Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Susanne Moebus ist neue Professorin für Epidemiologie

Was macht krank, was hält gesund?

[07.11.2012] Die Menschen im Ruhrgebiet haben es ihr angetan – auch wissenschaftlich: Seit vielen Jahren untersucht Prof. Dr. rer. nat. Susanne Moebus am Uniklinikum der UDE die Faktoren, die in der Metropolregion gesund bzw. krank machen. Jetzt hat die 54-Jährige hier die Professur für Urbane Epidemiologie übernommen. Damit baut die Uni zwei Bereiche aus, in denen sie bereits sehr erfolgreich ist: die bevölkerungsbezogene epidemiologische Forschung in der Medizin sowie den fächerübergreifenden Profilschwerpunkt „Urbane Systeme“.

Die gebürtige Bremerin Moebus studierte Biologie in ihrer Heimatstadt, wo sie 1994 auch promoviert wurde. An der Uni Bielefeld machte sie außerdem ihren Master of Public Health. 1996 zog es sie ans Universitätsklinikum nach Essen, 2008 habilitierte sie sich. Sie leitet am Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie die Arbeitsgruppen „Herzkreislauf und Prävention“ sowie „Komplementärmedizin“. Seit zwölf Jahren koordiniert sie außerdem die Heinz Nixdorf Recall Studie. Diese Langzeituntersuchung an 4.500 Menschen im Ruhrgebiet will neue Methoden prüfen, um Herzkreislauf-Erkrankungen und städtische Risikofaktoren früher zu erkennen.

„Die Metropole Ruhr ist lebenswert“, macht Moebus dem Revier eine Liebeserklärung. „Und sie ist in ihrer vielfältigen Entwicklung einfach ideal um herauszufinden, was Gesundheit, Krankheit und insgesamt die Lebensqualität beeinflusst. Hier steht die Forschung aber noch am Anfang.“

Deswegen will die umtriebige Wissenschaftlerin ein Zentrum für Urbane Epidemiologie aufbauen. Dazu gehört eine Forschungsplattform mit den Daten aller Erhebungen. So planen Moebus und weitere Forscher des Uniklinikums, die großen bevölkerungsbezogenen Analysen zu Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen auszuweiten. Für die bis 2017 laufende Heinz Nixdorf Recall Studie werden nun mehrere Generationen untersucht. Im Blick: die Partner und Kinder der bisherigen Teilnehmer. „Insgesamt wollen wir das Mammutprojekt auf 10.000 Menschen ausdehnen.“

Außerdem möchte sie ein Forschungsprojekt zur Emscher-Renaturierung anstoßen. Moebus interessiert „wie sich der gigantische Umbau auf die Gesundheit auswirkt.“


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Susanne Moebus, Tel. 0201/723-4523, susanne.moebus@uk-essen.de

Redaktion: Ulrike Bohnsack, Tel. 0203/379-2429


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