Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

UDE stellt zwei Projekte bei Horizont 2020-Auftaktveranstaltung vor

Mehr als ein Blick in die Zukunft

[23.09.2013] Sichere Lebensmittel, saubere Energie, intelligenter Verkehr – es gibt noch viele Aufgaben, die die besten Köpfe des Landes lösen wollen. Mit rund 70 Milliarden Euro wird Horizont 2020, das neue und zugleich 8. Forschungsrahmenprogramm der EU, die vielversprechendsten Projekte in den nächsten sieben Jahren fördern. Am 30. September findet dazu eine große Auftaktveranstaltung in Düsseldorf statt. Dabei präsentiert die Universität Duisburg-Essen (UDE) zwei richtungsweisende Vorhaben.

Erwartet werden hochrangige Redner wie NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, die Wissenschaftliche Chefberaterin des Kommissionspräsidenten Prof. Dr. Anne Glover und der Stellvertretende Generaldirektor der EU-Generaldirektion Forschung und Innovation Dr. Wolfgang Burtscher. Eine Podiumsdiskussion dreht sich anschließend um das Thema „Von der Idee zum Markt: Die Integration von Forschung und Innovation“. Für die UDE-Wissenschaftler ist es eine Auszeichnung, ihre Arbeit in diesem hochkarätigen Rahmen vorstellen zu können.

In der begleitenden Ausstellung präsentiert Prof. Dr.-Ing. Einar Kruis vom Center for Nanointegration (CENIDE) das EU-Verbundprojekt BUONAPART-E: „Wir wollen industrierelevante Mengen hochwertiger Nanoteilchen möglichst energieeffizient und umweltschonend herstellen. Schon heute werden sie beispielsweise in Farben, Solarzellen, Textilien und Bauteilen der Automobilindustrie genutzt.“

Die Wissenschaftler bedienen sich dabei der im kleinen Maßstab bereits etablierten Verdampfungsmethoden, bei denen durch Funkenschlag oder Plasmaentladung kleine Partikel gebildet werden. Solch ein Prozess ist sowohl sicher als auch flexibel – so kann man in kürzester Zeit durch Austausch der Elektroden ein anderes Material aus Nanopartikeln herstellen. Um ihn auf industrielle Dimensionen zu erweitern, arbeiten hier Wissenschaftler, Technologieanbieter und Endverbraucher aus 21 europäischen Einrichtungen zusammen.

Modernste Technik steckt auch hinter der Fassade von FAROMIR, um den sich das zweite Projekt dreht. Der medizinische Assistenz-Roboter kennt die Bedürfnisse älterer Menschen: Er sieht genau, ob sich jemand nur für ein Nickerchen hingelegt hat, oder ob es sich um einen medizinischen Notfall handelt. Droht Gefahr, aktiviert der Roboter selbstständig den Hausnotruf. Natürlich kann der neue Assistent geschulte Pflegekräfte nicht ersetzen, doch er entlastet das Personal. Angehörige erfahren so, wie es den alleinlebenden Senioren geht.

„Um Älteren ein eigenständiges Leben zu ermöglichen oder Patienten rund um die Uhr zu betreuen, können autonome Roboter mehr und mehr im Alltag eingesetzt werden. Wenn es auf Sekunden ankommt, wird Hilfe gerufen und der Arzt kann über eine Kamera direkt mit dem Patienten sprechen“, erklärt Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Wojciech Kowalczyk.

Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Frank Einar Kruis, Tel. 0203/379-2899, einar.kruis@uni-due.de, http://www.buonapart-e.eu/
Prof. Dr.-Ing. Wojciech Kowalczyk, Tel. 0203/379-3342, wojciech.kowalczyk@uni-due.de, http://www.uni-due.de/faromir/