DAAD-Prime-Programm
Wie verändern Sand und Staub das Weltklima?
- von Dr. Alexandra Nießen
- 06.10.2026
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Wie wird sich das Klima der Erde verändern? Mit wie viel Sonne, Sturm, Regen oder Trockenheit müssen wir künftig rechnen? Das erforscht Dr. Leila Mahmoudi. Unterstützt wird sie dabei gleich doppelt: fachlich durch Dr. Eric Parteli von der Fakultät für Physik der Universität Duisburg-Essen und finanziell durch das PRIME-Förderprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) richtet sich mit dem Förderprogramm „Postdoctoral Researchers International Mobility Experience“ (PRIME) an überdurchschnittlich qualifizierte internationale Postdoktorand:innen aller Fächer und jeder Nationalität. Es fördert ihre Mobilität mit einer Stelle für 18 Monate an einer deutschen Hochschule. Finanziert wird sie durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Dr. Leila Mahmoudi (Universität Tabriz, Iran) möchte das weltweite Klima in einer Simulation darstellen. Sie nutzt dafür das Staubemissionsmodell, das Dr. Eric Parteli von der Universität Duisburg-Essen (UDE) entwickelt hat. „Wie und wo sich Staub und Sand in Umwelt und Atmosphäre verteilen, beeinflusst unser Klima“, so der UDE-Wissenschaftler. Die Emission von Staub sei physikalisch noch wenig verstanden. Partelis Modell bildet am Computer – vereinfacht gesagt – nach, wie der Wind winzige Staub- oder Sandteilchen vom Boden aufnimmt und in die Atmosphäre trägt.
Probleme von Staub und Trockenheit durch die Erderwärmung kennt die gebürtige Iranerin Mahmoudi aus ihrer Heimat gut. Ihren Forschungsaufenthalt zur Klimafrage wird die DAAD-Prime-Stipendiatin auf die UDE und die Universität Navarra (Spanien) aufteilen. Wieso das? „Dort kann ich die UDE-Simulation mit leistungsstarken Grafikprozessoren (GPU) beschleunigen. Die Universität Navarra ist bei der GPU-Simulation granularer Medien führend“, erklärt Dr. Leila Mahmoudi. Nach den ersten drei Monaten an der UDE wird sie ein Jahr in Spanien forschen und dann für drei Monate an die UDE zurückkommen. „Die Kombination der beiden Hochschulen ist für meine Untersuchung ideal.“
Weitere Informationen:
Dr. Eric Parteli, Fakultät für Physik, Arbeitsgruppe „Multiskalensimulation für Erdoberflächenprozesse“, Tel. 0203/37-9 4757, eric.parteli@uni-due.de
Dr. Leila Mahmoudi, leila.mhdi@gmail.com
Redaktion: Dr. Alexandra Nießen, alexandra.niessen@uni-due.de