Förderung für die Chemielehre
Mehr Datenkompetenz und digitale Werkzeuge
- 27.05.2026
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Die Chemieausbildung an der Universität Duisburg-Essen wird digitaler: Mit einer Förderung von knapp 100.000 Euro des Fonds der Chemischen Industrie baut die Fakultät ein neues Pflichtmodul zu Datenanalyse, digitalen Laborprozessen und Künstlicher Intelligenz auf. Studierende lernen dabei theoretische Grundlagen kennen und erleben in praxisnahen Laborversuchen, wie moderne Forschung digitale Werkzeuge nutzt.
Das neue Modul „Digitalisierung in der Chemie“ wird künftig verpflichtend für Studierende im Bachelorstudiengang Chemie ab dem vierten Semester sein; Studierende verwandter Fächer wie Water Science, Biologie oder Materialwissenschaften dürfen ebenfalls teilnehmen.
Zum Konzept der Fakultät gehören praxisnahe „Live-Labs“ mit Sensoren, Laborrobotern und Mini-Reaktoren. Letztere erfassen chemische Prozesse digital und werten sie automatisiert aus. „Studierende lernen so, wie moderne Forschungslabore arbeiten und wie Daten direkt aus Experimenten verarbeitet werden können“, erklärt Projektleiter Dr. Gerrit Renner, der das Modul mit seinem Team entwickelt. „Die digitalen Lehrmaterialien wollen wir offen zum Sommersemester 2027 bereitstellen, damit sie bundesweit in der Hochschullehre genutzt werden können“, ergänzt Dekan Prof. Dr. Torsten Schmidt das Konzept der Fakultät.
Insgesamt 19 Universitäten und vier Hochschulen profitieren von den rund 1,6 Millionen Euro, mit denen der Fonds der Chemischen Industrie die Lehre unterstützt. Ziel ist es, Studierende besser auf die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten chemisch-pharmazeutischen Industrie vorzubereiten. „Die ausgewählten Projekte überzeugen durch innovative Lehrkonzepte. Sie sind vielfältig, qualitativ stark und zeigen, wie sehr sich die Anforderungen im Chemiestudium verändern“, erklärt die Stiftung in ihrer Pressemitteilung.
Ein zentrales Element der Förderung ist die Eigenbeteiligung der Hochschulen: So wird die Universität Duisburg-Essen wie alle anderen geförderten Hochschulen zusätzlich zu den Mitteln des Fonds eigene Gelder in Höhe von 20 Prozent der Fördersumme bereitstellen.
Im Bild: Prof. Dr. Torsten C. Schmidt im Labor mit Doktorand:innen Sarah Rockel und Robert Marks.
Weitere Informationen:
Dr. Gerrit Renner, Fakultät für Chemie, Tel. 0201/18 3-6779, gerrit.renner@uni-due.de