Posterausstellung Tag der Bildungsforschung 2026
In dieser digitalen Posterausstellung finden Sie eine Liste aller 55 Poster auf denen Mitglieder des IZfB und des IBW in Basel beim Tag der Bildungsforschung 2026 ihre aktuellen Projekt vorstellen.
Die Poster sind in alphabetischer Reihenfolge der Erstautorinnen und -autoren sortiert.
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Amely, Cano Schwerpunkt(e)
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Gesundheitspraktiken in Kindertageseinrichtungen: Eine Ethnographie über Verschränkungen von Essen und Gesundheit im frühpädagogischen AlltagDas Poster präsentiert ein Promotionsvorhaben, in dem der Frage nachgegangen wird, wie Gesundheit im Kontext von Essenssituationen im alltäglichen Tun von Fachkräften und Kindern thematisiert, aufgenommen sowie verhandelt wird und damit zu einem (früh-)pädagogischen Gegenstand avanciert. MehrObwohl pädagogische Institutionen zunehmend als verantwortliche Instanzen der Gesundheitsbildung und -erziehung betrachtet werden (vgl. Schmidt 2020; Schorb 2015: 307; Methfessel et al. 2016; Viernickel/Voss 2016), beschäftigen sich nur wenige Studien mit dem Essalltag in Kindertageseinrichtungen und dessen Verschränkung mit gesundheitsbezogenen Anliegen. Hier knüpft die Dissertation an und dabei sollen im Poster kurz das Forschungsdesign, die Datenerhebung sowie -auswertung und erste daran anschließende Befunde skizziert werden. Um Gesundheitspraktiken exemplarisch nachzuzeichnen, sollen abrundend besonders relevante Situationen anhand ausgewählter, ethnographischer Protokollauszüge vorgestellt werden.
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Barsuhn, Ira Eileen Schwerpunkt(e)
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Sprachbildung durch digitale Lernvideos im Chemieunterricht – Eine Intervention zur Einführung fachlicher Konzepte in der Sekundarstufe IMehr
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Beck, Nathalie; Ropohl, Mathias; van Vorst, Helena Schwerpunkt(e)
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Förderung der Unterrichtsplanungskompetenz für inklusives forschendes Lernen mittels VignettenDas Promotionsvorhaben hat zum Ziel die Unterrichtsplanungskompetenz für inklusives forschendes Lernen von Lehramtsstudierenden des Faches Chemie mittels Vignetten zu fördern. MehrDie dazu entwickelten schriftlichen Vignetten adressieren den Zusammenhang von Schüler:innenvoraussetzungen, Barrieren und didaktischen Anpassungen zum Barrierenabbau. Evaluiert wurden die Vignetten mit Lehramtstudierenden (N = 68) des Faches Chemie in einer Intervention im Kontrollgruppendesign und einem Pre-Post-Testesign. Die Auswertung der offenen Antworten erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse. Die Analyse ergibt, dass die Vignetten die Wahrnehmung von Barrieren und relevanten Schüler:innenvoraussetzungen sowie das Entscheiden über didaktische Anpassungen zum Barrierenabbau fördern. Das Interpretieren relevanter Szenenanspekte als dritte Anforderung der Planungskompetenz wird hingegen nicht gefördert. Die Ergebnisse zeigen das Potenzial der Vignetten für die Lehrkräftebildung und die Vorbereitung von Studierenden auf die Umsetzung inklusiven Unterrichts.
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Berberich, Josephine Schwerpunkt(e)
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Datenbasierte Argumente zu Plastikmüll am Strand in der Grundschule kritisch reflektieren lernenMehr |
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Bilgi, Fatma; Pfaff, Nicolle Schwerpunkt(e)
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Kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche in der Migrationsgesellschaft. Migrant*innenorganisationen zwischen Indienstnahme und MisstrauenMigrant*innenorganisationen (MO’s) stellen bedeutsame non-formale Bildungsräume für Kinder und Jugendliche in modernen Migrationsgesellschaften dar. MehrIhre Arbeit bezieht sich auf die Bereiche der musisch-ästhetischen, der sprachlich-literarischen und der gemeinschaftsorientierten politischen Bildung (Bilgi et. al. i.E.). Das Poster präsentiert empirische Befunde des Verbundprojekts BiKuMIG (https://www.uni-due.de/biwi/bikumig/), in dem die kulturelle Bildungsarbeit von MO’s im Kontext ihrer institutionellen und kommunalen Anerkennungsverhältnisse untersucht wird. Neben der Typologie der Bildungsorganisationen stellt das Poster zwei habituelle Orientierungen von kommunalen Stakeholdern vor, mit denen MO’s in ihrer Arbeit konfrontiert sind: Indienstnahme und Misstrauen. |
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Bilgin, Mustafa; Aslan, Sinan; Ünal, Kaan Schwerpunkt(e)
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Be-greifbare Algorithmen: Inklusives Programmieren mit ScratchJr Tactile als Basis nachhaltiger digitaler TeilhabeDas Poster präsentiert ein inklusives Workshop-Konzept, das informatische Basiskompetenzen an der Schnittstelle von theoretischem Wissen und praktischem Handeln vermittelt. MehrZielgruppe sind Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Sehen (Primar- und Sekundarstufe I). Durch den Einsatz von ScratchJr Tactile werden abstrakte Konzepte wie Algorithmik und Sequenzierung haptisch explorier- und be-greifbar. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes wird im Rahmen einer Begleitforschung unter Anwendung eines Mixed-Methods-Designs (Fragebogen zur Selbstwirksamkeit und Motivation, systematische Prozessbeobachtung sowie qualitative Interviews) evaluiert. Die Resultate legen dar, dass die haptische De-Abstraktion, beispielsweise durch lebensweltnahe Analogien, nicht nur das Fachwissen konsolidiert, sondern aktiv Barrieren und Schwellenängste reduziert. Indem das Projekt einen haptisch-analogen Zugang zu informatischen Konzepten eröffnet, demonstriert es, wie digitale Bildung durch zielgerichtete Methodenerweiterung von der visuell dominierten Norm abweichen und damit Zugangsbarrieren systematisch abbauen kann. Somit leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung einer nachhaltigen und sozial inklusiven digitalen Zukunft. |
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Bodemer, Daniel; Flottmann, Julia; Harbarth, Lydia; Krukowski, Simon; Palzer, Kevin; Tasdelen, Osman; Ülker, Oktay Schwerpunkt(e)
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PsychMeth: Technology, Learning Collaboration – ausgewählte PromotionsprojekteDas Fachgebiet Psychologische Forschungsmethoden – Technology, Learning, Collaboration (Fakultät Informatik) beschäftigt sich mit der Analyse medienbasierter und bildungsrelevanter Kommunikations- und Verarbeitungsprozesse sowie mit den Möglichkeiten einer methodenbasierten, kognitionspsychologischen und mediendidaktischen Unterstützung dieser Prozesse in unterschiedlichen formalen und informellen Lern- und Kollaborationsszenarien. MehrDas Poster stellt sechs ausgewählte Promotionsprojekte vor, die die drei ineinandergreifenden Forschungsschwerpunkte des Fachgebiets in Fokus und Herangehensweise unterschiedlich adressieren. Technology: z.B. generative KI und automatisierte Verfahren zur Analyse und Unterstützung sozialer Lernprozesse; Learning: z.B. Narrative, Interaktion und Wissenstransfer beim immersiven Lernen mit AR; Collaboration: z.B. Analysieren und Präsentieren von Wissen über menschliche und KI-Lernpartner zur Unterstützung kollaborativer Prozesse. |
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Böhm, Tom; Härtig, Hendrik Schwerpunkt(e)
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Implementationsbarrieren für BNE im Physikunterricht erkennen und überwindenDie Implementation von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Unterricht ist zentral zur Erreichung der Sustainable Development Goals, wobei der Physikunterricht einen wichtigen Beitrag leisten kann. MehrBisherige empirische Befunde zur Umsetzung und Wirkung von BNE sind nicht auf den Physikunterricht oder NRW spezifiziert, daher soll speziell der Stand der BNE für den Physikunterricht untersucht werden. Dazu werden in einem Quasi-Längsschnitt Schüler:innen aller Schulformen und Klassenstufen im Hinblick auf ihr Verhalten, Einstellungen und Wissen im Bezug zu Nachhaltigkeit, sowie ihre wahrgenommene Implementation von BNE befragt. Parallel dazu werden diese Faktoren auch bei den Lehrkräften dieser Schüler:innen erhoben, um Einflüsse der Lehrkraftvariablen auf die Lernenden untersuchen zu können. Auf dem Poster wird das geplante Forschungsdesign basierend auf bestehenden Arbeiten näher erläutert und der geplante weitere Ablauf des Projekts beschrieben.
