Für den Crashtest bauen die Teams ein Fahrzeug, das besonders gut gegen einen Auffahr-Unfall geschützt ist.
© UDE/Nicolas Wöhrl

Von Crashtest bis Wasserrakete

Best of freestyle-physics zum Jubiläum

  • von Janina Balzer
  • 03.07.2026

Drei Monate hatten Schüler:innen der Klassen 5 bis 13 Zeit, anspruchsvolle technische Konstruktionen zu lösen. Jetzt steht endlich das große Finale vor der Tür! Der Wettbewerb freestyle-physics zieht seit 2002 jährlich über 2.000 Schüler:innen an die Universität Duisburg-Essen. Die Aufgaben sind vielseitig. Zur 25. Runde des Wettbewerbs gibt es die spaßigsten Tüftelaufgaben aus den vergangenen Jahren. Mit dabei: Crashtests, Papp-Katapulte und Wasserraketen.

Die Ideen werden vom 6. bis 10. Juli am Campus Duisburg der Universität Duisburg-Essen (UDE) präsentiert und von Teams aus der Physik – vom Doktoranden bis zur Professorin – bewertet. Dabei zählen nicht nur gute Ergebnisse, sondern auch besonders originelle Überlegungen. „Es ist jedes Jahr erneut verblüffend, wie kreativ die Kinder und Jugendlichen die Aufgaben mit einfachen Mitteln lösen“, sagt Physiker Dr. Andreas Reichert aus dem Organisationsteam des Wettbewerbs. „Dieses Mal treten bei den Wasserraketen auch die Studierenden und Profs in einer Sonderklasse an – sie werden es schwer haben, gegen die Kids einen Stich zu kriegen!“

Am 6. Juli ab 12 Uhr geht’s im Festzelt an der Ecke Forsthausweg/Carl-Benz-Straße los: Pro Disziplin werden die drei besten Lösungen ausgezeichnet, Sonderpreise gibt es für Kreativität. Ob ein Hafenkran in Schaschlik-Edition, Mausefallen-Boote, Crashtests, Papp-Katapulte oder Wasserraketen – bis Freitag, 10. Juli, steht einiges auf dem Plan:

Montag, 6. Juli: Duisburger Hafenkran, Schaschlik-Edition

Ziel ist es, einen stabilen Kran zu konstruieren – nur mit Schaschlikspießen und Gummibändern. Der fertige Kran muss einen freien Abstand von 40 cm überbrücken können und dabei ein Gewicht von 400 g tragen. Der Kran selbst soll möglichst wenig wiegen.

Dienstag, 7. Juli: Mausefallen-Boot

Hier gilt es, ein Boot zu bauen, das im Wasser eine Strecke von einem Meter möglichst schnell zurücklegt. Dazu nutzt es als Antrieb ausschließlich die mechanische Energie aus der gespannten Feder einer Mausefalle.

Mittwoch, 8. Juli: Crashtest

Aufgepasst, Wand im Weg! Für den Crashtest bauen die Teams ein Fahrzeug, das besonders gut gegen einen Auffahr-Unfall geschützt ist. Bei der Unfallsimulation soll ein mit Wasser gefüllter Pappbecher möglichst wenig Inhalt verlieren.

Donnerstag, 9. Juli: Papp-Katapult

Papier, Wellpappe, Papierkleber und Faden – diese Dinge müssen ausreichen, um ein Katapult zu bauen, das einen Tischtennisball möglichst weit schleudert. Entscheidend ist dabei außerdem auch, wie schnell die Schüler:innen wieder nachladen: Welches Team katapultiert den Ball innerhalb einer Minute am häufigsten hinter das Zielbrett?

Freitag, 10. Juli: Wasserrakete

Der jährliche Klassiker: Die Rakete wird mithilfe von einem Liter Wasser und Luftdruck gestartet. Die Wasserrakete, die am längsten in der Luft bleibt, gewinnt. Um die Flugzeit zu verlängern, können zum Beispiel Flügel oder Fallschirme verbaut werden.

Seit 2002 nehmen jährlich Schüler:innen aus NRW und über dessen Grenzen hinaus an den freestyle-physics teil. Wer die freestyle-physics noch nicht kennt, bekommt im Kurzvideo einen ersten Eindruck. Neben dem Wettbewerb gibt es außerdem auch ein Rahmenprogramm aus Laborführungen, Vorträgen und Experimentalpraktika.

Weitere Informationen:
https://www.freestyle-physics.de/index.php

Dr. Andreas Reichert, Mitorganisator der freestyle-physics, Tel. 0203/37 9-2032, andreas.reichert@uni-due.de

Redaktion: Janina Balzer, janina.balzer@uni-due.de

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