Annemarie Bloch mit Studierende des Masterstudiengangs Sustainable Innopreneurship.
© UDE/Alexandra Roth

EIT-Projekt für Social Entrepreneurship

KI-Mentor unterstützt Studierende beim Gründen

Wie wird aus einer guten Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell mit gesellschaftlichem Mehrwert? Künstliche Intelligenz soll Studierende künftig auf diesem Weg begleiten. Die Universität Duisburg-Essen beteiligt sich dafür am neuen europäischen Projekt „AURORA seizmic EIT-KIC“. Gemeinsam mit Partner:innen* entwickelt sie eine bestehende Plattform zu einer KI-gestützten Mentoring-Umgebung weiter. Rund 4.000 Studierende in Europa sollen davon profitieren. Das Projekt wird für zwei Jahre mit knapp zwei Millionen Euro gefördert, rund 150.000 Euro gehen an die UDE.

„Wer eine Gründungsidee mit nachhaltigem Impact hat, steht vor vielen Fragen: Ist meine Idee tragfähig? Was ist der nächste Schritt? Hier soll der KI-Mentor unterstützen. Er liefert keine fertigen Antworten, sondern hilft Studierenden, zur richtigen Zeit die richtigen Fragen zu stellen, um ihre Ideen Schritt für Schritt weiterzuentwickeln“, erklärt Prof. Dr. Hannes Rothe, Projektleiter an der Universität Duisburg-Essen (UDE) und Professor für Sustainability & Innovation in Digital Ecosystems.

Grundlage dafür ist die bereits bestehende „seizmic APP“, die Studierende bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen und beim hochschulübergreifenden Austausch unterstützt. Im neuen Projekt wird sie zu einer KI-gestützten Mentoring-Umgebung weiterentwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei Social Entrepreneurship – also Gründungsideen, die unternehmerisches Handeln mit gesellschaftlichem Mehrwert verbinden, etwa in den Bereichen Klima- und Umwelttechnologien, Digitalisierung, nachhaltige Produktion und Gesundheit.

Vom Seminar ins Gründungsnetzwerk

An der UDE können Pilotnutzer:innen die neuen KI-Angebote voraussichtlich ab Frühjahr 2027 testen. Im Sommersemester 2027 wird der KI-Mentor unter anderem in den Kurs „Entrepreneurship with Purpose“ integriert, der Bachelorstudierenden aller Fachrichtungen offensteht.

„KI kann wertvolle Impulse geben, aber eine gute Gründung entsteht nicht allein am Bildschirm. Entscheidend ist der Austausch mit Menschen aus anderen Fachrichtungen, mit erfahrenen Coaches und Partnern aus der Gesellschaft. Genau diese Verbindung wollen wir schaffen“, so Rothe weiter. Dabei arbeitet die UDE unter anderem mit dem Impact-Inkubator Anthropia, dem Place Beyond Bytes und GUIDE zusammen. Über europäische Programme erhalten Gründungsinteressierte Zugang zu internationalen Netzwerken, Mentor:innen und möglichen Anschlussfinanzierungen. Die App soll zudem Studierende über Hochschul- und Ländergrenzen hinweg vernetzen und bei der Bildung interdisziplinärer Gründungsteams unterstützen.

Im Projekt leitet die UDE gemeinsam mit der Palacký-Universität Olmütz das Arbeitspaket zum Wissenstransfer. Dazu gehören die Kommunikation, der Austausch mit relevanten Akteur:innen sowie die Aufbereitung von Fallbeispielen und Erfahrungen aus dem Projekt. So sollen die entwickelten Ansätze später auch für andere Hochschulen und Netzwerke nutzbar werden.

*Das von der Copenhagen Business School koordinierte Projekt läuft vom 1. September 2026 bis zum 31. August 2028. Beteiligt sind europäische Hochschulen der AURORA. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der EIT Higher Education Initiative des European Institute of Innovation and Technology (EIT). Sie ist das einzige europäische Förderprogramm, das sich gezielt der Stärkung von Innovation und Unternehmertum in der Hochschulbildung widmet.

Im Bild: Annemarie Bloch mit Studierende des Masterstudiengangs Sustainable Innopreneurship.

Lehrende auf dem Bild: Annemarie Bloch

Weitere Informationen:
Einen Überblick über die Lehrangebote gibt es hier: https://innopreneurship.de/zertifikat/

Prof. Dr. Hannes Rothe, Sustainability and Innovation in Digital Ecosystems / PBB, hannes.rothe@ris.uni-due.de

Redaktion: Jennifer Meina, Tel. 0203 379-1205, jennifer.meina@uni-due.de

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