Newsarchiv 2021

17.02.2021Dekanat für weitere 4 Jahre bestätigt

Im Rahmen der 101. Fakultätsratssitzung vom 3. Februar 2021 wurde das Dekanat der Fakultät für Physik einstimmig für weitere 4 Jahre bestätigt:
Dekan (oben links)
Prof. Dr. Michael Schreckenberg
Prodekan (oben rechts)
Prof. Dr. Horn-von Hoegen
Prodekan (unten links)
Prof. Dr. Rolf Möller
Studiendekan (unten rechts)
Prof. Dr. Hermann Nienhaus

18.01.2021WDR-Lokalzeit berichtet über die Mars-Forschung in der AG Wurm

Wie es auf unserem Nachbarplaneten Mars aussieht, interessiert wohl jeden - auch die JournalistInnen der Lokalzeit Duisburg. Deshalb waren sie zuerst in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Gerhard Wurm aus unserer Fakultät für Physik um sich deren neusten Experimente zur Atmosphäre auf dem Mars von Dr. Jens Teiser erklären zu lassen. Den Gegenbesuch als Studiogast beim WDR hat dann Gerhard Wurm übernommen.

Beitrag WDR-Lokalzeit

18.01.2021Nachruf auf Prof. Petr Braun

Am 27. Dezember des vergangenen Jahres verstarb Professor Petr Braun, langjähriges Mitglied der Arbeitsgruppen Haake und Guhr, nach kurzer schwerer Krankheit.

Petr Braun wurde 1943 in Novokaschirsk (Gebiet Moskau) geboren. Im Jahre 1960 begann er das Studium von Physik und Mathematik an der Staatlichen Universität Leningrad, das er 1965 mit dem Diplom abschloss. Er setzte seine Forschungen dort fort, wurde 1971 Kandidat und 1984 Doktor der Wissenschaften Physik und Mathematik.

Im Jahre 1993 wurde Petr Braun auf einen Lehrstuhl für theoretische Physik, insbesondere Quantentheorie, an der Staatlichen Universität Leningrad berufen, den er bis 2005 innehatte. Professor Fritz Haake lud ihn 2001 an die damalige Universität Essen ein. Geplant war ein längerer Besuch, daraus wurde ein Wechsel nach Essen, bzw. später Duisburg-Essen. Petr Braun war bis 2007 Mitglied zunächst der Arbeitsgruppe Haake, danach bis zu seinem Tode der Arbeitsgruppe Guhr.

Petr Braun war ein international bekannter theoretischer Atomphysiker mit tiefer Kenntnis aller Aspekte der Quantenmechanik. Legendär waren auch seine mathematischen Fähigkeiten, sowohl analytisch als auch numerisch. Er war sehr erfolgreich zunächst im SFB 237 "Unordnung und große Fluktuationen", dann von 2003 bis 2015 im SFB/TR 12 "Symmetries and Universality in Mesocopic Systems". Schnell wurde er ein führender Experte in semiklassischer Physik und trug wesentlich zur Begründung der Bohigas-Giannoni-Schmit-Vermutung bei.

Petr Braun war vielseitig interessiert und hochgebildet, weit über die Physik hinaus. Stets freundlich, den Studierenden hilfsbereit zugewandt und den Kollegen überall in der Welt ein hochgeschätzter Ansprechpartner, wird er uns in Erinnerung bleiben. Wir haben einen großen Forscher und liebenswerten Menschen verloren. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen.

Thomas Guhr

13.01.2021WDR-Lokalzeit berichtet erneut über unsere Fakultät - Bilanz: Das Corona-Semester

Die WDR-Lokalzeit Duisburg zieht Bilanz über das Coronasemester 2020/2021. Die Energy Science-Studierenden Carmen Zaitz und Eike Gilcher berichten über ihre Erfahrungen. Dr. Florian Mazur steht als Studiogast Rede und Antwort.

