Schul- und Unterrichtsentwicklung

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Interview mit den beiden Sprecherinnen des IZfB-Forschungsschwerpunkts Schul- und Unterrichtsentwicklung:

Prof. Dr. Isabell van Ackeren und Prof. Dr. Kerstin Göbel

Aufgenommen anlässlich der Vorstellung des IZfB und seiner Forschungsschwerpunkte im Rahmen des virtuellen Tags der offenen Tür der GEBF:
Inside Empirische Bildungsforschung, am 29.10.2021
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Nächste Termine:

  • Schwerpunkttreffen:
    08.April.2022, 9:00 - 12:00 Uhr (Möglichst in Präsenz in S06 S00 A40)
  • Workshop Unterrichtsqualität
    in Planung für Frühjahr 2022

Was zeichnet den Schwerpunkt Schul- und Unterrichtsentwicklung aus?

Aktuell arbeiten schon circa 35 Wissenschaftler:innen aktiv im Schwerpunkt mit. Der Schwerpunkt ist interdisziplinär aufgestellt und die Mitglieder kommen aus den Bildungswissenschaften und den Fachdidaktiken, also sowohl aus der Erziehungswissenschaft, der Soziologie und der Psychologie als auch aus den Didaktiken der Naturwissenschaften, den Sprachwissenschaften sowie der Sozial- und Politikwissenschaften.

Der Schwerpunkt vereint Forschung

  • zur Systemebene (politische und administrative Gestaltung),
  • zur Einzelschulebene (organisationale Entwicklung, auch im sozialräumlichen Kontext),
  • zur Unterrichtsebene und zu weiteren Lehr-Lern-Settings (individuelle und interaktionale Prozesse) sowie
  • zu den Bezügen zwischen den Ebenen.

Die Mitglieder des Forschungsschwerpunkts Schul- und Unterrichtsentwicklung im IZfB realisieren

  • empirisch fundierte,
  • methodisch vielfältig ausgerichtete,
  • evidenzbasierte Analysen

im Kontext von Schule und Unterricht einschließlich auch außerunterrichtlicher Lehr-Lern- und Bildungsszenarien. Es geht also ausgehend von der Institution Schule nicht nur um formale, sondern auch um non-formale und informelle Lerngelegenheiten und damit um einen sehr breiten Blick auf Schule, Unterricht und das schulische Umfeld. Dieser Blick umfasst auch die Professionalisierung des schulischen und außerschulischen Personals. Dabei werden auch Übergänge in die Schule bzw. von Schule in andere institutionelle Settings in den Blick genommen.

Was steht aktuell im Mittelpunkt der Forschung?

Übergreifende Forschungsthemen, die im Schwerpunkt adressiert werden, sind beispielsweise Fragen

  • der Steuerung und Governance von Bildungssystemen,
  • der Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit,
  • der Vernetzung der Schulen mit ihrem Umfeld,
  • der Qualität und Entwicklung von Unterricht,
  • der Professionalisierung von Lehrpersonen sowie
  • nach der Gestaltung von Lehr-Lern-Formaten in der Schule und der Lehrkräfteausbildung.

Den Mitgliedern des Schwerpunkts geht es dabei besonders um eine fächerübergreifende Kooperation. 

Beispielhafte Projekte im Kontext großer Verbundvorhaben

Zum Beispiel arbeiten Kolleg:innen im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der Entwicklung von videogestützten Lehr-/Lernformaten für die Lehramtsausbildung (https://www.uni-due.de/proviel/skillslabs-startseite/caselab/). Forschende des Schwerpunkts sind auch im NRW-weiten Verbundprojekt ComeIn (Communities of Practice NRW für eine Innovative Lehrerbildung) beteiligt. In diesem Projekt treiben alle Phasen der Lehramtsbildung gemeinsam die Vermittlung digitalisierungsbezogener Kompetenzen an angehende und praktizierende Lehrer*innen mit Hilfe der Entwicklung und Beforschung von OER voran. Weitere Beispiele im Hinblick auf den Fokus Unterricht beziehen sich auf Fragen der Unterrichtsqualität sowie auf Fragen der fächerübergreifenden Ansätze zum sprachsensiblen Fachunterricht.

Zudem arbeiten Kolleg:innen aus den Bildungswissenschaften, Geisteswissenschaften (DAZ/DAF), Mathematik und den Gesellschaftswissenschaften im Bund-Länder-Projekt Schule macht stark (SchumaS;  https://www.uni-due.de/unterrichtsentwicklung/schumas.php)  in begleitendem Forschungsverbund an der Schnittstelle von Praxis, Bildungsadministration und Forschung mit, an dem bundesweit 13 Einrichtungen und Universitäten beteiligt sind. Themen sind die Schulentwicklung und Führung sowie das außerschulische Lernen und die Vernetzung von Schule im sozialen Umfeld. Außerdem geht es um die Förderung von Kompetenzen in Mathematik und in der Sprachbildung sowie um die Qualifizierung der Lehrkräfte im Umgang mit besonderen Bedingungen an Schulen in sozial herausfordernden Lagen. Hierzu liegen in der Metropole Ruhr vielfältige Erfahrungen vor. Dabei kooperieren wir im Rahmen der Universitätsallianz Ruhr auch mit Kolleginnen und Kollegen der Universitäten Bochum und Dortmund.

