Smart Engineering

Smart Engineering beschreibt Methoden, Prozesse und IT-Werkzeuge für die disziplinübergreifende, systemorientierte Entwicklung innovativer, intelligenter und vernetzter Produkte, Produktionsanlagen und Infrastrukturen. Gemeinhin sind diese Aspekte unter dem Begriff der „Industrie 4.0“ bekannt. Dabei spielt vor allem der umfassende Informationsaustausch zwischen allen an dem Produktionsprozess beteiligten Komponenten eine große und entscheidende Rolle. Darüber hinaus geht es hierbei auch um den Informationsaustausch zwischen den einzelnen Teilprozessen sowohl der Produktentwicklung, als auch der Herstellung, mit dem Ziel der Verbesserung von Leistungsfähigkeit, Qualität, Kundenakzeptanz und der Kostenreduzierung von Produkten. Ein ebenfalls bedeutsamer Teilbereich ist ein interdisziplinäres „Life Cycle Management“, um die bis jetzt weitgehend nur unzureichend verknüpften Wissensdomänen und Interaktionen zu verbessern und so einem andauerndem Informations- und Erfahrungsverlust entgegenzuwirken. Somit ergeben sich besonders im Bereich der Vernetzung aller Entwicklungs- und Produktionsschritte von interdisziplinären Konzepten über den Produktionsprozess, die Produktnutzung hin zur schlussendlichen Entsorgung, zu entwickelnde Handlungsfelder im Bereich von Produktdaten- und Prozessmodellen.

Die Anwendungen im Fakultätsschwerpunkt Smart Engineering setzten hierbei schon in den Planungsprozessen der Produktentwicklung an. Grund dafür ist, dass hierbei bereits mit der Strukturierung und den damit verbundenen Informationsmodellen unter Berücksichtigung möglicher Randbedingungen begonnen wird. Dieses digital geprägte Entwicklungsvorgehen führt schließlich zur Qualifizierung und Vernetzung von Produktions- und Modellierungsprozessen sowie der Automatisierungstechnik. Grundlage hierfür ist es eine klare Kommunikation zwischen Teilprozessen und Produktionsanlagen sicherzustellen. Hauptherausforderung ist in diesem Zusammenhang wahrscheinlich eine sichere Kommunikation zu mobilen Komponenten der Produktion.

Schlussendlich umfasst das Smart Engineering die Integration von Produktentwicklung, Produktionsplanung und Produktionssteuerung zur schnellen marktreifen Umsetzung innovativer Produktideen und damit die Wertschöpfung durch ein digital geprägtes Entwicklungsvorgehen. Wichtig hierbei ist die Entwicklung eines PLM-Konzeptes (PLM: Product Lifecycle Management) zur Erfassung des gesamten Produktlebenszyklus und somit zur Verbesserung der Produktivität, Qualität und Zuverlässigkeit über alle Prozessgrenzen hinweg.