Beitrag WDR-Lokalzeit
© NASA/JPL-Caltech/MSSS

04.01.2021Alles auf Rot – EU-Projekt zum Marsstaub

Der Mars ist der direkte Nachbar zur Erde – karg und faszinierend zugleich. Vieles auf dem roten Planeten ist rätselhaft, etwa die großen Staub- und Eiswolken. Ein internationales Team, zu dem auch UDE-Physiker gehören, will einige dieser Wissenslücken schließen. Das Projekt RoadMap* wird von der EU über das Programm Horizon 2020 für drei Jahre mit rund 1,5 Mio. Euro gefördert.

Kaum ein anderer Planet unseres Sonnensystems ist der Erde so ähnlich wie der Mars, weshalb die Weltraumforschung sich besonders für ihn interessiert. Seit über 50 Jahren kundschaften Raumsonden und Lander den Mars aus. Richtig einladend ist er nicht: von Vulkanen und Kratern zerfurcht; auf dem Boden und in der Atmosphäre rostiger Staub. Es ist Eisenoxid, das die Oberfläche rot färbt.

„Die Vorstellung ist schon witzig, dass der Mensch nach dem Mond in absehbarer Zeit auch diesen Planeten betreten wird“, sagt Astrophysiker und Marsforscher Professor Gerhard Wurm. „Der Mars ist noch nah genug, um hinzukommen, und technisch machbar ist es auch, obwohl es in Sachen Atmosphäre und Temperatur hier und da etwas extrem ist. Kalt und sehr trocken ist es, und immer und überall ist Staub. Fürs Klima auf dem roten Planeten ist der viel wichtiger, als es der Staub für die Erde ist.“

Denn der Staub wird von atmosphärischen Winden um den Planeten verteilt und heizt in Form von Stürmen und Wolken das Marswetter auf oder kühlt es ab – je nach Jahreszeit. Zu wenig weiß man noch über diesen Kreislauf und auch über die Eigenschaften der Staubpartikel selbst. Wie beginnen, wachsen und enden Staubstürme, die manchmal den gesamten Planeten auf einmal einhüllen können? Wie beeinflussen die Verwirbelungen die Atmosphäre? Das sind zwei der Fragen, die im Projekt geklärt werden sollen.

Die Astrophysiker um Professor Wurm haben bereits zu marsianischen Staubteufeln geforscht – das sind besonders heftige Stürme, die bei gutem Wetter entstehen. „Wir werden untersuchen, wie sich kleine Einschläge auf der Marsoberfläche auswirken, wie Staub in die Atmosphäre gelangt und ob elektrische Aufladung auch auf dem Mars eine Rolle spielt. Denn diese kann auf der Erde in Staubstürmen imposante Blitze auslösen.“

Das UDE-Team wird dafür in Windkanälen, im irdischen Labor und wohl auch im Parabelflug unter echter Marsschwerkraft experimentiert. Die Gravitation ist nur ein Drittel so groß wie die der Erde. „Der Mars“, freut sich Prof. Wurm, „ist ein krasser Planet und für uns einfach ein supercooles Forschungsfeld.“

* RoadMap steht für „ROle and impAct of Dust and clouds in the Martian AtmosPhere“. Physiker und Ingenieure aus vier Nationen arbeiten zusammen. Sie kommen von der UDE, dem Königlich-Belgischen Institut für Weltraum-Aeronomie (BIRA-IASB), das auch die Projektleitung hat, von der dänischen Universität Aarhus sowie von zwei spanischen Instituten.

Im BIld:
Der NASA-Rover Curiosity auf dem Mars. Der Rover verfügt über Kameras und verschiedene Instrumente, um Gestein, Atmosphäre und Strahlung untersuchen zu können. Das Selfie stammt von Mitte November 2020.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Gerhard Wurm, Experimentelle Astrophysik, Tel. 0203/37 9-1641, gerhard.wurm@uni-due.de

Redaktion: Ulrike Bohnsack, Tel.0203/37 9-2429, ulrike.bohnsack@uni-due.de

Originalmeldung der UDE

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