Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Drei Finaltage der 12. freestyle-physics

Das Pingpong-Katapult

[04.07.2013] Sie schleppen akribisch justierte Katapulte, balancieren filigrane Papiertürme und tragen ausgetüftelte Wasserkraftwerke zu einem riesigen Zelt auf dem Duisburger Campus der Universität Duisburg-Essen (UDE): Rund 560 Schülergruppen der Klassen 5 bis 13 präsentieren ihre Konstruktionen vom 9. bis zum 11. Juli der Experten-Jury von freestyle-physics. Gefördert wird der Physik-Wettbewerb bereits seit 2008 von der Stiftung Mercator.

Die Präsentation der sechs Aufgaben ist auf drei Tage verteilt. Monatelang haben die Schüler an ihren Lösungen gebastelt. Jeweils zwischen 13 und 16 Uhr stellen die Teilnehmer jetzt im Juli ihre Ergebnisse auf dem Gelände am Forsthausweg 1, Duisburg, der Jury vor. Startgeräusche und Anfeuerungsrufe sind wieder zu hören, wenn die Schüler ihre Tüfteleien hochkonzentriert präsentieren und schließlich die Sieger geehrt werden. Das Programm im Einzelnen:

Dienstag, 9. Juli:
Kettenreaktion: Die jungen Tüftler entwerfen eine Kettenreaktion, die aus phantasievollen Kombinationen möglichst vieler sich nacheinander auslösender physikalischer Effekte besteht. (90 Gruppen)
Wasserkraftwerk: Ziel der Aufgabe ist es, ein Kraftwerk zu konstruieren, das die Energie einer Wassermenge nutzt, um eine andere Wassermenge nach oben in ein Gefäß zu befördern. (20 Gruppen)

Mittwoch, 10. Juli:
Papierturm: Ein nur aus Papier, Klebstoff und Faden gebauter Turm mit möglichst geringem Eigengewicht soll in einer Höhe von einem Meter einen ein Kilogramm schweren Sandsack für mindestens zehn Sekunden tragen. (200 Gruppen)
Schneckenrennen: Die Schüler konstruieren ein Objekt, das ohne elektronische Bauteile einen Meter Wegstrecke in möglichst exakt 15 Sekunden zurücklegt. Ob Kriechen, Rollen oder Staksen – der Art der Bewegung sind keine Grenzen gesetzt. (60 Gruppen)

Donnerstag, 11. Juli:
Katapult: Die Nachwuchs-Wissenschaftler bauen ein Tischtennisball-Katapult, das sich auf einem Fahrzeug befindet. Die Energie für das Katapultieren gewinnt es dadurch, dass es ein Gefälle herunterfährt. (50 Gruppen)
Wasserrakete: Der Klassiker – eine der beliebtesten Aufgaben, bei der eine nur durch Wasser und Druck angetriebene Rakete entworfen wird, die möglichst lange in der Luft bleibt. (140 Gruppen)

Für alle Aufgabenkategorien gilt: Wer der Jury aus Physik-Professoren und -Doktoren eine besonders originelle Lösung präsentiert, darf auf einen Sonderpreis hoffen.

Mehr als 18.000 Schüler haben seit 2002 bereits an der freestyle-physics teilgenommen, etwa ein Drittel von ihnen sind Mädchen. An den Vormittagen der Finaltage führen Wissenschaftler durch ihre Labore und halten schülergerechte Vorträge.

Die Stiftung Mercator hat die freestyle-physics seit 2008 mit insgesamt 400.000 Euro unterstützt. „Der Wettbewerb gibt allen Schülern die Chance, ihr Physiktalent zu entdecken. Gleichzeitig erleben sie, wie spannend Wissenschaft ist. Das finden wir förderungswürdig“, erklärt Professor Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator.


Weitere Informationen:
http://www.freestyle-physics.de
Dr. Andreas Reichert, Tel. 0203 379-2032, andreas.reichert@uni-due.de
Kathrin Biegner, Tel. 0201 24522 827, kathrin.biegner@stiftung-mercator.de

Redaktion:
Birte Vierjahn, CENIDE, Tel. 0203 379-8176, birte.vierjahn@uni-due.de