Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Das Universitätsorchester unter der Leitung von Prof. Oliver Leo Schmidt
Das Universitätsorchester unter der Leitung von Prof. Oliver Leo Schmidt

50 Jahre Universitätsorchester Duisburg-Essen:

Mitreißende Geburtstagsparty

[22.01.2015] Fulminant und immer wieder überraschend: Das Universitätsorchester Duisburg-Essen wird 50 Jahre alt und feiert seinen runden Geburtstag mit einem spektakulären Programm. Mitreißende Stücke voller Energie, Tanz und Swing erwarten die Zuhörer des Festkonzerts am 1. Februar im Theater Duisburg (16 Uhr) und am 8. Februar in der Philharmonie Essen (11 Uhr). Es sind nur noch wenige Restkarten verfügbar.

Geboten werden Werke von John Adams, Leonard Bernstein, Maurice Ravel und Sergej Prokofjew, die für die bunte Vielfalt des Orchesters stehen. Für besonderes Flair sorgen diesmal die zwölf Gesangssolisten aus der Musicalabteilung der Folkwang Universität der Künste.

Als kleines Ensemble der Medizinischen Fakultät Essen gegründet, zählt das Universitätsorchester heute zu den besten seiner Art bundesweit. Mit musikalischen Glanzlichtern und gefeierten Konzerten behauptet es sich im Kulturleben Essens und Duisburgs. Seit 2002 führt der Karajan-Preisträger und Folkwang-Professor Oliver Leo Schmidt das Orchester. Unter ihm hat es sich zu einer eindrucksvollen Klangformation mit knapp 90 Musikern entwickelt. Seit zehn Jahren bestreitet es das „Festkonzert der Universität Duisburg-Essen“, die erste herausgehobene Universitäts-Veranstaltung im neuen Jahr.

Erste Konzerte in der Strahlenklinik

Das erste Konzert des „collegium musicum“ (s. Bild im Anhang) fand in nahezu intimer Atmosphäre statt – im Foyer der Strahlenklinik. Nur wenige Zuhörer hatten dort Platz. „Außerdem gingen die Türen des Aufzugs ständig auf und zu“, erinnert sich Siegfried Scheytt, der das Ensemble fast 30 Jahre lang leitete(1966 - 96). Medizinstudierende, die von Münster nach Essen gewechselt waren, hatten es im Wintersemester 1964/1965 gegründet.

„Wir wollten gerne weiter Musik machen wie in Münster und haben Gleichgesinnte gesucht“, erzählt Evi Hett, die damals wie heute Geige im Orchester spielt. Doch 1965 gab es in Essen noch keine Universität, geschweige denn ein Universitätsorchester. So probte das Medizinerensemble dort, wo es studierte – am Uniklinikum, anfangs noch im klinikeigenen Kindergarten auf winzigen Stühlchen, später im Altstadthaus an der Kreuzeskirche.

Denn Siegried Scheytt, der ehemalige Folkwang-Student, war Kantor und Organist an der Essener Kreuzeskirche. Im Laufe der Jahre formte er aus dem Collegium musicum, wie es sich anfangs nannte, ein respektables Sinfonieorchester, das ab 1971 viele Jahre im Audimax des Uniklinikums probte und konzertierte. Am Ende seiner Amtszeit 1996 leitete Siegried Scheytt ein Ensemble aus 50 Instrumentalisten und hatte 150 Konzerte gegeben.

Philharmonie immer ausgebucht

Schon damals waren die Semesterabschlusskonzerte im Audimax des Klinikums das kulturelle Highlight an der 1972 gründeten Gesamthochschule in Essen. Der größte medizinische Hörsaal platzte regelmäßig aus allen Nähten. Heute füllen die Konzerte des Universitätsorchesters die Philharmonie, den größten Konzertsaal der Stadt, mit über 1.900 Plätzen. Seit Gründung der Universität Duisburg-Essen im Jahr 2003 spielt das Orchester zudem im Theater Duisburg, im Weltkulturerbe Zeche Zollverein oder in der Erlöserkirche. Seit 2000 wird im deutlich größeren Audimax der Uni an der Segerothstraße geprobt.


Nach Scheytts Ausscheiden führten zunächst jüngere Dirigenten, wie Silke Löhr oder Allan Bergius, das Orchester, später der erfahrenere Mark-Andreas Schlingensiepen. Den größten Aufschwung nahm das Ensemble dann unter Oliver Leo Schmidt, der vor 13 Jahren für die Leitung gewonnen werden konnte. Der Karajan-Preisträger und Professor der Folkwang Universität der Künste bekennt: „Ich bin ins kalte Wasser gesprungen.“ Bis dato arbeitete der Dirigent ausschließlich mit Profimusikern und namhaften Orchestern. Seine Lehrmeister waren u.a. Sergiu Celibidache und Leonard Bernstein. Regelmäßig hospitierte er bei Daniel Barenboim, Claudio Abbado, Lorin Maazel, Ricardo Muti oder auch Pierre Boulez.

Die Zusammenarbeit mit den Hobbymusikern begeisterte Schmidt jedoch schnell. „Sie bringen Liebe zur Musik mit, Begeisterung und Hingabe. Das sind Faktoren, die manchen Profimusikern fehlen.“ Im Zusammenspiel mit Schmidts Schwung, Temperament und Musikalität dringt das Universitätsorchester in neue Bereiche vor und steigerte seine Qualität enorm. Charmant, beharrlich und immer fair motiviert Schmidt die Musiker zu immer neuen Höhenflügen.

Anspruchsvolle Programme werden sein Markenzeichen. Neben dem klassischen Repertoire experimentiert er mit unkonventionellen Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Auch Nachwuchskünstlern haben hier eine Chance. Junge Pianisten, Geiger oder Bläser spielen regelmäßig mit. Außerdem haben Dirigierstudierenden der Folkwang Universität der Künste hier die Möglichkeit, erste praktische Erfahrungen zu sammeln.

Weitere Informationen: http://www.uni-due.de/uniorchester/

Redaktion: Beate Kostka, T. 0203/379-2430, beate.kostka@uni-due.de


Bildhinweis:
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