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Büsch, Anna; Zucker, Verena; Rau-Patschke, Sarah; Gryl, Inga Schwerpunkt(e)
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ProVi BNE - Professionalisierung von Studierenden für eine vielperspektivische Sachunterrichtsplanung zur Bildung für nachhaltige EntwicklungDer Sachunterricht bietet aufgrund seiner genuin vielperspektivischen Konzeption großes Anbindungspotenzial für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) (Barth, 2017). MehrDie Planung eines solch vielperspektivischen Sachunterrichts nehmen (angehende) Lehrkräfte zumeist jedoch als herausfordernd wahr (Plotz & Schweiger, 2024). |
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Damitsch, Alicia; Wilden, Eva; Bonnet, Andreas Schwerpunkt(e)
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Englischlehrkräfte an Berufskollegs: Eine Rekonstruktion von handlungsleitenden WissensbeständenDiese Studie untersucht Handlungspraxen von Englischlehrkräften an Berufskollegs (BK). MehrEin systematisches Review zu Fremdsprachenlehrkräften in der Berufsbildung zeigt, dass diese Zielgruppe in der empirischen Bildungsforschung bisher kaum Beachtung fand (Damitsch, 2025). Die Handlungspraxen lassen sich über das in Erzählungen enthaltende implizite, handlungsleitende Wissen rekonstruieren (Bohnsack, 2020, 32-33). Daher lautet die Forschungsfrage: Welche Wissensbestände leiten das unterrichtspraktische Handeln von Englischlehrkräften an Berufskollegs? |
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Enssen, Susanne; Ratermann-Busse, Monique; Mose, Chantal Schwerpunkt(e)
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Digitalisierungsmanagement für berufsbildende Schulen - Die Rolle von Schulträgern im digitalen WandelSchulträger stehen vor der wachsenden Herausforderung, Digitalisierungsprozesse in berufsbildenden Schulen (BBS) zu gestalten und voranzutreiben. MehrDies erfordert eine hohe Anpassungsfähigkeit, da mit dem technologischen Fortschritt in der Arbeitswelt kontinuierlich neue Anforderungen an die berufliche Bildung gestellt werden. In ihrer zentralen Rolle agieren Schulträger an der Schnittstelle zwischen Vorgaben der Länder und Bedarfen der BBS. Sie sind verantwortlich dafür, die digitale Bildungsinfrastruktur weiterzuentwickeln, neue digitale Technologien in den Schulalltag zu integrieren und die Voraussetzungen für eine effektive Nutzung digitaler Tools zu schaffen. Das BMBFSFJ-geförderte Projekt "Digitalisierungsmanagement für berufsbildende Schulen (DiMaBBS)" zielt darauf ab, Schulträger in ihrer zentralen Rolle zu stärken und bei einer umfassenden Organisationsentwicklung im Kontext der Digitalisierung zu unterstützen sowie Möglichkeitsräume für das "Voneinander-Lernen" in einer Community of Practice zu schaffen. |
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Erkelenz, Andreas Schwerpunkt(e)
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Augmented Reality (AR) in der Techniklehrkräfteausbildung: Zwei AR-Anwendungen zur fachgerechten Nutzung eines Multimeters auf dem PrüfstandDas vorliegende Poster thematisiert das Forschungsvorhaben im Rahmen des Projekts „StAR” (Sicherheitskonforme Nutzung technischer Geräte durch Augmented Reality). MehrIn diesem Projekt werden zwei target-basierte Augmented-Reality-Anwendungen zur Förderung des technischen Handlungswissens in der Ausbildung von Techniklehrkräften an der Universität Duisburg-Essen evaluiert. Ziel ist es, Studierende des Bachelorstudiengangs Lehramt Technik durch realitätsnahe Interaktionen mit virtuellen Lerngegenständen dabei zu unterstützen, theoretische Inhalte effektiver in die praktische Anwendung zu überführen. Der inhaltliche Fokus liegt auf der fachgerechten Nutzung eines Multimeters sowie der korrekten Ermittlung zentraler Messgrößen wie Spannung, Widerstand und Stromstärke. |
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Ertanir, Beyhan; Escandell, Stephany; Lee, Tae; Makarova, Elena; Schwartz, Seth Schwerpunkt(e)
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„Familie, kultureller Stress und Anpassung: Die Rolle der Schulbindung bei kürzlich migrierten Jugendlichen“Vor dem Hintergrund ökologischer Ansätze thematisiert dieser Beitrag die mediierende Rolle der Entwicklungsverläufe schulischer Bindung im Zusammenhang von kulturellem Stress und familiärer Funktionalität mit psychosozialen Anpassungsindikatoren bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. MehrDie Stichprobe umfasst 302 kürzlich zugewanderte hispanische Jugendliche in den USA (47 % Mädchen; M????? = 14,51), die über sechs Messzeitpunkte hinweg befragt wurden. Die Ergebnisse latenter Wachstumskurvenmodelle zeigen einen Rückgang schulischer Bindung über die Zeit. Während kulturelle Belastungen und familiäre Funktionalität mit den anfänglichen Ausprägungen (Intercepts) schulischer Bindung zusammenhingen, erwiesen sich insbesondere die Veränderungsverläufe (Slopes) als bedeutsam für eine positive psychosoziale Anpassung. Zudem zeigte sich ein signifikanter indirekter Effekt familiärer Funktionalität auf Hoffnung über die Entwicklungsverläufe schulischer Bindung, wobei höhere familiäre Funktionalität mit positiveren Bindungsverläufen und höheren Hoffnungswerten verbunden war. Die Befunde unterstreichen die Bedeutung schulischer Bindung als dynamischen Bildungsprozess und verweisen auf die Relevanz nachhaltiger schulischer Unterstützungsstrukturen im Kontext von Migration. |
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Evangelou, Dominik Schwerpunkt(e)
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Beratungstraining in Virtual Reality: Zur Rolle des DebriefingsDas Poster stellt die ersten quantitativen und qualitativen Ergebnisse meiner im Rahmen des Promotionsvorhabens durchgeführten Pilotstudie vor. MehrIm Zentrum steht die Frage, inwiefern ein Chatbot die Rolle eines Debriefers nach einer VR-Simulation übernehmen und diese verantwortungsvoll ausfüllen kann. Dafür wird einerseits die qualitative Analyse der Chatprotokolle herangezogen, um zu prüfen, ob der Chatbot die charakteristischen Aufgaben eines Debriefers tatsächlich erfüllt. Andererseits geben die quantitativen Daten Aufschluss darüber, wie Lernende den Chatbot im Vergleich zu einer Lehrperson wahrnehmen und ob sich ihr subjektives Kompetenzgefühl nach der durch den Chatbot begleiteten Reflexion gegenüber dem Ausgangsniveau verändert. |
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Farwick, Susanne; Beckmann, Laura; van Ackeren-Mindl, Isabell; Göbel, Kerstin; Roll, Heike; Stöbe-Blossey, Sybille; Enssen, Susanne; Hackstein, Philipp; Michalla, Julia; Nieding, Iris; Preusche, Zusanna; Starke, Jana; Vidovic, Sanja; Liegmann, Anke Schwerpunkt(e)
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Multiprofessionelle Schulentwicklung im Sozialraum - Ein interdisziplinäres Kompetenzzentrum des CHANCEN-Verbunds in der wissenschaftlichen Begleitung des Startchancen-ProgrammsSeit August 2024 werden mit dem Startchancen-Programm bundesweit Schulen in sozialräumlich herausgeforderten Lagen unterstützt, das Lernen ihrer Schüler*innen weiter zu verbessern. MehrDie wissenschaftliche Begleitung übernimmt der interdisziplinär ausgerichtete CHANCEN-Verbund. Ziel ist es, mit wissenschaftlicher Expertise die an dem Programm beteiligten Schulen und ihr Steuerungs- und Unterstützungssystem umfassend zu begleiten. |
