Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Biotechnologie kann chemische Prozesse verbessern

Aufregendes Potenzial

[23.01.2013] Es darf gern sauer und bis zu 80 Grad warm werden, dann fühlt sich der Organismus Sulfolobus solfataricus erst richtig wohl. Wie genau sein Kohlenhydrat-Stoffwechsel funktioniert, möchte Prof. Dr. Bettina Siebers, Biochemikerin an der Universität Duisburg-Essen (UDE) entschlüsseln. Sie leitet eine zehnköpfige Forschergruppe, die Enzyme für biotechnologische Anwendungen gewinnen möchte. Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Untersuchung zur heißen Systembiologie mit 2,5 Mio. Euro.

Prof. Siebers: „Uns interessiert die Frage, wie sich diese Organismen an solch extreme Umgebungsbedingungen anpassen können.“ Ihre Enzyme sind oftmals sogar in organischen Lösungsmitteln stabil und aktiv. Außerdem wurden in diesen Organismen schon viele neue und ungewöhnliche Biokatalysatoren identifiziert. Prof. Siebers: „Das eröffnet ein aufregendes Potential für biotechnologische Anwendungen.“ Chemische Herstellungsprozesse können so zum Beispiel bioökonomischer gestaltet und neue Produkte hergestellt werden („Weiße Biotechnologie“).

Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de/biofilm-centre/enzym_forschung_sulfosys
• Prof. Dr. Bettina Siebers, Tel 0201/183-7061, bettina.siebers@uni-due.de

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430