Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Neuer Abschlussjahrgang des UDE-Förderunterrichts

Mit der Uni besser die Schule meistern

[24.06.2013] Sprachliche Probleme, schlechte Noten und keiner kann helfen: Viele Einwandererkinder tun sich an einer deutschen Schule schwer. Wie Integration und Chancengleichheit gelingen können, zeigt seit vier Jahrzehnten der Förderunterricht für Migrantenkinder an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Tausende Schüler haben bislang die Kurse besucht, viele schaffen sogar die Hochschulreife.

In diesem Jahr haben 131 Förderschüler ihre Schulkarriere erfolgreich abschließen können. Das wird gebührend an der Uni gefeiert und zwar am 28. Juni um 17 Uhr im Essener Audimax. Mit ihnen freuen sich ihre Uni-Lehrer, Familien, Freunde und Projektunterstützer. Zurzeit werden knapp 1.040 Schüler mit 45 verschiedenen Muttersprachen von 120 Förderlehrern betreut, die sich an der UDE auf den Lehrerberuf vorbereiten und selbst häufig aus anderen Ländern stammen.

Grund zur Freude haben die Organisatoren des Vorzeigeprojektes, denn an diesem Tag erhalten sie eine ehrenvolle Auszeichnung. Der Förderunterricht gehört nämlich zu den 52 bundesweit ausgezeichneten "Bildungsideen" des Wettbewerbs "Ideen für die Bildungsrepublik", die aus über 1.100 Projektanträgen ausgewählt wurden. Geehrt werden Projekte, die Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche in vorbildlicher Weise fördern. Ausgelobt wird der Wettbewerb von der Initiative "Deutschland – Land der Ideen".

Das Projekt Förderunterricht wird an der Fakultät für Geisteswissenschaften durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem JobCenter Essen, der Stiftung Mercator, einer großen Anzahl Essener Schulen sowie außerschulischen Institutionen. Schwerpunkte sind u.a. die schulbegleitende sprachliche und fachliche Förderung in allen Schulfächern einschließlich der Deutschförderung, PC-Kurse, die Hilfestellung bei Bewerbungen sowie bei der Suche nach Praktikums- und Lehrstellen, die Kooperation mit Eltern und Lehrern oder auch die Hilfe bei ausländerrechtlichen Fragen.

Weitere Informationen:
• Gülsah Mavruk, Tel. 0201/183-2231, gülsah.mavruk@uni-due.de

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430