Joachim Prinz läuft zwischen zwei anderen Läufer:innen eine Küstenstraße entlang.
© Pascal Baldus

UDE-Professor finisht bei WM auf Hawaii

Joachim, you are an Ironman!

Was für eine Leistung! 3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und ein Marathon bei Hitze und starkem Wind: BWL-Professor Joachim Prinz von der Universität Duisburg-Essen hat die Ironman-Weltmeisterschaft 2026 auf Hawaii in 10:41:05 Stunden gemeistert. „Es ist unbeschreiblich, über die Ziellinie zu laufen und zu hören: ‚Joachim, you are an Ironman!“, ist der 55-Jährige noch immer geflasht. 

Mit seiner Zeit war Prinz der viertschnellste Deutsche seiner Altersklasse. Mehr als 2.500 Triathlet:innen waren am Samstagmorgen (10. Oktober, Ortszeit) auf Hawaii am Start. „Ich bin superzufrieden. Verglichen mit 2018, als ich zum ersten Mal dabei war, war ich insgesamt nur 27 Minuten langsamer, und diesmal waren die Wetterbedingungen viel schlechter.“  
 
Dabei hatte Prinz schon vor dem Start mit einer Knöchelverletzung und einem Quallenstich zu kämpfen. Auch am Renntag lief zunächst nicht alles glatt. Heftiger Regen am Morgen sorgte für hohe Wellen auf der Schwimmstrecke. „Die mag ich“, sagt Prinz. Weniger angenehm war das Gedränge beim Massenstart: Arme, Beine und Körper überall – die berüchtigte „Waschmaschine“. Nach 1:23:50 Stunden hatte er die 3,86 Kilometer geschafft. 

Auf dem Rad warteten die nächsten Herausforderungen. Starke Seitenwinde, Unfälle und Reifenpannen bei anderen Athlet:innen sorgten für Anspannung. Dazu kam die pralle Mittagshitze. Auch Prinz hatte zu kämpfen: „Zum Glück konnte ich das Rad gut managen. Aber besonders die letzten 20 Kilometer waren hart.“ Nach 5:27:26 Stunden im Sattel ging es für ihn auf die Marathonstrecke. 

Dort brauchte er zunächst 14 Kilometer, um seinen Rhythmus zu finden. Doch bei Kilometer 23 wartete dann das berüchtigte „Tal der Tränen“: die Strecke rund um die Forschungsstation Energy Lab. In einem regelrechten Hitzekessel mussten die Athlet:innen acht Kilometer mit Steigungen bewältigen. „Leider ging es mir dort wie schon 2018 nicht besonders gut. Zum Glück aber erwischte mich der gefürchtete Mann mit dem Hammer nicht.“ Die letzten zwölf Kilometer brachte Prinz ohne größere Probleme hinter sich. 3:29:29 Stunden brauchte er für 42,2 km. 

Und dann kam der Moment, für den sich all die Strapazen gelohnt hatten: der Zieleinlauf. „Der war noch schöner als 2018 – vielleicht, weil ich nicht gedacht hätte, mich jemals wieder dafür zu qualifizieren. Die Konkurrenz bei den Ironman-Rennen ist inzwischen deutlich stärker geworden.“ 
 
Noch ist Prinz im Hawaii-Modus: „Ich genieße noch ein wenig die Wahnsinnsatmosphäre hier! Und dann freue ich mich auf meine Studierenden.“ 

 

Im Bild: Joachim Prinz (Mitte) während des Ironman auf Hawaii.

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