühlwerke arbeiten. Das Gebäude benötigt insofern bei der derzeitig absehbaren Nutzung keine eigene Heizenergie.

Photovoltaikanlagen auf dem Dach wandeln die Energie der Sonne umweltfreundlich in elektrischen Strom um.


Zahlen
• Bebaute Fläche: 3.900 m² am östlichen Rand des Duisburger Campus
• Bruttogeschossfläche (BGF): 8.000 m²
• Bauzeit: Oktober 2010 bis Juli 2012
• Gesamtinvestitionskosten: 32,8 Millionen Euro. Das Projekt wird gemäß § 91 des Grundgesetzes im Rahmen der Förderung des Forschungsbaus durch den Bund bezuschusst.
• Rund 120 Forscher aus den Ingenieurwissenschaften, der Physik und Chemie sowie von kooperierenden Einrichtungen arbeiten in 66 Büros, 36 Laboren und in diversen Seminar- und Tagungsräumen.
• Gebäudeabmessungen: 48 m in Nord-Süd-Richtung, 36,5 m in Ost-West-Richtung, 17 m Höhe über dem Bürotrakt, 21 m über dem Labortrakt
• Verbauter Beton: ca. 6.400 m3
• Verbauter Stahl: ca. 700 Tonnen
• Anzahl Fenster: rund 420
• Für die Errichtung des Rohbaus waren zu Spitzenzeiten 60 Personen gleichzeitig auf der Baustelle beschäftigt.


Weitere Informationen: Liane Gerardi, BLB NRW, Niederlassung Duisburg, Tel. 0203/98711605, liane.gerardi@blb.nrw.de, http://www.blb.nrw.de

Redaktion: Birte Vierjahn, CeNIDE, Tel. 0203/379-1456, birte.vierjahn@uni-due.de


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