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Fuchs, Laura; Ropohl, Mathias; van Vorst, Helena Schwerpunkt(e)
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Gesellschaftliche Debatte über Nachhaltigkeit: Wie argumentieren leistungsschwächere Schüler:innen über Wasser?Im Chemieunterricht lassen sich Inhalte kontextorientiert über Socio-Scientific Issues (SSI) vermitteln, sodass im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung ökologische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge sichtbar gemacht und Handlungsoptionen entwickelt werden können. MehrJedoch ist wenig untersucht, inwiefern leistungsschwache Schüler:innen von nicht-gymnasialen Schulformen, die bei der Entwicklung naturwissenschaftlicher Kompetenzen im Schnitt drei bis vier Lernjahre hinter den Gymnasiast:innen liegen (Forell, van Ackeren-Mindl, Bellenberg, & Klein, 2024), an gesellschaftlichen Diskursen zu SSI teilnehmen können. Vor dieser Ausgangslage untersucht das geplante Vorhaben die Fähigkeit im Argumentieren von leistungsschwachen Schüler:innen hinsichtlich des Themas Wasser als SSI aus einer lokalen und globalen Perspektive. In einer qualitativen Vergleichsstudie entwickeln die Schüler:innen zu je einem SSI Argumente, die sie anschließend reflektieren und diskutieren. Auf dieser Grundlage werden die Argumentationstypen, -strukturen und -qualität zwischen den Gruppen analysiert. |
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Grefe, Cornelia; Ulrich, Tanja Schwerpunkt(e)
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LexiLuchs – eine formative Diagnostik zur Erfassung von Wortlernfähigkeiten im PrimarbereichFormative Diagnostik zur Erfassung von Wortlernfähigkeiten spielt sowohl in der Forschung als auch in der Schulpraxis bislang eine untergeordnete Rolle, weshalb sich das Forschungsprojekt diesem Desiderat widmet. MehrIm Fokus stehen die Gestaltungskriterien einer formativen Diagnostik, ihre Eignung zur Erfassung von Wortlernfähigkeiten, sowie die Voraussetzungen für eine gelingende schulische Implementation. Hierfür wird ein Scoping Review zu formativer Diagnostik im Bereich des Wortschatzes erstellt. Basierend auf dem aktuellen Forschungsstand, bereits existierenden Erhebungsverfahren, sowie Vorarbeiten aus studentischen Abschlussarbeiten wird ein digitales, formatives Diagnostikverfahren namens „LexiLuchs“ für den Primarbereich entwickelt und in Machbarkeitsstudien pilotiert. Eine Evaluation des Diagnostikverfahrens erfolgt im Rahmen von Einzelfallstudien an inklusiven Grundschulen und Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Sprache. |
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Gresens, Kerstin; Härtig, Hendrik Schwerpunkt(e)
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Repräsentationen als Schlüssel des Lernens: Hürden identifizieren und überwindenIm naturwissenschaftlichen Unterricht werden Repräsentationen häufig eingesetzt (Opfermann et al., 2017), so dass Lernende auf den kompetenten Umgang mit diversen Repräsentationsformen vorbereitet werden müssen (Cock, 2012). MehrEmpirische Belege zeigen Hürden im Umgang mit Repräsentationen für Physikstudierende (Nguyen & Rebello, 2009; Planinic et al., 2019), sowie vergleichbare Hürden im zum Beispiel Biologieunterricht (Brandstetter et al., 2017). Dies lässt vermuten, dass entspreche Hürden auch im Physikunterricht in der Sekundarstufe I vorliegen. Diese Hypothese wurde in einer qualitativen Studie untersucht und entsprechende Hürden identifiziert (Gresens & Härtig, 2025). Darauf aufbauend wurde eine Interventionsstudie im Prä-Post-Design konzipiert, um die Hürden abzubauen. Es zeigt sich, dass ein explizites Training allen Lernenden hilft. Die implizite Vermittlung nutzt allerdings nur Lernenden mit einem hohen Vorwissen. |
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Grunendahl, Pascal; Wiedmann, Julia; Gryl, Inga; Bulizek, Björn Schwerpunkt(e)
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KiMeKo – Kindergesundheit & Medienkompetenz an Oberhausener GrundschulenSchüler*innen wachsen in digital und medial geprägten Lebenswelten auf (mfps 2024). MehrIn dieser Kultur der Digitalität (Stalder 2017) begegnen sie Situationen, die Risiken für ihre physische und psychische Gesundheit bergen (mfps 2024). Daher verfolgt das Projekt KiMeKo das Ziel, Schüler*innen zu einem gesunden und mündigen Umgang mit digitalen Medien zu befähigen. |
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Haase, Anneli; Schmidt, Friederike Schwerpunkt(e)
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Körper in pädagogischen KontextenPädagogik ist körpergebunden und ohne die Dimension Körper in Theorie und Praxis nicht denkbar (Magyar-Haas 2021). MehrSie vollzieht sich körperlich, z.B. im Zurechtrücken eines sitzenden Kinderkörpers in der KiTa. Diese pädagogischen Körperbezugnahmen formen Körper. Ausgehend davon befragt die Dissertation Körper auf deren Herstellung aus praxeologisch-poststrukturalistischen Perspektive (Reckwitz 2018; Butler 2016), v.a. hinsichtlich Geschlecht und Alter. Die hervorgebrachten Körper werden wiederum rückgebunden an ihre Aussagekraft bzgl. Pädagogischem (Neumann 2013). Die Körperbezugnahmen werden im praktischen Vollzug mittels Ethnografie, u.a. anhand von teilnehmender Beobachtung (Breidenstein et al. 2020) und im Stil der Grounded Theory Methodology (Charmaz 2024; Strauss/Corbin 1996) in den Feldern Offene Kinder- und Jugendarbeit und KiTa erforscht. Dabei wird sich u folgenden Fragen gewidmet: Wie werden welche Körper über pädagogische Bezugnahmen geformt und hergestellt und inwiefern vollziehen sie sich über Geschlecht und Alter? Welche Rückschlüsse lassen sich aufgrund der hergestellten Körper über Pädagogisches ziehen? |
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Hebald, Franzisca; Göbel, Kerstin; Schmelter, Lars Schwerpunkt(e)
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Zusammenhänge zwischen motivationsunterstützenden Unterrichtsmerkmalen und der Bewertung mehrsprachigkeitsorientierter Aufgaben im Französischunterricht der Sek. I – Analysen aus dem Projekt FranzimoIm Französischunterricht treten häufig Motivationsprobleme auf, da Lernende die Sprache als schwierig oder wenig nützlich wahrnehmen. MehrZudem wird Französisch als Fremdsprache im schulischen Kontext häufig isoliert von anderen Sprachen unterrichtet. Einbezug und Wertschätzung unterschiedlicher Sprachen können jedoch Sprachlernprozesse unterstützen. In der Interventionsstudie Franzimo (N = 394) wurden mehrsprachigkeitsorientierte Aufgaben im Französischunterricht implementiert, um Sprachkompetenzen, Sprachbewusstsein und interkulturelle Kompetenzen zu fördern. Erste Befunde zeigen positive Effekte auf Lernmotivation und die Wertschätzung von Mehrsprachigkeit, insbesondere bei plurilingualen Kindern. Im geplanten Dissertationsprojekt werden Re-Analysen durchgeführt, um die Effekte der Aufgaben aus motivationspsychologischer Sicht systematisch zu erforschen. Ergänzend werden qualitative Befunde leitfadengestützter Interviews mit Lernenden der Interventionsgruppe (N = 20) im Hinblick auf die Einschätzung der Motivation während der Intervention eine vertiefende Betrachtung der quantitativen Befunde ermöglichen. |
