24. Duisburger KWK-Symposium
Zwischen Klimaschutz und Versorgungssicherheit
- 03.06.2026
Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) steht vor einem grundlegenden Wandel: Künftig sollen KWK-Anlagen nicht mehr überwiegend im Dauerbetrieb laufen, sondern flexibel eingesetzt werden, um Versorgungslücken während sogenannter Dunkelflauten abzusichern. Beim 24. Duisburger KWK-Symposium am 10. Juni im Fraunhofer inHaus-Zentrum diskutieren daher Fachleute aus Energiewirtschaft, Wissenschaft und Politik,
Um die Kraft-Wärme-Kopplung zukunftsfähig zu machen, müssen fossile Brennstoffe schrittweise durch klimaneutrale Alternativen wie Biomethan oder Wasserstoff ersetzt werden. Gleichzeitig verändert sich die Betriebsweise der Anlagen grundlegend, macht der Bundesverbands Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) deutlich. Vorstandsmitglied Othmar Verheyen, der das Symposium für die Universität Duisburg-Essen mitorganisiert, erklärt dazu: „KWK-Anlagen laufen künftig nicht mehr dauerhaft, sondern sollen gezielt dann einspringen, wenn Wind- und Solarstrom fehlen – etwa während sogenannter Dunkelflauten. Dadurch können sie einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.“
Eröffnet wird das Symposium von Dr. Harry Hoster, Professor für Energietechnik an der Universität Duisburg-Essen, sowie von Andreas Rimkus (B.KWK-Präsident) und Barbara Minderjahn (Hauptgeschäftsführerin B.KWK). Die anschließenden Vorträge und Diskussionen befassen sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: So geht es unter anderem um die Rolle der KWK im zukünftigen Strommarktdesign und um die Förderung von Wärmenetzen und Wärmeinfrastrukturen. Außerdem wird erörtert, welche Bedeutung Fernwärme im Zuge der Energiewende haben wird und welche Potenziale Biogas und Biomethan für die Wärme- und Stromversorgung bieten. Weitere Vorträge widmen sich der Dekarbonisierung von Fernwärmesystemen sowie dem Einsatz von Mikrogasturbinen in industriellen Anwendungen.
Anmeldung: https://www.bkwk.de/veranstaltungen/duisburger-kwk-symposium-2026/
Weitere Informationen:
Othmar Verheyen, Lehrstuhl für Energietechnik, verheyen@uni-due.de