Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Drei Partner unter einem Dach

Neuer Kooperationsvertrag für das DTNW

[07.10.2013] In einer Feierstunde ist am 7. Oktober ein Kooperationsvertrag zwischen der Universität Duisburg-Essen (UDE), der Hochschule Niederrhein und dem Deutschen Textilforschungszentrum Nord-West (DTNW) unterzeichnet worden, das seit 1986 vertraglich mit der Duisburger Universität verbunden war. Das DTNW ist das erste gemeinsame An-Institut einer Fachhochschule und einer Universität und dokumentiert die enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Bildungseinrichtungen.

„Das ist ein für die Region absolut sinnvolles Bündnis zwischen zwei Hochschulen und einer wirtschaftsnahen Forschungseinrichtung. Sowohl die Industrie als auch unsere Studierenden werden von der intensiven Vernetzung profitieren“, unterstrich Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Präsident der Hochschule Niederrhein die Bedeutung der Vereinbarung. UDE-Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke ergänzt: „Die neue Vertragsregelung eröffnet in der Tat weitere Vorteile für alle Beteiligten durch das besondere Profil der sie tragenden Einrichtungen. Forschung und Anwendung gehen hier nun verstärkt Hand in Hand.“

Dr. Thomas Grünewald aus dem NRW-Wissenschaftsministerium fand ebenfalls lobende Worte: „Dies ist ein mustergültiges Beispiel für Innovationspolitik. Um erfolgreich zu sein, muss man Kompetenzen zusammentragen und bündeln, denn Innovationen entstehen durch Kooperationen. Der neue Vertrag wird helfen, die institutionellen Grenzen, die einer solchen Kooperation häufig im Wege stehen, zu überwinden.“

Das DTNW wurde 1920 als Textilforschungsanstalt Krefeld e.V. gegründet und ist seit 1986 An-Institut der Duisburger Universität (seit 2003 Universität Duisburg-Essen). Heute sind etwa 40 Mitarbeitende am DTNW beschäftigt, das in erster Linie drei wissenschaftliche Ziele verfolgt: Neue Funktionalitäten durch Oberflächenmodifikationen von Fasern, eine verbesserte Ökologie der textilen Kette sowie der Brückenschlag zwischen Industrie und Forschung. „Anwendungstransfer und innovative Forschung sind unsere Kernthemen“, sagte Prof. Dr. Jochen S. Gutmann, Direktor des DTNW e.V. und Professor für Physikalische Chemie an der Universität Duisburg-Essen.

Nicht nur inhaltlich, auch räumlich rücken die Hochschule Niederrhein und das DTNW enger zusammen. 1958 bezog das Forschungsinstitut das Gebäude an der Adlerstraße 1 in Krefeld. Der Architekt Bernhard Pfau hatte seinerzeit den Campus Krefeld West und das DTNW-Gebäude als Gesamtensemble konzipiert. Die Kooperations-Vereinbarung ermöglicht nun eine grundlegende Sanierung des Gebäudes einschließlich moderner Pfosten-Riegelfassade, die zudem transparenter gestaltet wird. Die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten ist für Anfang 2015 vorgesehen.

Weitere Informationen:
http://www.dtnw.de/
http://www.uni-due.de/chemie/ak_gutmann/http://www.uni-due.de/chemie/ak_gutmann/

Pressekontakt:
Tim Wellbrock, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Niederrhein, Tel. 02151/822-2934, tim.wellbrock@hs-niederrhein.de