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Heinemann, Anna; Haller, Ariane; Krohn, Nola Schwerpunkt(e)
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Forschungshandeln in praxisorientierter (kultureller) Bildungsforschung - eine qualitative, longitudinale Studie im Rahmen von MetaforschungIm Rahmen des Dissertationsprojekts werden praxis- sowie gestaltungsorientierte Bildungsforschungsprojekte in der kulturellen Bildung in ihrer Ausrichtung, Umsetzung und dem Erleben von konkretem Zusammenwirken mit der Praxis beforscht. MehrZwei Interviewerhebungen mit jeweils 11 Forschungsprojekten wurden 2024 (n=22) und 2025 (n=18) durchgeführt. Die erste Interviewerhebung befasst sich mit Strategien, Vorerfahrungen und der generellen Anlage der Forschungsprojekte und adressiert die (Teil-)Projektleitungen der Forschungsprojekte. Die zweite Erhebung fokussiert hingegen das Erleben von Transferaktivitäten von wissenschaftlichen Mitarbeitenden. Die Ergebnisse zeigen als Beitrag zur Metaforschung Handlungsmöglichkeiten von praxisorientierter Bildungsforschung auf, um sowohl ergebnis- als auch beziehungsorientiert gemeinsame Inhalte zu entwickeln. Aufgezeigt werden Indikatoren auf struktureller sowie individueller Forschungsebene für ein nachhaltig und langfristig angelegtes Zusammenwirken. |
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Herholz, Silja; Ropohl, Mathias Schwerpunkt(e)
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Kompetenzen für die Herausforderungen des Anthropozäns – welche Fähigkeiten haben Schüler:innen im Umgang mit chemischen Systemen?Ein wichtiger Gegenstand der Bildung für nachhaltige Entwicklung sind natürliche Systeme. MehrChemische Prozesse spielen auf submikroskopischer Ebene eine zentrale Rolle bei der Erklärung von beobachtbaren Zusammenhängen in diesen Systemen. Eine Schlüsselkompetenz im Umgang mit Systemen ist systemisches Denken. Zur gezielten Förderung im Unterricht muss zunächst evaluiert werden, inwiefern Schüler:innen bereits systemisch denken. Ein entsprechendes objektives Messinstrument fehlt aktuell für das Fach Chemie. Vor diesem Hintergrund ist die Messung systemischen Denkens von Oberstufenschüler:innen im Fach Chemie zum Kontext Wasser das Ziel des Promotionsvorhabens. Dazu wurden 72 Testaufgaben in geschlossenen Formaten mit unterschiedlicher Schwierigkeit entwickelt und in einer Pilotstudie mit N = 152 Schüler:innen eingesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem Zuordnungsaufgaben und Multiple-Choice-Aufgaben zur Messung geeignet sind. Das Poster präsentiert die Ergebnisse der Pilotstudie und gibt einen Überblick über die Messung systemischen Denkens im Fach Chemie und darüber hinaus. |
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Hertel, Thorsten; Böder, Tim; Pirrung, Solveig Schwerpunkt(e)
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Bildungspotentiale lokaler Schüler*innenaustausche. Ergebnisse zu den Fremdheitserfahrungen Jugendlicher.Die erziehungswissenschaftliche wie bildungssoziologische Forschung zeigt, dass bildungsbezogene Ungleichheit und urbane Segregation in einem Wechselverhältnis zueinander stehen. MehrDabei werden vermehrt die verringerte Bildungsteilhabe sowie die Stigmatisierungserfahrungen von Kindern und Jugendlichen, die in marginalisierten Sozialräumen aufwachsen, thematisiert. Das Forschungsprojekt BILOS hat über ein Jahr hinweg ein lokalräumliches Austauschprojekt zwischen vier Schulen aus kontrastierend gelagerten Sozialräumen begleitet. Dabei wurden Interviews mit Lehrkräften geführt und hinsichtlich der pädagogischen Rahmung des Projekts ausgewertet, während die Schüler*innen in Gruppendiskussionen zu ihren Erfahrungen in der Begegnung mit dem 'Anderen' befragt worden sind. Das Poster stellt Ergebnisse des Projekts vor, wobei der Schwerpunkt auf den (Fremdheits-)Erfahrungen der Jugendlichen und den darin eingelagerten Bildungspotentialen liegt. |
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Jansen, Barbara; Kleinert, Svea Isabel; Niedecker, Judith; Manzel Nietiedt, Sabine; Schmiemann, Philipp; Timm, Justin Schwerpunkt(e)
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InPro BNE (Interdisziplinäre Professionalisierung BNE) – ProjektskizzeAngesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und gesellschaftlicher Krisen kommt der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eine zentrale Rolle zu, die zugleich eine interdisziplinäre Vermittlung erfordert. MehrLehrpersonen fungieren dabei als wichtige Multiplikator:innen, weisen jedoch laut empirischen Studien häufig Defizite in BNE-bezogener professioneller Handlungskompetenz auf. Das Projekt InPro BNE greift diesen Bedarf auf und zielt auf die Professionalisierung von Lehramtsstudierenden durch ein interdisziplinäres, fächerübergreifendes Seminarkonzept ab. In Kooperation von Biologie- und Politikdidaktik werden in einem ersten Arbeitspaket ein Instrument zur Erfassung der Verknüpfung des systemischen Denkens mit der politischen Urteilsbildung sowie ein Instrument zur Erfassung des fachdidaktischen Wissens (PCK) zur Vermittlung von BNE entwickelt. Aufbauend darauf erfolgt in einem zweiten Arbeitspaket die Konzeption, Durchführung und Evaluation – mittels der Instrumente aus dem ersten Arbeitspaket – des interdisziplinären Seminars. |
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Jendrzey, Katarzyna; König, Alexandra; Schwittek, Jessica Schwerpunkt(e)
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TraNa: Self-Positioning in transnational spaces – Children's narrations and narrations about children living in transnational familiesUnser Posterbeitrag präsentiert das aktuelle Forschungsprojekt „TraNa“, ein binationales deutsch-polnisches Projekt zu transnationalen Familien und Kindheiten. MehrTransnationale Familien sind ein bedeutendes soziales Phänomen und ein zentrales Thema internationaler Studien. Wir erweitern diese Debatten, indem wir den europäischen Kontext aus soziologischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive einbeziehen. Das soziologische Teilprojekt untersucht die Perspektiven von Kindern, die in transnationalen Familienkonstellationen aufwachsen, und beleuchtet, wie sie sich in transnationalen Räumen positionieren. Zudem wird im literaturwissenschaftlichen Teilprojekt erforscht, inwieweit diese Erfahrungen und die Darstellung transnationaler Familien in der Literatur verarbeitet werden. Ziel des Projekts ist es, neue Erkenntnisse über die Sozialisation im transnationalen Raum bzw. eine transnationale Sozialisation zu gewinnen. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, zu zeigen, inwiefern transnationale Erfahrungen als Ressourcen/Kapital genutzt werden können. |
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Klaes, Magdalena; Merse, Thorsten; Wilden, Eva Schwerpunkt(e)
