Von Italien bis Island
Aurora-Netzwerk tagt an der UDE
- 18.05.2026
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Vom 18. bis 21. Mai wird der Campus Duisburg zum Treffpunkt Europas: Hunderte Gäste aus den Partneruniversitäten des europäischen Hochschulnetzwerks Aurora kommen an die Universität Duisburg-Essen. Im Interview erklären die langjährigen Aurora-Wegbereiterinnen Petra Günther, Leiterin des International Office, und Prof. Dr. Barbara Buchenau gemeinsam mit Prof. Karen Shire, Ph.D., Prorektorin für Universitätskultur, Diversität und Internationales, warum Aurora für die Universität Duisburg-Essen weit mehr ist als ein Austauschprogramm.
Aurora ist an der Universität Duisburg-Essen vielen ein Begriff – doch was genau steckt dahinter?
Karen Shire:
Aurora ist ein Netzwerk europäischer Universitäten – von Island bis Italien. Gemeinsam arbeiten wir daran, einen europäischen Campus zu gestalten: mit gemeinsamen Lehrangeboten, intensiver Forschungskooperation und digitalen Infrastrukturen.
Was als EU-Initiative begann, hat sich inzwischen weit darüber hinaus entwickelt. Forschende, Studierende und Mitarbeitende gestalten heute Projekte auf transnationaler und europäischer Ebene, die klassische Austauschprogramme und bilaterale Kooperationen deutlich überschreiten. Der Mehrwert liegt in den erweiterten Perspektiven und Kompetenzen sowie in der stärkeren gesellschaftlichen Wirkung unserer Bildungs-, Forschungs- und Transferaktivitäten.
Im Netzwerk sind mehr als zehn Sprachen vertreten. Wie erleben Sie die Zusammenarbeit?
Petra Günther:
Die Arbeitssprache ist Englisch – aber natürlich treffen ganz unterschiedliche Kulturen und Arbeitsweisen aufeinander. Das macht die Zusammenarbeit manchmal herausfordernd, oft aber auch sehr menschlich. Ich erinnere mich an eine Konferenz in Österreich: Einige Teilnehmende dachten, sie besuchen ein klassisches Meeting – und standen plötzlich im Rahmen einer Exkursion gemeinsam auf einem Berg. Solche Momente verbinden.
Welche Geschichten entstehen durch Aurora in Forschung und Lehre an der UDE?
Barbara Buchenau:
Besonders beeindruckend sind die Entwicklungen, die wir bei Studierenden sehen. Zwei Studentinnen sind anfangs eher vorsichtig in internationale Aurora-Formate gestartet. Innerhalb von anderthalb Jahren haben sie an Workshops, Innovationsprojekten und europäischen Arbeitsgruppen mitgewirkt – und schließlich eigene Ideen auf internationaler Bühne präsentiert und sich als Co-Autorinnen einer Handreichung für Stadtverwaltungen in Europa beteiligt. Aurora bringt Forschende zusammen, die sich im wissenschaftlichen Alltag oftmals zu selten austauschen. Aus ersten Kontakten entstehen gemeinsame Projekte, internationale Netzwerke und große Förderanträge bei renommierten Forschungsförderern.
Was erwartet die teilnehmende Hochschulöffentlichkeit bei der Konferenz in Duisburg?
Petra Günther:
Die Konferenz hat vor allem den Charakter eines großen europäischen Arbeitstreffens. Gleichzeitig gibt es viele Gelegenheiten, einfach vorbeizuschauen und Aurora kennenzulernen. Ein Highlight für alle Hochschulangehörigen ist auf jeden Fall der Vortrag von Dr. Mai Thi Nguyen-Kim zum Thema Vertrauen in die Wissenschaft am 18. Mai in Duisburg.
Wie wird Aurora finanziert?
Karen Shire:
Die wichtigste Grundlage sind Fördermittel der Europäischen Union im Rahmen der „European Universities“-Initiative. Im aktuellen Förderzyklus 2024 bis 2027 erhält das gesamte Netzwerk mehrere Millionen Euro, auf die Universität Duisburg-Essen entfallen davon rund 1,68 Millionen Euro. Zusätzlich gibt es in Deutschland eine nationale Kofinanzierung durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Das ist ein großer Vorteil, weil wir dadurch langfristige Projekte aufbauen und Teams dauerhaft unterstützen können.
Weitere Informationen:
Hochschulangehörigen können sich zum Vortrag von Dr. Mai Thi Nguyen-Kim "Cutting through the noise: How to catch people's attention and build trust in the information age" anmelden. Die Plätze sind begrenzt: https://eveeno.com/aac2026opening
Zum Konferenzprogramm: https://www.uni-due.de/aurora/