Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

UDE holt bei Studenten-EM dennoch Doppelsieg in einer Disziplin

Pannenserie bremst Tretbootteam

[23.05.2013] Nomen est omen. Oder doch nicht? Katastrophe und Close to Perfection, die beiden Rennkatamarane der Universität Duisburg-Essen (UDE), schienen bei der der International Waterbike Regatta IWR nämlich einfach ihre Namen getauscht zu haben. Während das eine Tretboot alles andere als eine desaströse Figur machte, liegt das andere – ein Unglück kommt selten allein – nun nahezu mit Totalschaden in der heimischen Werkstatt. Ohne Medaillen kehrte das Schiffbau-Team dennoch nicht von der Studenten-EM in Kroatien zurück: Im Pfahlzug fuhr man einen Doppelsieg ein.

„In dieser Disziplin macht uns keiner was vor“, freut sich Gero Hösen über den Minimalerfolg. Selten hätten sie aber eine so ungewöhnliche Regatta erlebt wie in der Adriastadt Rijeka: „Es war kalt und regnerisch, organisatorisch ging alles drunter und drüber. Sämtliche Rennen wurden auf den letzten Tag verschoben. Dadurch hatte die Motivation bei uns, aber auch bei den anderen Teams, schon sehr gelitten.“ Immerhin entschied sich der Himmel, den Wettkämpfern dann doch Sonne und sommerliche Temperaturen zu schicken – und dem UDE-Team darüber hinaus eine XXL-Portion Pech.

Mit dem 100-Meter-Finale ging nämlich eine wahre Pannenserie los. „Bei der ‚Close‘ hatte sich die Lenkstange verdreht, so dass der Steuermann die Kontrolle über das Boot verlor – sonst wäre wohl mehr möglich gewesen als der vierte Platz“, hadert Hösen. Zwar bemühten sie sich um eine Blitzreparatur, doch bereits im nächsten Rennen gab es wieder Probleme: Das Steuerbordruder hatte sich an der ersten Boje verbogen – Slalomfahren? Nahezu unmöglich. Dann wurden beim Anlegen noch die Rückfahrklappen beschädigt, im Beschleunigungsrennen brach ein Propeller, „und auf dem Rückweg zum Steg verfing sich eine Leine im zweiten Propeller; damit waren wir sozusagen antriebslos und mussten von der Konkurrenz aus Berlin abgeschleppt werden.“

Aus dem verheißungsvollen Flitzer war binnen weniger Stunden eine Blei-Ente geworden oder besser: eine ‚Close to Disaster‘. Vom Umtaufen wollte das UDE-Team dennoch nichts wissen. In der Gesamtwertung hatte man es immerhin auf einen versöhnlichen sechsten Platz geschafft, mit dem behäbigeren Oldie ‚Katastrophe‘ wurde man Zehnter. „Die Chance, es besser zu machen, bietet sich im Juni. Dann werden in Leer die Weltmeisterschaften der Human Powered Vehicle Association ausgetragen. Mal schauen, ob wir die Close bis dahin wieder hinkriegen.“

Weitere Informationen: Gero Hösen, UDE-Tretboot Team, 0203/379-2884 gero.hoesen@stud.uni-due.de


Redaktion: Ulrike Bohnsack, Tel. 0203/379-2429