Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

UDE unterstützt Nachwuchsforscher in Ägypten

Hightech-Wissen für Oberflächen

[18.04.2013] Es geht immer ein bisschen besser: Solarzellen, Nano-Tinten und Membranen wollen Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der TU Darmstadt (TUD) optimieren. Surface and Interface Engineering of Integrated Systems, kurz SURSYS, ist der Name des neuen Gemeinschaftsprojekts, das Nachwuchswissenschaftler beim Aufbau einer Forschungsgruppe am Egypt Nanotechnology Center in Kairo unterstützt. In der Woche vom 22. bis zum 26. April treffen sich alle Beteiligten erstmals in Deutschland.

Durch das praxisnahe Projekt soll sich eine Forschergruppe zur Grenzflächen- und Oberflächenoptimierung bilden. Drei Bereiche stehen im Mittelpunkt: Erstens geht es um effektivere Solarzellen für eine höhere Energieausbeute. Dazu werden sie unter dem Gesichtspunkt einer verbesserten Photonen-Auffangrate untersucht. Zweitens will man Nano-Tinten für Druckmethoden und Verfahren der Elektronik und Optoelektronik optimieren, um kleine Schaltflächen für Transistoren einfach auszudrucken. Und drittens sollen Nanofiltrations- und Umkehrosmose-Membranen in ihren Oberflächeneigenschaften weiterentwickelt werden. Diese werden vor allem in Trinkwasseraufbereitung und Wasserentsalzung eingesetzt und könnten helfen, aufwändigere Reinigungen einzusparen.

Der Leiter der Forschungsgruppe, Dr. Ahmed Khalil, hat in Deutschland promoviert und danach u.a. an der UDE als Postdoktorand gearbeitet. Jeder der drei Bereiche wird von einem ägyptischen Doktoranden bearbeitet, der fachlich von Prof. Dr. Mathias Ulbricht (UDE) oder Prof. Dr. Edgar Dörsam (TUD) unterstützt wird. Die Nachwuchswissenschaftler verbringen pro Jahr jeweils drei Monate in den deutschen Laboren und können so wertvolle Erfahrungen mitnehmen.

Die Technische Chemie II, das Zentrum für Wasser- und Umweltforschung (ZWU) sowie das Center for Nanointegration Duisburg-Essen (CENIDE) arbeiten unmittelbar mit dem Darmstädter Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren zusammen. Finanziert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes wird das Vorhaben drei Jahre lang im Transformationsprogramm des DAAD mit jährlich 70.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Mathias Ulbricht, Tel. 0201/183-3151, mathias.ulbricht@uni-due.de; Simon Kustos, Tel. 0201/183-3201, simon.kustos@uni-due.de

Redaktion: Katrin Koster, Tel. 0203/379-1488