Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

13. Symposium zur Kraft-Wärme-Kopplung

„Der Bund bremst den Ausbau“

[19.10.2015] Sie gilt als umweltfreundliche Technik und soll zur Energiewende beitragen. Um die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und ihren Anteil am Strommarkt geht es am 3. November an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Zum 13. Mal laden der Lehrstuhl Energietechnik und der KWK-Bundesverband zu einem Symposium. Im Fraunhofer inHaus-Zentrum am Duisburger Campus kommen 80 Vertreter aus Wissenschaft und Politik, von Fachverbänden und Unternehmen zusammen.

Mit der Kraft-Wärme-Kopplung kann man gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Viele Stadtwerke betreiben solche Anlagen; sie werden staatlich gefördert. Nun hat die Bundesregierung gesetzliche Änderungen beschlossen. So wird u.a. das KWK-Ausbauziel gesenkt sowie eigengenutzter Strom aus größeren Anlagen nicht mehr bezuschusst. „So wie der Bund die Kraft-Wärme-Kopplung bremst, werden neue Anlagen wohl kaum noch gebaut; die Branche rechnet mit Arbeitsplatzverlusten oder gar Insolvenzen“, kritisiert Othmar Verheyen. Der Energieexperte der UDE ist einer der Mitbegründer des Bundesverbands.

Bei der Tagung werden die neuen Förderbedingungen diskutiert und welche Rolle die Kraft-Wärme-Kopplung spielt, wenn der Energiemarkt immer stärker auf Solar und Windkraft setzt.

Außerdem geht es um technische Entwicklungen, beispielsweise um Brennstoffzellen-Anlagen, große Gasmotoren für die Fernwärmeversorgung oder das Modellprojekt 100 KWK in Bottrop: Hier sollen hundert Heizungssysteme mit der umweltfreundlichen Technik verbaut werden. Das Vorhaben ist Teil von InnovationCity, dem Programm zum nachhaltigen Stadtumbau.

Weitere Informationen: https://www.uni-due.de/kwk/
Othmar Verheyen, Tel. 0203/379-2921, verheyen@uni-due.de

Redaktion: Ulrike Bohnsack, Tel. 0203/379-2429