Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Veranstaltung zum 50. Jahrestag des Élysée-Vertrags

Ziemlich beste Freunde

[18.01.2013] Paris 1963: Einträchtig signieren Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatspräsident Charles de Gaulle den deutsch-französischen Vertrag. Nach langer „Erbfeindschaft“ besiegeln ihre Unterschriften die Aussöhnung zwischen den Völkern und legen den Grundstein für dauerhaften Frieden in Europa.

Essen 2013: Zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung stellt sich die Frage: Wo stehen wir heute? Und wie soll es mit dem Verhältnis von Franzosen und Deutschen weitergehen? Darauf antworten am 23. Januar eine Politikwissenschaftlerin und Deutschlandkennerin aus Frankreich und ein deutscher Historiker, der zur französischen Zeitgeschichte forscht: Dr. Michèle Weinachter von der Universität Cergy-Pontoise und Prof. Dr. Wilfried Loth von der Universität Duisburg-Essen (UDE).

„Franzosen und Deutsche verstehen sich heute ziemlich gut“, sagt Loth. „Die Frage ist, ob sie auch gemeinsam etwas zustande bringen – zum Beispiel bei der Lösung der Schuldenkrise, von der alle Europäer betroffen sind. Hier sind die Unterschiede zwischen Frau Merkel und Herrn Hollande beträchtlich.“ Mit seiner französischen Kollegin will der UDE-Experte diskutieren, woran das liegt und wie man den deutsch-französischen Motor der europäischen Einigung wieder in Gang bringen könnte.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 23. Januar, von 15 bis 17 Uhr im Glaspavillon auf dem Campus Essen statt. Initiatoren sind das Historische Institut UDE und das Deutsch-Französische Kulturzentrum Essen. Im Anschluss beginnt um 18 Uhr der letzte Vortrag der Ringvorlesung „Erbfeinde – Erbfreunde?“. Dr. Weinachter spricht über das hochaktuelle Thema „Von Merkozy zu Merkollande? Deutschland und Frankreich in der Euro-Krise“.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Wilfried Loth, Tel. 0201/183-3579, wilfried.loth@uni-due.de

Redaktion: Carmen Tomlik, Tel. 0203/379-1489