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Joachim Prinz finisht in 10:13:29 Stunden

Eisenhart

von Ulrike Bohnsack | 15.10.2018 | Campus|Zur Person|Presseinfo

Er hat’s geschafft, und in was für einer tollen Zeit: Nach zehn Stunden und sechzehneinhalb Minuten lief Joachim Prinz beim Ironman auf Hawaii über den roten Teppich ins Ziel. „Das war einfach ein atemberaubendes Gefühl“, sagt der BWL-Professor immer noch glücksberauscht. Auf Platz 804 hat der 47-jährige das Event beendet; damit liegt er bei den Männern im guten Mittelfeld. Insgesamt waren 2481 Teilnehmer/innen gemeldet, 2306 kamen ins Ziel.

„Oh je, mir geht die Düse“, hatte Prinz kurz vor dem Start gesagt. Da hatte der Hawaii-Neuling noch 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen vor sich. Wie würde er mit den Wellen, dem Wind und der Hitze klarkommen? Der Ironman auf Big Island gilt wegen der widrigen Bedingungen als der härteste weltweit. Und würde sein Rad halten? Die defekte Schaltung hatte nur provisorisch geflickt werden können.

Alles lief gut. Auf Platz 210 seiner Altersklasse lag Joachim Prinz nach dem Schwimmen, seiner schwächsten Disziplin. Als 195. sprang er vom Rad und hinein in die Laufschuhe. Marathon, der liegt ihm. Und doch grüßte der Mann mit dem Hammer gerade dann, als er sich über den heißen Asphalt kämpfte. „Bei Kilometer 25 hatte ich einen echten Einbruch, die Beine wurden schwer; glücklicherweise konnte ich mich wieder fangen“, berichtet Prinz. Von der Krise bekam sein Lehrstuhl nichts mit. Der fieberte in Duisburg über den Tracker mit, wie der drahtige Professor nach und nach 68 Plätze gut machte.

Einmal am Ironman auf Hawaii teilnehmen, hatte sich Joachim Prinz immer gewünscht. Warum eigentlich nicht ein zweites Mal?