Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Georg-von-Hevesy-Medaille

Prof. Dr. Dr. Andreas Bockisch

[10.05.2013] Für seine besonderen Verdienste ist Prof. Dr. Dr. Andreas Bockisch von der Universität Duisburg-Essen (UDE) jetzt mit der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin ausgezeichnet worden, der Georg-von-Hevesy-Medaille. Der 62-Jährige ist seit 1996 Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Essen und hat Bedeutendes für sein Fach geleistet.

Andreas Bockisch ist studierter Physiker und Mediziner, hat in beiden Fächern promoviert und sich 1990 in der Nuklearmedizin habilitiert. Sechs Jahre später übernahm er in Essen den Lehrstuhl und die Klinik für Nuklearmedizin, die er bis heute leitet. Seine Spezialgebiete sind die Radionuklidtherapie, vor allem bei Schilddrüsenkrebs und Lebertumoren, die Entwicklung und Anwendung neuer Radiopharmazeutika sowie diagnostische Verfahren.

So hat sich Bockisch besonders um die Etablierung eines modernen bildgebenden Verfahrens verdient gemacht: die PET/CT. Sie ist eine Kombination der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit der Computertomographie (CT). Die PET stellt die Stoffwechselaktivität von Organen und Geweben dar und ermöglicht dadurch krankheitsspezifische Untersuchungen. Hierzu werden dem Patienten schwach radioaktive Substanzen gespritzt, die sich im Körper verteilen und deren Strahlung dann mit der PET sehr aufwändig als dreidimensionales Bild wiedergegeben wird.

Die funktionellen Bilder werden anschließend mit der anatomischen Information kombiniert, die die Röntgen-Computer-Tomographie liefert. Der Arzt erhält damit sehr aussagekräftige Aufnahmen. Die Grundlagen des Verfahrens schafften amerikanische Wissenschaftler. Bockisch war maßgeblich an der klinischen Entwicklung beteiligt und setzte es als einer der Ersten weltweit und als Erster in Deutschland 2001 am Essener Uniklinikum ein.

Sein Wissen bringt der Professor auch in die Deutsche Akademie der Wissenschaften Leopoldina ein und er ist Mitglied der Strahlenschutzkommission des Bundesumweltministeriums sowie zahlreicher Fachgesellschaften. Für seine Arbeiten erhielt Bockisch 2011 bereits die Röntgenplakette der Stadt Remscheid, dem Geburtsort Röntgens.

Hinweis für die Bildredaktion:
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Weitere Informationen:
• Professor Dr. med. Dr. rer. nat. Andreas Bockisch, Tel. 0201/723-2032, andreas.bockisch@uni-due.de

Pressekontakt am Universitätsklinikum Essen:
Burkhard Büscher, Tel. 02 01 / 723-2115, burkhard.buescher@uk-essen.de
Kristina Gronwald, Tel. 02 01 / 723-3683, kristina.gronwald@uk-essen.de

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430, beate.kostka@uni-due.de


Bildhinweis:
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