Die Materialforschung umfasst ein breites Spektrum von Funktions- und Strukturmaterialien. Sie beinhaltet die Untersuchung und Weiterentwicklung von Prozessen zu deren Herstellung, Umformung und Modifikation, die Analyse der entsprechenden maßgeschneiderten Eigenschaften auf makroskopischer und mikroskopischer Ebene sowie die Integration von Materialien in Bauelemente und Systeme.

Die Materialbandbreite variiert von metallischen Werkstoffen über Hochleistungsbeton sowie oxidische Materialien wie zum Beispiel Keramik bis hin zu Polymeren und Kompositen aus diesen Materialien. Ein hoher Grad an Strukturkontrolle wird durch Bottom-up-Strukturierung mit nanoskaliger bzw. atomistischer Präzision erreicht. Verarbeitungsprozesse aufgrund von thermodynamischen und kinetischen Eigenschaften ermöglichen deterministische Selbststrukturierung. Die Forschungsansätze in Tailored Materials reichen von Grundlagen bis hin zur Anwendungsorientierung und bieten damit komplementäre Ansatzweisen für aktuelle Fragestellungen in Forschung und Entwicklung. Innerhalb dieses Spannungsbogens haben sich in der Fakultät bereits zuvor unterschiedliche Aspekte der Materialforschung mit hoher nationaler und internationaler Sichtbarkeit etabliert.

Es ist erklärtes Ziel des Fakultätsschwerpunkts, diese thematischen Bereiche zu verbinden, die bisherigen Stärken zusammenzuführen und damit die Grundlage für ein ganzheitliches Verständnis der Materialwissenschaften von der Nanostruktur über die Bedeutung von Grenzflächen bis hin zur Fertigungstechnik und Systemanwendung zu schaffen.

Der Schwerpunkt Tailored Materials ist eng assoziiert mit dem Profilschwerpunkt „Nanowissenschaften“ der Universität Duisburg-Essen und liefert wesentliche Beiträge zum übergreifenden Schwerpunkt „Materials Chain“ der Universitätsallianz Ruhr. In diesem Schwerpunkt spielen aber auch Fragestellungen von Nachhaltigkeit, Recycling und Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle. Durch die Erforschung energietechnischer Anwendungen neuer Materialien besteht eine enge thematische Anbindung an den Fakultätsschwerpunkt „Energy and Resource Engineering“.