Bessere Therapie gegen Lymphdrüsenkrebs
Essener Forschungsteam untersucht Schwachstellen von Tumorzellen
- von Martin Rolshoven
- 26.06.2026
Schnell wachsende Lymphome gehören zu den schwer behandelbaren Formen von Lymphdrüsenkrebs. Neue Immuntherapien haben die Behandlung zwar deutlich verbessert, dennoch profitieren viele Betroffene nicht dauerhaft von diesen Verfahren. Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen untersuchen deshalb im Zuge des Verbundprojekts ERASE, wie es Krebszellen gelingt, der körpereigenen Abwehr zu entkommen. Sie suchen gezielt nach Schwachstellen. Ihre Erkenntnisse sollen helfen, Immuntherapien so weiterzuentwickeln, dass sie dauerhaft wirksamer und gleichzeitig schonender sind. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Vorhaben für drei Jahre mit 1,58 Millionen Euro.
Das Verbundprojekt ERASE („Das Immun-Mikromilieu als Zielstruktur in der Behandlung aggressiver Lymphome“) wird von Prof. Dr. Christian Reinhardt, Direktor der Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation am Universitätsklinikum Essen, koordiniert. Gemeinsam mit Partner aus mehreren deutschen Krebszentren untersucht das Team, wie die Tumor-Mikroumgebung den Erfolg von Immuntherapien beeinflusst. Dazu analysieren die Forschenden Gewebe- und Blutproben von Patient, um besser zu verstehen, warum manche Lymphome auf die Behandlung ansprechen, andere jedoch Resistenzen entwickeln. Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der CAR-T-Zelltherapie. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich ihre Wirksamkeit durch gezielte Eingriffe in bestimmte Signalwege steigern lassen könnte.
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