Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Zwei neue Graduiertenkollegs

Soziale Medien und Biomedizin

[11.05.2015] Soziale Medien und Biomedizin: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet gleich zwei neue Graduiertenkollegs (GRK) an der Universität Duisburg-Essen (UDE) ein, an einem weiteren ist sie beteiligt. Mit nun insgesamt sechs GRKs gehört die UDE, neben der RWTH Aachen, zu den stärksten DFG-Nachwuchsschmieden in NRW. GRKs bieten die Möglichkeit, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren.

Facebook, Twitter, Youtube – ein Leben ohne Soziale Medien ist für viele kaum noch vorstellbar. Bei Wissenslücken schlägt man schnell bei Wikipedia nach, bewährte Rezeptideen liefert Chefkoch.de. Im GRK „Nutzerzentrierte Soziale Medien“ untersuchen Informatiker und Psychologen, wie sich Menschen in Sozialen Medien verhalten und wie Informatik-Methoden ihnen dabei helfen können, diese Medien besser für ihre Zwecke zu nutzen. GRK-Sprecher Professor Dr. Norbert Fuhr: „Es geht darum, die Glaubwürdigkeit und Qualität von Quellen besser einschätzen und widersprüchliche Information als solche erkennen zu können.“ Ein wichtiges Thema ist auch der Schutz der Privatsphäre: wem gebe ich welche Daten preis und wie beeinflusse ich das?

Das GRK „Biomedizin des saure Sphingomyelinase-/saure Ceramidase-Systems“ in der Medizinischen Fakultät der UDE befasst sich mit bestimmten Fetten („Sphingolipide“), die bei vielen biologischen Prozessen eine große Rolle spielen. Das Graduiertenkolleg analysiert grundlegend ihre Rolle und Funktion bei entzündlichen, kardiovaskulären und onkologischen Erkrankungen. Im zweiten Schritt sollen die neuen Erkenntnisse in präklinische und klinische Studien umgesetzt werden. Die Forschungsprojekte werden in enger Kooperation mit der Cornell University und dem Memorial-Sloan Kettering Cancer Center, New York, bearbeitet, die zu den besten onkologischen Kliniken weltweit zählen. GRK-Sprecher ist Professor Dr. Erich Gulbins, Stellvertreterin ist Prof. Dr. Wiebke Hansen.

Beteiligt ist die UDE zudem am GRK „Phänomene hoher Dimensionen in der Stochastik – Fluktuationen und Diskontinuität“ an der Ruhr-Universität Bochum. Sprecher ist Professor Dr. Peter Eichelsbacher.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Norbert Fuhr, Tel. 0203/379-2524, norbert.fuhr@uni-due.de
Prof. Dr. Wiebke Hansen, Tel. 0201/723-1827, Wiebke.Hansen@uk-essen.de
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2015/pm00068.html.de
http://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2015/pressemitteilung_nr_21/index.html

Redaktion: Beate Kostka, Tel. 0203/379-2430