Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Ernst-Bayer-Preis 2013

Wie Antibiotika in der Natur wirken

[08.02.2013] Wie Antibiotika in der Umwelt abgebaut werden, lässt sich nun anhand einer neuen Methode besser beobachten, die eine junge Chemikerin der Universität Duisburg-Essen (UDE) entwickelt hat. Für diese herausragende Leistung wurde Dorothea Kujawinski jetzt mit dem Ernst-Bayer-Preis für junge Nachwuchswissenschaftler auf dem Gebiet der analytischen Trenntechniken ausgezeichnet.

Der mit 1.000 Euro dotierte Preis des Arbeitskreises Separation Science in der Fachgruppe „Analytische Chemie“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker wird immer Anfang Januar verliehen. Die Arbeit von Dorothea Kujawinski entstand im Umfeld ihrer Promotion im Arbeitskreis von Prof. Torsten C. Schmidt, Instrumentelle Analytische Chemie (IAC), in Zusammenarbeit mit Dr. Maik Jochmann.

Kombiniert mit einer weiteren Analysemethode kann nun genauestens verfolgt werden, wie sich Antibiotika in der Umwelt abbauen. Zudem kann sicher bestimmt werden, wo die Stoffe eingetragen wurden oder ob die pharmazeutischen Produkte echt sind. Antibiotika werden gegen Infektionskrankheiten verschrieben, kommen über das Abwasser in den Naturkreislauf und beeinflussen die eingespielten Abläufe in der Umwelt.

Für viele umweltrelevante Stoffgemische fehlten bislang geeignete chromatographische Trenn-Methoden, mit denen sich die Zielsubstanzen isolieren und messen lassen. Auf der Basis der Flüssigchromatographie entwickelte Dorothea Kujawinski eine lösemittelfreie Methode, mit der die typischen Antibiobiotika-Wirkstoffe Trimethoprim und Sulfonamide analysiert werden können.

Weitere Informationen:
• Analytical Chemistry 84 (18), pp. 7656-7663, doi:10.1021/ac300116w
• Dorothea Kujawinski, Tel. 0201/183-6784, dorothea.kujawinski@uni-due.de


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