Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Demnächst auch mit Schnell-Ladestation

Fünf neue Fahrzeuge für RUHRAUTOe

[12.07.2013] Thomas Hausch, Geschäftsführer der Nissan Center Europe GmbH, übergab dem CarSharing-Projekt jetzt fünf Nissan Leaf. „Die Entwicklung innovativer Mobilitätskonzepte ist ein wichtiger Faktor in der Automobilbranche und nimmt an Bedeutung weiter zu“, so Hausch. "Zusammen mit RUHRAUTOe wollen wir weitere Erfahrung im Bereich des Carsharings sammeln.“ Nissan ist damit nach Opel, smart und Renault bereits der vierte Automobilhersteller, der sich bei RUHRAUTOe einbringt.

Das bundesweit erste CarSharing-Projekt, das auf eine reine Elektroflotte setzt, wird im Rahmen der Modellregionen Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mit 1,15 Mio. Euro gefördert. Koordiniert werden die Modellregionen Elektromobilität von der bundeseigenen NOW, Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Insgesamt besteht die RUHRAUTOe-Flotte jetzt aus 40 E-Autos. Diese können in Essen, Bochum, Oberhausen, Gelsenkirchen und Bottrop an über 20 Stationen von jedermann gemietet und getestet werden. „Letzte Woche sind wir mit RUHRAUTOe sehr erfolgreich in Bochum gestartet“, erläutert Prof. Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen und Projektinitiator. „Durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt und den lokalen Netzwerken haben wir viele neue Kunden gewonnen“.

Sehr dynamisch hat sich in den letzten acht Wochen die Nutzerzahl bei RUHRAUTOe entwickelt. Mittlerweile nutzen mehr als 550 eingetragene Personen die Elektroautos in den großen Ruhrgebietsstädten. In dem seit sechs Monaten laufenden Projekt haben die Nutzer bislang 36.780 (berechnete) Kilometer gefahren. Die durchschnittliche Mietdauer beträgt drei Stunden, die Nutzer sind im Schnitt 28 Jahre alt. „Das schafft kein Autobauer“, so Dudenhöffer. „Junge Menschen nehmen die Elektroautos im CarSharing sehr positiv auf – anders als beim Neuwagenkauf. Wer sich in Deutschland einen Neuwagen leistet, ist Durchschnitt knapp 52 Jahre, also weit entfernt von jugendlicher Dynamik“.

Die RUHRAUTOe-Nutzer können ab den Nissan Leaf für 4,90 EUR pro Stunde mieten. Der Opel Ampera kostet pro Stunde 7,25 EUR, der kleine Renault Twizy nur 1,95 EUR. Man muss sich nur unter www.ruhrauto-e.de registrieren und beim Partner vor Ort seine DriveCard abholen, mit der sich die Fahrzeuge öffnen lassen.

Sichtlich angetan von RUHRAUTOe und seinen bisherigen Erfolgen war auch Thomas Hausch: „Aber um den Spaßfaktor bei der Elektromobilität weiter zu steigern, braucht man kurze Ladezeiten.“ Spontan sagte er dem Projekt die bislang fehlende Schnell-Ladestation zu.

Weitere Informationen:
http://www.ruhrauto-e.de
Timm Kannstätter, Tel. 0203-379-3625, timm.kannstaetter@uni-due.de