Zielstellungen des Schwerpunkts Schul- und Unterrichtsentwicklung

  • Grundsätzlich möchte wir weiter gemeinsame Verbundprojektentwicklungen anstoßen und gemeinsame Publikationsvorhaben entwickeln, sowohl digital als auch analog, insbesondere auch in open access-Formaten.
  • Aber genauso geht es uns auch um Transfer und Dialog: Der Schwerpunkt soll die Vernetzung von unterschiedlichen Akteuren im Bildungskontext gestalten: Universität / Wissenschaftler:innen, Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) / Lehrpersonenausbildner:innen, Lehrkräfte, Bildungsmanagement und Bildungspolitik.
  • Wir möchten einen systematischeren Dialog zwischen Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen entwickeln und dafür geeignete Kommunikationsformaten finden.
  • Wir möchten weitere Synergieperspektiven im Hinblick auf die universitäre Lehrkräftebildung an der UDE identifizieren und weiterentwickeln.

Am Forschungsschwerpunkt beteiligte Forscher*innen

Für den Schwerpunkt verantwortlich:

Alle Beteiligten:

  • Prof. Dr. H. J. Abs
  • Dr. Laura Beckmann
  • Prof. Dr. Thomas Bienengraeber
  • Julia Boente
  • Dr. Rene Breiwe
  • Prof. Dr. Marten Clausen
  • Dr. Kim Diebig
  • Dr. Manuela Endberg
  • Claudia Forkarth
  • Bernd Frankemoelle
  • Prof. Dr. Kerstin Göbel
  • Prof. Dr. Inga Gryl
  • Joel Guttke
  • Prof. Dr. Hendrik Haertig
  • Frederik Heyen
  • Dr. Stefanie Kötter-Mathes
  • Dr. Helene Kruse
  • Dr. Anke Liegmann
  • Prof. Dr. Ingelore Mammes
  • Prof. Dr. Sabine Manzel
  • Sinja Mueser
  • Dr. Katharina Neuber
  • Zuzanna Preusche
  • Monique Ratermann-Busse
  • Dr. Sarah Rau-Patschke
  • Prof. Dr. Thomas Retzmann
  • Prof. Dr. Mathias Ropohl
  • Dr. Sabrina Rutter
  • Prof. Dr. Sybille Stoebe-Blossey
  • Prof. Dr. Isabell van Ackeren
  • Rijana van Bebber
  • Prof. Dr. David Wiesche
  • Prof. Dr. Eva Wilden
  • Frank Zischke

Vernetzung und Austausch

Um die Vernetzung innerhalb der Gruppe zu erleichtern, wurde eine Plattform in Moodle angelegt. Diese dient zunächst der internen Vorstellung aller in diesem Bereich Forschenden, die an Kooperationen interessiert sind. In einer Datenbank werden die Forschungsprofile mit den für den Bereich Schul-und Unterrichtsentwicklung relevanten Projekten und Veröffentlichungen hinterlegt. Diese Informationen werden aufbereitet und in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht.
Alle an einer Kooperation innerhalb des Schwerpunkts interessierten IZfB-Mitglieder können sich gerne an die Geschäftsstelle wenden um einen Zugang zur Moodleplattform und weiteren Informationen zu erhalten.

Erstes Treffen

Ein erstes Schwerpunkttreffen fand am 15.07.2020 um 17.00 Uhr im Rahmen eines Zoom Meetings unter der Leitung von Kerstin Göbel & Isabell van Ackeren statt. Es haben insgesamt 24 Bildungswissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Fakultäten teilgenommen und es wurde  vereinbart, eine gemeinsame Moodle-Plattform zur Vernetzung zu entwickeln.

Weitere Treffen folgen und werden jeweils auf dieser Seite (s.o.) angekündigt.

Moodle Plattform

Dieser Bereich dient dem Austausch aller am Forschungsschwerpunkt "Schul- und Unterrichtentwicklung" interessierten IZfB-Mitglieder.

Um die Vernetzung zu erleichtern, wurde eine Plattform in Moodle angelegt. Zunächst ist die Vorstellung aller in diesem Bereich Forschenden, die an Kooperationen interessiert sind, geplant. Dazu können in einer Datenbank Forschungsprofile mit den für den Bereich Schul-und Unterrichtsentwicklung relevanten Projekten und Veröffentlichungen hinterlegt werden. Zusätzlich soll eine Übersichtstabelle ermöglichen aktuell laufende Projekt thematisch zu verorten.

Alle an einem Zugang zur Plattform Interessierten können sich gerne an die Geschäftsstelle wenden.

Interesse an der Plattform?