Workshop Anmeldung
Workshop mit Nejra Dedić-DemirovićPolitische Bildung goes Social Media
Freitag, 17. Juli 2026 10-14.30 Uhr im IZfB Raum (S06 S00 A40)
Wie können Forschungsergebnisse und wissenschaftlich fundierte Konzepte im Bereich Politische Bildung sichtbar gemacht werden? (Wie) Werden soziale Medien zu einem Resonanzraum in der Forschung in der politischen Bildung? Welche Potentiale und Risiken bestehen in der Nutzung sozialer Medien in der politischen Bildung? Im Workshop diskutieren wir diese Fragen unter den Anwesenden in verschiedenen Formaten.
Nejra Dedić-Demirović bereichert die Diskussion als in sozialen Medien aktive Expertin aus dem Feld der politischen Bildung und Bildungsforschung. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Dortmund im Feld der Rassismuskritischen Sozialen Arbeit, Lehrbeauftragte in der AG Politische Bildung/Erwachsenenbildung und promoviert an der TU Dortmund zu Bildungsaufstiegen. Nejra Dedić-Demirović ist aktive Produzentin von Social Media Content im Bereich politische Bildung und nutzt Social Media in unterschiedlichen Zusammenhängen in ihrer Forschung.
Die Diskussion mit Nejra Dedić-Demirović verbinden wir mit einem Science-Speed-Format, wo wir gemeinsam mit Interessierten diskutieren, wie zentrale Befunde unserer Forschung und Lehrpraxis im Bereich der politischen Bildung pointiert und zielgruppengerecht aufbereitet und dargestellt werden können.
Mit dem Workshop sprechen wir Wissenschaftler*innen und Interessierte im Bereich politische Bildung an, die sich angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung neue Arenen der Dissemination und des Transfers von Forschungsergebnissen erschließen wollen. Das Format zielt auf die Qualifizierung, aber auch die kritische Reflexion von Sozialen Medien als Resonanzraum politischer Bildung. Angesichts von gesellschaftlicher Polarisierung, rechtsextremer Raumnahme und Verrohung öffentlicher Debatten muss sich auch die wissenschaftliche Arbeit im Bereich Politische Bildung klar positionieren und ihre Befunde, Einsichten und Prinzipien einem breiteren Publikum vertraut machen. Die rechtsextreme Vereinnahmung von Debatten um Migration, Neutralität in der Bildungsarbeit, Frühsexualisierung oder Wissenschaftsfreiheit nicht zuletzt in den Sozialen Medien zeigt, dass dieser Raum demokratische Stimmen braucht. Diese Sichtbarmachung und Verbreitung der eigenen Forschung im Bereich der politischen Bildung kann aber mit Herausforderung und Unsicherheiten für die Wissenschaftler*innen einhergehen, insbesondere, wenn es um die Thematisierung gesellschaftspolitischer Forschungsinhalte geht, deren Resonanz in der Gesellschaft und somit auch in den Sozialen Medien umkämpft ist. Somit bleibt zu reflektieren, dass die verkürzten Darstellungsformen und die Exposition von Forschenden in Sozialen Medien Risiken bergen. Diese unterschiedlichen Perspektiven wollen wir im Workshop aufgreifen und zusammenbringen.
Ablauf:
10-11.15 Uhr: Thematische Einführung und Interview mit Nejra Dedić-Demirović
- Einführung und Vorstellung
- Diskussion zu politischer Bildung und Social Media
Erfahrungen mit Politischer Bildung auf Social Media mit Nejra Dedić-Demirović
11:30-12.30 Uhr: Speed Science – die eigenen Inhalte in Social Media bringen
- Elevator Pitch zu Themen, Befunden und Arbeiten von Teilnehmenden (2-3 Min pro Person) – Diskussion der Darstellung auf Social Media
12.45-13.45 Uhr: Thementische zur konkreten Fragen und Herausforderungen der Gestaltung von Social-Media Content
- Austausch zu spezifischen Themen (Darstellungsformate, Zielgruppenspezifik, Zeitbudget und Ressourcen, Vulnerabilität der Social Media Schaffenden, Influencer vs. kollektive Profile)
14.00-14.30 Uhr: Zusammenführung und Ausblick
- Wie hat sich die Perspektive auf Social Media mit dem Workshop entwickelt? Welche Möglichkeiten sehen wir? Welche Ressourcen werden benötigt?
Eingeladen sind Forschende, Masterstudierende aus dem weiteren Feld der politischen Bildungsarbeit und Bildungsforschung. Bitte melden Sie sich bei Interesse an einer Teilnahme bis zum 25. Juni 2026 hier an.
Bitte geben Sie dabei auch an, ob Sie sich mit eigenen Ideen und Fragen am Speed-Science-Format beteiligen möchten.