Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Neues EU-Projekt untersucht die Cloud

Wölkchen mit Substanz

[13.12.2013] Fotos, Musik, Filme und Dokumente online speichern und jederzeit abrufen – viele schaffen sich so in der „Cloud“ ein digitales Zuhause. Auch für die IT-Branche sind die smarten Datenzentren interessant. Günstig, überall verfügbar und systemunabhängig helfen sie dabei, dass neue Software-Anwendungen schneller entwickelt werden. An der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist mit „CloudWave“ nun ein Projekt gestartet, das innovative Technologien in der „Wolke“ erforscht und noch effizienter machen soll. Dazu arbeiten die Wissenschaftler von paluno (The Ruhr Institute for Software Technology) mit Industriepartnern wie IBM, Intel und SAP zusammen. Die EU fördert das Projekt mit rund 6,3 Millionen Euro.

Momentan hängt die Qualität von Software, die in einer Cloud entsteht, noch stark vom genutzten Online-Dienst ab. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klaus Pohl will beide Komponenten stärker in Einklang bringen: Sie entwickelt neue Technologien und Methoden, um Software-Anwendungen und Cloud besser aufeinander abzustimmen. Dabei werden vor allem automatisierte Verfahren untersucht, die selbstständig die richtigen Strategien finden und ausführen. Das soll die Ergebnisse optimieren und Kosten einsparen.

In zwei Industriestudien werden die neuen Ideen gleich praktisch erprobt: Arbeiten sie zuverlässig und wirtschaftlich? Die UDE-Forscher testen zum einen ein mobiles, situationsabhängiges soziales Netzwerk für den Austausch von Bildern, Videos und Musik. Es passt sich dynamisch den Nutzungsbedingungen an, etwa bei Großereignissen wie Fußballspielen und Volksfesten. Selbst wenn das Netzwerk voll ausgelastet ist, bleibt der Service immer verfügbar und auch das Bilder-Hochladen geht fix. Zum anderen befassen sie sich in der zweiten Studie mit der Entwicklung einer betrieblichen Cloud-Anwendung. Die gewonnen Daten sollen die Arbeitsprozesse verkürzen, damit neue Software künftig noch schneller entstehen kann – in Tagen anstatt Wochen.

Weitere Informationen: Frederike Johanning-Fischer, Tel. 0201/183-4658, frederike.johanning-fischer@paluno.uni-due.de

Redaktion: Carmen Tomlik, Tel. 0203/379-2430