Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

30 Jahre ISSAB

Das eigene Quartier aktiv mitgestalten

[23.05.2016] Sie setzen da an, wo der Schuh drückt: beim interkulturellen Dialog oder der altersgerechten Quartierentwicklung. Das gelungene Modell, sozialwissenschaftliche Ausbildung mit aktiver praktischer Sozialarbeit vor Ort zu verknüpfen, wie sie das Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung (ISSAB) der Universität Duisburg-Essen (UDE) entwickelt hat, wird 30 Jahre alt.

Am 10. Juni wird das erfolgreiche Kooperationsmodell mit der Stadt Essen gebührend gefeiert. Durch das Programm führen Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke, Oberbürgermeister Thomas Kufen, Dekan Prof. Dr. Horst Bossong sowie Werner Meys, Vorstandsmitglied der Anneliese Brost-Stiftung. (11 bis 13 Uhr, Die BRÜCKE, Essener Campus, Universitätsstraße 19, Anmeldung: issab@uni-due.de.).

Johannes Groppe aus dem ISSAB-Geschäftsführungsteam: „Dank unserer langjährigen Erfahrung haben wir uns weit über die Landesgrenzen hinweg ein Alleinstellungsmerkmal im Bereich der Sozialarbeitswissenschaften erarbeitet. Wir schlagen eine erfolgreiche Brücke zwischen anwendungsbezogener Unterstützung, Forschung und wissenschaftlicher Begleitung.“ Zum ISSAB- Kooperationsnetz zählen zahlreiche Großstädte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie mehrere deutsche Landkreise.

Im ISSAB wurde zum Beispiel das Bundesprojekt „Soziale Stadt“ bearbeitet und weitergedacht. Herzstück ist die Sozialraumorientierung: Sie bindet die Stadtteilbewohner, konkret z.B. von Altenessen-Süd oder auch Katernberg, mit ein und ermutigt sie, die soziale Situation in ihrem Quartier aktiv mitzugestalten. Unterstützt werden sie dabei von rund 30 UDE-Studierenden der Sozialen Arbeit, die regelmäßig in den jeweiligen Stadtteilen sind.

Weithin bekannt ist auch das „Essener Modell Quartiermanagement“, mit dem es das ISSAB in enger Kooperation mit der Stadt Essen ermöglicht, kommunale Aktivitäten zur Verbesserung und Stabilisierung von Wohnquartieren effektiv zu organisieren und zu steuern. Das ISSAB steht auch für das Konzept der „integrierten Stadt(teil)entwicklung“. Städte wie Berlin und Köln nutzen es bereits, um damit die Folgen sozialer und kultureller Verschiedenartigkeit sowie sozialräumlicher Trennung ganzheitlich und effektiv zu bearbeiten.

Weitere Informationen: https://www.uni-due.de/biwi/issab/index.php
Johannes Groppe, Institut für Stadtteilentwicklung, sozialraumorientierte Arbeit und Beratung, Tel. 0201/43764-0, johannes.groppe@uni-due.de

Redaktion: Amela Radetinac, Tel. 0203/379-2429