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Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Englischlehrkräftebildung. Entwicklung und empirische Qualitätssicherung eines LehrkonzeptsDie curricular verpflichtende Auseinandersetzung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Englischunterricht (EU) wirft die Frage auf, wie BNE fachlich sinnvoll und didaktisch tragfähig in den EU integriert werden kann. MehrDiese Herausforderung betrifft bereits die universitäre fremdsprachliche Lehrkräftebildung, deren Qualität und Wirksamkeit bislang jedoch kaum empirisch untersucht worden sind. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt folgende Ziele: 1) die theoretisch-konzeptionelle Entwicklung eines Lehrkonzepts für die fremdsprachendidaktische Hochschullehre, welches sich um die systematische Ausbildung notwendiger professioneller Kompetenzen im fachspezifischen Umgang mit BNE im EU bemüht und angehende Englischlehrkräfte darauf vorbereitet, BNE reflektiert und adressatengerecht in ihrem zukünftigen Unterricht umzusetzen. 2) Empirische Überprüfung zur Qualität des Lehrkonzept mittels mehrerer Iterationen. |
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Klingbeil, Katrin; Barzel, Bärbel Schwerpunkt(e)
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Variablen verstehen lernen – Ergebnisse einer Mixed Methods-Studie zur Letter-as-Object-FehlvorstellungIm Rahmen meines Dissertationsprojekts untersuche ich das Variablenverständnis von 7./8.-Klässler:innen. MehrDabei liegt mein Fokus auf dem Auftreten, der Diagnose und der Förderung der Letter-as-Object-Fehlvorstellung (LO). Nach Validierung eines SMART-Tests zur Diagnose von LO und der Durchführung mit 2.220 Schüler:innen von 103 Lehrer:innen aus 6 Bundesländern, konnten mithilfe einer Latenten Transitionsanalyse verschiedene Arten, wie LO bei Schüler:innen auftritt, identifiziert werden, sowie die Veränderungen nach vier Wochen Algebra-Unterricht beobachtet werden. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass die LO-Fehlvorstellung äußerst stark verbreitet ist (99% im Prätest) und auch nicht einfach zu überwinden ist. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Schulklassen immens, sodass der durchgeführten Förderung eine hohe Bedeutung zugemessen werden muss. |
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Kohlus, Alexander; Winther, Esther Schwerpunkt(e)
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FIBISTRA – Finanzielle Bildung im Kontext von StrafvollzugFinanzielle Grundbildung ist in der digitalisierten Wirtschafts- und Arbeitswelt zentral, bleibt für vulnerable Gruppen im Strafvollzug aber schwer zugänglich, da digitale Routinen kaum erfahrbar sind. MehrFIBISTRA entwickelt adaptive Lehr-Lern-Arrangements zu economic literacy/numeracy und digitaler Diagnostik. Aus Curricula (PISA 2022, KMK Bankkaufleute, Lehrpläne Wirtschaft NRW/Bayern/Hamburg) wurden Schlüsselkonzepte extrahiert; BERT unterstützte Meta-Concept-Mapping (Weber, 2005) und Priorisierung. Darauf aufbauend wurde ein (Co-)Konstruktions-Workshop mit Design-Thinking-Methoden durchgeführt, um praxisnahe Lernpfade zwischen Wissen, Handeln und Zukunft zu skizzieren; ein Online-Banking-Click-Dummy ist in Planung. Die Materialien wurden in MAXQDA qualitativ ausgewertet. Befunde zeigen Lücken v.a. in Verbraucherschutz, Vertragsrecht und digitalem Zahlungsverkehr sowie Transferpotenziale für die wirtschaftspädagogische Praxis. |
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Labude, Marlene; Metzger, Susanne; Vonschallen, Stephan Schwerpunkt(e)
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LEviNT - Lernen mit Erklärvideos in Naturwissenschaften und TechnikDigitale Technologien prägen zunehmend Lehr- und Lernkulturen in formellen wie informellen Bildungskontexten. MehrNeben Suchmaschinen und KI-Anwendungen spielen Erklärvideos eine zentrale Rolle für schulische Lernprozesse. Während zahlreiche Studien deren gestalterische, didaktische und inhaltliche Qualität untersuchen, ist wenig darüber bekannt, wie Schüler*innen den Einsatz von Erklärvideos auf YouTube gestalten. |
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Lindner, Jana; Makarova, Elena; Metzger, Susanne; Labude, Marlene; Villardita, Laura Schwerpunkt(e)
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Wer ist dein Vorbild? Gendersensible MINT-Vorbilder für KinderBerufliche Aspirationen entwickeln sich früh und werden stark durch Geschlechterstereotype geprägt. MehrMINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) gelten über Altersgruppen hinweg als männlich – Studien dokumentieren das persistente Bild des männlichen Wissenschaftlers. Wenig ist jedoch bekannt, wie Vorschulkinder MINT-Berufe und darin tätige Personen wahrnehmen. |
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Lösing, Nora; Kleinert, Svea Isabel; Timm, Justin; Werner, Marie-Thérése; Erben, Carolyn; Koschorreck, Jan; Ullrich, Antje; Leese, Florian; Schmiemann, Philipp Schwerpunkt(e)
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DNA macht Schule - Citizen Science in der FließgewässerökologieFließgewässer sind gesellschaftlich und ökologisch bedeutsame Ökosysteme, wobei sich vor allem letzteres in den Kernlehrplänen widerspiegelt. MehrUm das Bewusstsein von Schüler:innen für aquatische Lebensräume zu fördern und einen Beitrag zur Umsetzung der nationalen Wasserstrategie zu leisten, verfolgt das Citizen Science-Projekt DNA macht Schule das Ziel einer Integration gewässerschutzrelevanter Fragestellungen in den Biologie- und Sachunterricht. Schüler:innen aus Grundschule und gymnasialer Oberstufe lernen in dem Projekt praxisnah die innovative Methode des Umwelt-DNA-Metabarcodings kennen, indem sie an schulnahen Gewässern eine Umwelt-DNA-Probe nehmen und im Anschluss die laborgenerierten Ergebnisse analysieren. Zur Umsetzung des Konzepts werden curriculumskonforme Unterrichtsvorhaben entwickelt, welche neben der eigentlichen Gewässeruntersuchung auch eine umfassende inhaltliche Vor- und Nachbereitung umfassen und im Rahmen eines Design-Based Research-Ansatzes evaluiert werden. |
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Miller, Jörg; Schreiber-Barsch, Silke; Eble, Lukas; Bulugu, Joseph Badokufa; Kamugisha, Delphinus Kakebezi; Nowicki, Paulina Schwerpunkt(e)
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Service Learning and Community-Building: German-Tanzanian Partnership for SustainabilitySERVE SDGs ist eine deutsch-tansanische Hochschulpartnerschaft zwischen der UDE (Fakultät für Bildungswissenschaften, Fachgebiet Erwachsenenbildung & UNIAKTIV) und der St. Augustine University of Tanzania (SAUT), die Universitäten und Studierende zusammenbringt, um gemeinsam Wissen zu schaffen, transkulturelles Lernen zu fördern und die Ziele für nachhaltige Entwicklung mithilfe von Service Learning und gesellschaftlichem Engagement umzusetzen. MehrDurch die Verbindung von Lehre, Forschung und Hochschulmanagement befähigt das Projekt, lokales und globales Handeln kritisch-reflexiv zu verschränken, und strebt eine nachhaltige akademische und gesellschaftliche Wirkung an. |
