Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Professor Kasperzak ist Experte für Rechnungslegung

Was beschleunigt die Finanzkrise?

[27.06.2013] Zurück zu den Wurzeln: Prof. Dr. rer. oec. Rainer Kasperzak hat an der Universität Duisburg-Essen (UDE) den Lehrstuhl für Internationale Rechnungslegung übernommen. Die Hochschule ist ihm nicht fremd, denn er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg.

Nach dem Abschluss zog es den Niederrheiner 1992 an die Friedrich-Schiller-Universität Jena und anschließend an die Philips-Universität Marburg, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. 1996 promovierte Kasperzak in Marburg und habilitierte sich dort zum Thema Publizität und Unternehmensnetzwerke. Praxiserfahrung sammelte er dann bei einer international agierenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft, bevor er 2004 die Professur für Rechnungslegung an der Technischen Universität Berlin übernahm.

Der 50-Jährige kennt sich bestens aus mit den internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards, IFRS), die sich inzwischen als „Weltnorm“ der Rechnungslegung etabliert haben. Diese fordern, Aktionäre und Fremdkapitalgeber möglichst umfassend und zeitnah über die wirtschaftliche Lage der Unternehmen zu informieren. Bisher wurde damit in Deutschland eher vorsichtig umgegangen. „Durch die internationalen Normen stieg die Komplexität und Fehleranfälligkeit der Bilanzierung. In der Wirtschaftspresse wurden die neuen Regeln sogar als ‚Brandbeschleuniger der Finanzkrise‘ bezeichnet“, erklärt der Wirtschaftswissenschaftler.

Kasperzak will darauf in Forschung und Lehre eingehen. Er beschäftigt sich mit Fragen zur Internationalen Konzernrechnungslegung, Methoden zur bilanziellen Bewertung von immateriellen Vermögenswerten (z. B. Patenten, Markennamen oder Software) sowie Nachhaltigkeitsaspekten in der Finanzberichterstattung. Dabei will er verstärkt auf Laborexperimente zurückgreifen – eine Methode, die in der deutschen Rechnungslegungsforschung bisher nur selten eingesetzt worden ist.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Rainer Kasperzak, Tel. 0201/183-2249 / 4381, rainer.kasperzak@ibes.uni-due.de

Redaktion: Katrin Koster, Tel. 0203/379-1488


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