Die drei Antragstellerinnen Altenstädter, Jochimsen und Hinney
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Scoping Workshop zur Geschlechterforschung

Vom Reden zum Handeln

  • von Birte Vierjahn
  • 13.03.2026

Einen Workshop zur Zukunft der Gender Studies richtet das Essener Kolleg für Geschlechterforschung der Universität Duisburg-Essen vom 1. bis zum 3. Juli 2026 aus. Unter dem Titel „Next Generation Gender Studies“ entwickeln rund 30 Fachleute eine konkrete Handlungsagenda zur nachhaltigen Stärkung und institutionellen Verankerung des Feldes. Die VolkswagenStiftung fördert die Veranstaltung, die im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover stattfinden wird.

Die Geschlechterforschung steht vor zwei zentralen Herausforderungen: Politisch motivierte Angriffe stellen ihre Legitimität infrage, gleichzeitig treffen unsichere Beschäftigungsverhältnisse vor allem Forschende am Beginn ihrer Laufbahn. Beides schwächt das Feld und erschwert seine Verankerung an Hochschulen.

Im Workshop „Next Generation Gender Studies: Interdisziplinäre Zukunftsthemen und Forschungsnetzwerke für Early Career Forschende“ arbeiten Forschende verschiedener Disziplinen und Karrierestufen mit Vertreter:innen aus Hochschulleitung, Wissenschaftsmanagement, Kommunikation und Forschungspolitik zusammen. Ihr Ziel ist es, eine „Handlungsagenda Geschlechterforschung“ zu erarbeiten, die konkrete Maßnahmen in drei Bereichen empfiehlt: Schutz- und Stärkungsmechanismen für Early Career Forschende, Strategien für Sichtbarkeit und Anerkennung des Forschungsfeldes sowie inter- und transdisziplinäre Netzwerke. Darüber hinaus werden Forschungsfragen priorisiert und Kooperationsinitiativen vorgeschlagen.

Das Positionspapier wird über die nationale Ebene hinaus wegweisend sein, erwarten die drei Antragstellerinnen Dr. Maren A. Jochimsen, Prof. Dr. Anke Hinney und Dr. Lara Altenstädter: „Mit dem Projekt leistet die interdisziplinäre Geschlechterforschung an der UDE einen sichtbaren Beitrag zur Sicherung des Forschungsfeldes auch jenseits unserer eigenen Universität. Wir erwarten, dass unsere Agenda verbindliche Impulse für strukturelle Veränderungen setzt. Ziel muss es sein, die Rahmenbedingungen für Wissenschaftskarrieren in der Geschlechterforschung über einzelne Universitäten hinaus nachhaltig zu verbessern und bestehende Ungleichheiten wirksam abzubauen.“

Die Veranstaltung wird als Scoping Workshop von der VolkswagenStiftung gefördert.

Im Bild: Die drei erfolgreichen Antragstellerinnen vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG): Dr. Lara Altenstädter, Dr. Maren A. Jochimsen und Prof. Dr. Anke Hinney.

Weitere Informationen:
Dr. Maren A. Jochimsen, Geschäftsführerin des EKfG, Tel. 0201/18 3-4552, maren.a.jochimsen@uni-due.de

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