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Moore, Nathan; Rabenstein, Kerstin Schwerpunkt(e)
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Auszubildende aus Drittstaaten. Übergangsgestaltung bei der Einwanderung in die Ausbildung.Das Poster gibt Einblicke in eine kürzlich abgegebene Masterarbeit, die zugleich als vorbereitende Studie für ein begonnenes Promotionsprojekt am Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik dient. MehrIm Kontext des Fachkräftemangels und der anhaltenden Debatten um migrationsgesellschaftliche Phänomene steht in der Untersuchung "Auszubildende aus Drittstaaten" die Übergangsgestaltung bei der „Einwanderung in die Ausbildung“ im Fokus. Untersucht werden die Erfahrungen und Bewältigungsformen von Menschen aus Nicht-EU-Staaten, die sich zum Zwecke der dualen Ausbildung in Deutschland befinden. Theorien transnationaler Migration und die Perspektive einer reflexiven Übergangsforschung stellen die zentralen Bezugspunkte dar. Auf Basis Problemzentrierter Interviews, die mittels Dokumentarischer Methode ausgewertet wurden, lassen sich unterschiedliche Formen der Übergangsgestaltung herausarbeiten und vor dem Hintergrund der institutionellen und diskursiven Rahmenbedingungen einordnen. |
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Morek, Miriam Schwerpunkt(e)
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Wenn Menschen über menschliche Texte sprechen: Peer-Feedback und interaktive Herstellung von „Schreiber-Identitäten“ im DeutschunterrichtDas Poster gibt Einblick in eine explorative, gesprächsanalytische Studie zur mündlichen Kommunikation über Schülertexte im Deutschunterricht. MehrIm Zentrum steht die Frage, wie durch die Art und Weise des Besprechens von Schülertexten bestimmte „writer identities“ (Khosronejad et al. 2021) interaktiv hergestellt werden. Datenbasis sind zwei Teilkorpora videographierten Schreibunterrichts im Umfang von 11 Stunden, die sich in ihren schreibdidaktischen Zugängen (Aufsatzunterricht vs. freies Schreiben) sowie in den Textsorten (u.a. argumentative Briefe, Berichte, Fantasieerzählungen) unterscheiden. Mit gesprächsanalytischem Zugriff werden Fremd- und Selbstpositionierungen in Sequenzen untersucht, in denen die ‚Verfasserschüler:innen‘ Feedback auf ihre Texte erhalten. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede in der Art der interaktiv hergestellten Autoridentitäten, woraus sich gerade in einem durch Large-Language-Models bestimmten Schreibzeitalter wichtige schreibdidaktische Konsequenzen ableiten lassen. |
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Mulders, Miriam; Kerres, Michael Schwerpunkt(e)
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Immersives Lernen als Erfahrungsprozess: Theorie und Gestaltung virtueller LernräumeDas Habilitationsvorhaben Immersives Lernen als Erfahrungsprozess: Theorie und Gestaltung virtueller Lernräume entwickelt einen konzeptionellen Rahmen zur Beschreibung und Gestaltung virtueller Lernräume. MehrUntersuchungen zu VR-basierten Beratungssimulationen (VR-Hybrid), narrativen Umgebungen mit historischem Bezug (Anne Frank VR House), Anwendungen zur Exploration fremder Lebensräume mit dem Ziel der Einstellungs- und Haltungsentwicklung (greenpeace VR) sowie arbeitsweltbezogenen Trainingssystemen (VR-Lackierwerkstatt) verdeutlichen, wie immersive Technologien Lern- und Reflexionsprozesse strukturieren. Auf dieser Grundlage werden zentrale Wirkmechanismen immersiver Bildungsprozesse präzisiert und Prinzipien für die mediendidaktische Gestaltung virtueller Lernräume herausgearbeitet. Das Vorhaben schafft einen konsistenten Bezugsrahmen, der heterogene Anwendungsszenarien verbindet und Orientierung für zukünftige Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich immersiver Bildungstechnologien bietet. |
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Neschen, Amelie; van Vorst, Helena; Walpuski, Maik Schwerpunkt(e)
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Effekte von Modus und extrinsischen Anreizen auf Leistung und Testmotivation bei low-stakes ChemietestsTechnologiebasierte Assessments (TBA) wirken sich auf die Leistung von Schülerinnen und Schülern in Chemietests aus, da Prüfungsmodus und Testmotivation die Validität der Ergebnisse beeinflussen. MehrErgebnisse aus PISA 2018 zeigten, dass der Wechsel von papierbasiertem Assessment zu TBA die Leistungen in Deutschland negativ beeinflusste. International war dieser Effekt nicht zu beobachten. TBA bietet jedoch viele Möglichkeiten die Validität von chemiespezifischen Testaufgaben durch digitale Formate zu erhöhen. Eine weitere Schwierigkeit in low-stakes Tests, welche keine direkten Folgen für Schülerinnen und Schüler haben, ist die Testmotivation, die im Laufe der Testbearbeitung stark variieren kann. Extrinsische Anreize, wie leistungsbezogene Anreizsysteme, können Einfluss darauf nehmen. Es ist noch unklar, wie Modus und Testmotivation zusammenwirken. Aus diesem Grund untersucht die vorliegende Studie, inwiefern Modus und extrinsische Anreize die Testmotivation in low-stakes Chemietests beeinflussen. Des Weiteren werden Effekte auf die kognitive Belastung und Erwartung, Wert und Kosten im Sinne der Erwartung-Wert-Theorie erhoben. |
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Niehaus, Kevin Schwerpunkt(e)
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Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit im (kombinierten) sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Emotionale-Soziale Entwicklung (MiMESE Rhein-Ruhr)Das kumulative Habilitationsprojekt MiMESE Rhein-Ruhr untersucht migrationsbedingte Mehrsprachigkeit im (kombinierten) sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Emotionale-Soziale Entwicklung (ESE) aus einer disziplinübergreifenden Perspektive. MehrIm Zentrum stehen schulische Handlungspraktiken, die das Lernen migrationsbedingt mehrsprachiger Schüler:innen in diesem Förderschwerpunkt strukturieren, sowie kontextbezogene Bedingungen, die das Unterrichten, Fördern und die Zusammenarbeit prägen. Besonderes Augenmerk gilt der sonderpädagogischen Status- und Prozessdiagnostik, die für mehrsprachige Lernende weiterhin ein Risiko institutioneller Benachteiligung darstellt. Das Vorhaben verbindet Ansätze der bildungswissenschaftlichen Mehrsprachigkeitsforschung der Fachperspektive Deutsch als Zweitsprache, der praxeologischen Professionalisierungs- und Unterrichtsforschung in der Sonderpädagogik sowie der kritischen Ungleichheitsforschung und Migrationspädagogik. Ziel ist die empirische Rekonstruktion von Praktiken, um eine Handlungstheorie mittlerer Reichweite für den Umgang mit Mehrsprachigkeit im Förderschwerpunkt ESE im Kontext inklusiver Bildungsbemühungen zu entwickeln. |
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Nolte, Nils; Leutner, Detlev Schwerpunkt(e)
