Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Neues Projekt soll Kindern psychisch kranker Eltern helfen

Mamas Monster und Papas Panik

[26.07.2013] Ob manisch depressiv oder schizophren – sind Mutter oder Vater krank, müssen sich nicht selten die Kinder um sie kümmern. Manchmal übernehmen auch Ältere die Elternrolle für kleinere Geschwister. In den Familien ist die Erkrankung oft ein Tabu. Wie Betroffene in dieser besonderen Situation besser unterstützt werden können, wollen Studierende des Masterstudiengangs „Soziale Arbeit“ an der Universität Duisburg-Essen (UDE) herausfinden: Sie untersuchen in den kommenden zwei Jahren die Angebote der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Duisburg (PSAG); darunter Sprechstunden bei einer Psychotherapeutin oder bei der Psychiatrischen Hilfsgemeinschaft in Meiderich.

Auch spezielle Gruppenangebote wie Kunsttherapien für Kinder begleiten die UDE-Studierenden. Hier lernen die Betroffenen, ihre Sorgen künstlerisch auszudrücken. „Wir wollen vor allem die Sichtweise der Eltern und Kinder kennenlernen, damit ihre Interessen besser berücksichtigt werden können“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Ullrich Bauer. Außerdem wollen die Studierenden dazu beitragen, dass die Unterstützung von Kindern psychisch kranker Eltern ausgebaut und immer selbstverständlicher wird.

Etwa drei Millionen junge Menschen sind deutschlandweit betroffen. Sie kämpfen mit Schuldgefühlen, Einsamkeit und sind häufig vom abnormen Verhalten ihrer Eltern irritiert. Hinzu kommt die Angst, selbst psychisch zu erkranken.

Weitere Informationen:
Michael Rehder, Tel. 0201/183-6241, michael.rehder@uni-due.de

Redaktion: Carmen Tomlik, Tel. 0203/379-1489