Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Meta-Studie zeigt eine verbesserte Lebensqualität

Wenn Schulmedizin Naturheilkunde trifft

[17.05.2013] Chronisch Kranke profitieren davon, wenn sie nicht nur traditionell, sondern begleitend naturheilkundlich behandelt werden. Das ist das Ergebnis einer Meta-Analyse, die u.a. Prof. Dr. med. Jost Langhorst von der Universität Duisburg-Essen (UDE) durchgeführt hat. Die Studie über stationär und integrativ betreute Patienten wurde jetzt in einem Fachjournal veröffentlicht.

Es ist die erste Studie dieser Art: Aus 364 wissenschaftlichen Publikationen konnten acht einbezogen werden. Langhorst und zwei Kollegen der Universität Witten/Herdecke und der Klinik Blankenstein in Hattingen analysierten sie mit Blick auf die Lebensqualität. 7.180 Patienten – meist wegen Muskel- oder Gelenkschmerzen zwei bis drei Wochen in stationärer Behandlung – wurden untersucht. Angewandt wurden beispielsweise Hydro-, Phyto- bzw. Ernährungstherapie sowie Kneippsche Verfahren und Chinesische Medizin.

Bekannt ist, dass z.B. Rheumakranke ihre Lebensqualität als stark eingeschränkt empfinden, was sie zusätzlich extrem belastet. „Unsere Analyse zeigte deutlich positive Effekte des integrativen Ansatzes, was das körperliche, vor allem aber auch das psychische Wohlbefinden angeht. Weitere Forschungen sollten folgen“, fasst Professor Langhorst zusammen.

Publikationshinweis:
Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine Volume 2013, Article ID 416510

Weitere Informationen:
Prof. Dr. med. Jost Langhorst, Tel. 0201/174-25701, j.langhorst@kliniken-essen-mitte.de

Redaktion: Katrin Koster, Tel. 0203/379-1488