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Die Rolle und das Potenzial räumlicher Fähigkeiten für den Studienerfolg in MINT-FächernDie Bedeutung, die räumliche Fähigkeiten für eine Vielzahl von Aufgaben im MINT-Bereich haben, wird seit Jahren immer wieder herausgestellt - besonders für Studierende. MehrBisher gab es auschließlich entweder querschnittliche Bestandsvergleiche über mehrere Fächer oder Zusammenhangs- und Entwicklungsanalysen innerhalb eines einzelnen (Studien-)Fachs. Das hier vorgestellte Projekt untersuchte erstmalig semesterbegleitend die Fachwissensentwicklung in Abhängigkeit von räumlichen Fähigkeiten in drei MINT- und einem Nicht-MINT-Fach als Referenzgruppe, um diesen Zusammenhang direkt vergleichen zu können. |
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Odishvili, Giorgi; Göbel, Kerstin Schwerpunkt(e)
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Culturally Responsive Teaching im Praxissemester
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Pelz, Marcel; Weber, Maik; Esau, Tatiana; Lang, Martin Schwerpunkt(e)
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Methodisches Konstruieren digital begleiten: Das Projekt DiKoLeTDiKoLeT ist ein digitales Lehr-Lern-Projekt zur systematischen Unterstützung des methodischen Konstruierens im Lehramt Technik. MehrZiel ist es, angehende Techniklehrkräfte sicher, praxisnah und fundiert durch den gesamten Konstruktionsprozess zu begleiten – von der Ideenfindung über methodisch begründete Entwurfsentscheidungen bis zur fertigungsgerechten Umsetzung in der Werkstatt. Das Projekt reagiert auf heterogene Vorkenntnisse der Studierenden sowie auf steigende Anforderungen im Umgang mit additiven und subtraktiven Fertigungsverfahren wie 3D-Druck und Lasercut. |
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Schmalenberg, Hendrik; Morek, Miriam Schwerpunkt(e)
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Schreibzeiten und Autorenrunden zum Thema „Wasser ist Leben“ – Eine empirische Studie zur Bildung für nachhaltige Entwicklung im Deutschunterricht der GrundschuleDas Poster stellt Grundlagen und Projektdesign eines Dissertationsprojekts zu BNE im Deutschunterricht der Grundschule vor, das Teil des GKQL ist. MehrDas fächerverbindend angelegte Vorhaben untersucht am Beispiel der BNE-Thematik ‚Wasser ist Leben‘ Potenziale von BNE im Deutschunterricht für das sprachliche und nachhaltigkeitsbezogene Lernen. In qualitativ-explorativem Zugriff geht es der Frage nach, wie Drittklässler:innen beim selbstbestimmten Verfassen eigener Texte zum Thema ‚Wasser‘ (in sog. Schreibzeiten) und bei deren anschließender Reflexion und Diskussion im Klassengespräch (Autorenrunden) schriftlich und mündlich zu Nachhaltigkeit kommunizieren, nachdem sie sich zuvor im Sach- und Deutschunterricht multiperspektivisch mit Wasser als Lebensraum und Rohstoff auseinandergesetzt haben. Im Projekt werden neben Videographien der Autorenrunden und den Kindertexten auch Vorstellungen der Kinder zum Gegenstand zu Beginn und Ende der unterrichtlichen Intervention erhoben. |
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Schmalenberg, Sophie; Hübscher, Monika; Pfaff, Nicolle Schwerpunkt(e)
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Shout Out! Ein Serious Game für die antisemitismuskritische BildungsarbeitWährend junge Menschen heute vor allem in den sozialen Medien mit antisemitischen Inhalten konfrontiert und sozialisiert werden, bleibt antisemitismuskritischer Unterricht oft historisch orientiert. MehrDer starke Anstieg von Antisemitismus sowie von emotionalisierenden, oft irritierenden und dissonanten Social-Media-Inhalten im Kontext des 7. Oktober, des Gaza-Krieges und von Debatten rund um das Thema „Antisemitismus gegen Israel“ erschweren antisemitismuskritische Bildungsarbeit zusätzlich. |
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Schmid, Simona; Hoti, Andrea Haenni; Makarova, Elena Schwerpunkt(e)
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Akkulturationsprofile und akademisches Selbstkonzept von minorisierten Primarschüler*innen mit Migrationshintergrund: Ein tridimensionaler AnsatzGlobale Migrationsprozesse haben Bildungssysteme nachhaltig verändert und zu einer zunehmenden kulturellen Vielfalt in Schulen geführt. MehrTrotz bildungspolitischer Bemühungen bestehen für minorisierte Schüler*innen aus Familien mit Migrationshintergrund weiterhin strukturelle Bildungsungleichheiten. Gleichzeitig zeigen Studien, dass ihr akademisches Selbstkonzept oft vergleichsweise hoch bleibt, ein Phänomen, das als „Immigrant Paradox“ bezeichnet wird. Akkulturation bietet einen zentralen theoretischen Zugang zum Verständnis schulischer Adaptation. Während bidimensionale Modelle Akkulturation häufig zwischen Herkunfts- und Mehrheitskontext fassen, werden diese der Realität superdiverser Gesellschaften zunehmend nicht gerecht. Die vorliegende Studie untersuchte Akkulturationsprofile und deren Zusammenhang mit dem akademischen Selbstkonzept bei minorisierten Primarschüler*innen in der Schweiz (n = 736) anhand eines tridimensionalen Modells. Mittels Latent-Profile-Analyse wurden fünf Akkulturationsprofile identifiziert. Unterschiede im akademischen Selbstkonzept zeigten sich ausschließlich für das Profil «Majority-oriented Multiculturalists». |
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Schmidt, Julian; Rodemer, Marc; Rumann, Stefan; Barendsen, Erik Schwerpunkt(e)
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Erfassung und Förderung des Pedagogical Content Knowledge (PCK) Hochschullehrender in der organischen ChemieOrganische Chemie gilt aufgrund komplexer Konzepte, vielfältiger Repräsentationsformen und mechanistischen Denkens als „Gatekeeper“ im Chemiestudium. MehrUm diese Herausforderungen zu meistern, ist hohes Lehrwissen erforderlich, das in der Primar- und Sekundarstufe oft über PCK untersucht wird. In der Hochschullehre wird PCK hingegen selten systematisch angewendet. Ein systematisches Literaturreview im Fach Chemie identifizierte konzeptuelle und methodische Lücken, die Aussagen zum Status und zur Förderung universitärer PCK erschweren. Ziel des Projekts ist deshalb, diese methodische Lücke durch die Entwicklung eines quantitativen Testinstruments zu schließen; die Testentwicklung stützt sich auf qualitative Daten, die zugleich die konzeptuelle Lücke adressieren. Mit dem Poster werden die methodische Konzeption, zentrale Befunde der Literaturübersicht, erste Ergebnisse und das geplante Vorgehen zur Instrumententwicklung vorgestellt. |
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Scholz-Kuhn, Ricarda; Makarova, Elena Schwerpunkt(e)
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Werte von Kindern und ihr Verhalten im Klassenzimmer: Eine MikroebenenperspektiveWerte von Kindern und ihr Verhalten im Klassenzimmer: Eine Längsschnittstudie Menschliche Werte sind zentrale Leitprinzipien individuellen Handelns und wichtige Bildungsziele, ihre Entwicklung im schulischen Alltag ist jedoch bislang wenig erforscht. MehrDie vorliegende Längsschnittstudie untersucht die Wertentwicklung von Kindern zu Beginn der Primarschulzeit sowie deren Zusammenhang mit wertbezogenem Verhalten im Klassenzimmer. Auf Basis der VALISE-Studie wurden 1.184 Kinder (M = 6,82 Jahre) über vier Messzeitpunkte hinweg untersucht. Kinder berichteten ihre persönlichen Werte, während Lehrpersonen unterstützendes, leistungs-, lern- und disziplinorientiertes Verhalten einschätzten. Mehrebenen-Wachstumskurvenmodelle zeigten einen linearen Anstieg von Selbsttranszendenzwerten (Wohlwollen, Universalismus) und einen Rückgang von Selbststärkungswerten (Leistung, Macht), während Verhaltensverläufe weitgehend stabil blieben. Zeitverzögerte Analysen belegten jedoch reziproke Zusammenhänge zwischen Werten und Verhalten. Die Ergebnisse unterstreichen das Klassenzimmer als zentralen mikrosozialen Kontext der Wertentwicklung. |
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Schüller, Liane; Beißwenger, Michael Schwerpunkt(e)
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Literarische Schreibwerkstatt: kreativ – kooperativ – diversDurch die Literarische Schreibwerkstatt erhalten Studierende die Möglichkeit, (1) Freude am eigenen, kreativen Schreiben zu entwickeln, (2) Schreiben als Medium der intersubjektiven Sinnbildung und (3) die wertschätzende Verständigung über eigene und fremde Textentwürfe als Form des sprachlich-literarischen Lernens zu erfahren. MehrDie Schreibwerkstatt eröffnet Studierenden in einem diversitätssensiblen, von den Studierenden mitgestalteten didaktischen Setting Möglichkeitsräume, ihre Schreibfähigkeiten durch das kreative Arbeiten mit Sprache an fiktionalen Texten weiterzuentwickeln und zu verfeinern – eine Kompetenz, die insbesondere für das Berufsfeld Lehramt Deutsch und für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Literatur und Sprache bedeutsam ist. |
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Schumacher, Niklas; Clausen, Marten Schwerpunkt(e)
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Aktivierung, Fehlerkultur und Klassenführung: Gelingensbedingungen des Umgangs mit Beteiligung und Nicht-Beteiligung von Schüler:innen im Unterricht (erste konzeptionelle Ideen für ein Promotionsprojekt)Der Umgang mit Beteiligung und Nicht-Beteiligung von Schüler:innen im Unterricht stellt Lehrkräfte vor besondere Herausforderungen. MehrIm deutschsprachigen Raum findet die Teilnahme nach wie vor durch den klassischen, lehrkraftzentrierten Melde-Unterricht statt (Initiation–Response–Evaluation; Mehan, 1979). Probleme einer Nicht-Beteiligung, beispielsweise durch stille Schüler:innen, werden erst in neueren Studien thematisiert (Krüll, 2022). Gleichwohl sind Fehler in der Schule omnipräsent, jedoch gibt es nur wenige aktuelle Studien. Eine Fehlerkultur, in denen der Fehler als zentrale Funktion des Lernprozesses gesehen wird, verstanden als Lernchance und nicht als zu vermeidendes Problem oder Defizit – findet sich im realen Schulalltag selten (Spychiger et al., 1999; Steuer, 2014). Im Sinne einer effektiven Klassenführung sind gerade in Lernsituationen, sowohl die Beteiligung als auch der positive Umgang mit Fehlern zentral (Kounin, 2006; Helmke, 2021). Es stellt sich daher die Frage, wie alle Schüler:innen aktiv in den Unterricht einbezogen werden können, um den Lernerfolg zu steigern und eine konstruktive Fehlerkultur zu fördern. |
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Schüßler, Katrin; Walpuski, Maik Schwerpunkt(e)
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Fachspezifische Einflussfaktoren auf digitale Aufgabenbearbeitungen in der organischen ChemieDie Digitalisierung von charakteristischen, bisher papierbasierten Übungsaufgaben erfordert im Allgemeinen grundlegendes Wissen über fachspezifische Formatunterschiede (Buchner & Kerres, 2023) zwischen Papierformat und digitalem Format. MehrAnders als im Papierformat erlauben speziell in der Chemie Moleküleditoren (z. B. Kekule.js, Jiang et al., 2016) keine Freihandzeichnungen, sondern verwenden für die Repräsentation der Moleküle die Skelettformel (Brecher, 2008) und erlauben keine Notizen an Molekülen. Das Projekt untersucht in drei Studien den Einfluss der Skelettformel sowie der Möglichkeit Notizen anzufertigen auf Formatunterschiede in der Aufgabenlösungswahrscheinlichkeit oder die mit der Aufgabenbearbeitung einhergehende kognitive Belastung. |
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Sekkali, Nesrine; Hertel, Thorsten; Sekkali, Nesrine; Pfaff, Nicolle Schwerpunkt(e)
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Institutionelle Bildungsräume in marginalisierten QuartierenErziehungswissenschaftliche Auseinandersetzungen mit Bildung in marginalisierten Quartieren zielen zumeist in erster Linie auf die Institution Schule, obwohl Befunde dazu vorliegen, dass die Institutionenlandschaft im Sozialraum (z.B. Wittich 2023) und peerkulturelle Räume (z.B. Ganzert 2020) relevante Beiträge zum Bildungsgeschehen leisten (Hertel u.a. 2025). MehrIn dem DFG-geförderten Forschungsprojekt BilmaQ werden bildungsbezogene Orientierungen und Erfahrungen von unterschiedlichen Akteur*innen in und außerhalb von Bildungsinstitutionen im Zusammenhang betrachtet. Das Poster stellt am Beispiel eines Untersuchungsquartiers erste Befunde zu diesen Verhältnissetzungen und ihrer Bedeutung für Jugendliche dar. |
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Tervooren, Anja; Hamacher, Catalina Schwerpunkt(e)
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Verrechtlichung von Inklusion in der Kindertagesbetreuung. Zur Deinstitutionalisierung der Eingliederungshilfe und ihren ambivalenten FolgenNach der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) im Jahr 2016 wird auf Ebene der Landesgesetze das Ziel verfolgt, heilpädagogische Kindertagesstätten ab- und Kindertagesstätten insgesamt umzubauen sowie Leistungen der Eingliederungshilfe in Kindertagesstätten hinein zu verlagern. MehrNeben einer massiven Institutionalisierung der Kindertagesbetreuung seit 2000 zeigt sich seit den 2010er Jahren ein Abbau sonderpädagogischer Kindertageseinrichtungen für jene Kinder, die bereits in ihren ersten Lebensjahren laut SGB IX als „Kinder mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Kinder […]“ gelten. |
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Träg, Kristian Schwerpunkt(e)
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Lernen, nein danke? Nutzung generativer KI zur PräsentationsvorbereitungIn diesem Dissertationsprojekt ging es ursprünglich um die Frage, inwiefern ein Effekt von KI-Kompetenz auf affektiv-motivationale Variablen beim Lernen mit KI-Chatbots durch Anthropomorphismus und soziale Präsenz mediiert wird. MehrViel spannender war jedoch der Befund, dass in der zu bearbeitenden Rechercheaufgabe keine tiefere Auseinandersetzung mit dem Chatbot stattfand und dessen Antworten stattdessen mehr oder weniger unkritisch und nahezu im Wortlaut kopiert wurden. |
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Wiedmann, Julia; Gerlach, Susanne; Rumann, Stefan; Gryl, Inga Schwerpunkt(e)
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Bildung für nachhaltige Entwicklung als Querschnitt der Lehrkräftebildung: Einblicke aus dem Graduiertenkolleg GKQLDas Graduiertenkolleg für Querschnittsaufgaben in der Lehrkräftebildung sowie Schul- und Unterrichtsentwicklung (GKQL) beschäftigt sich in der dritten Förderkohorte (Start 10/25) mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Kontext von Mensch-Umwelt-Fragen. MehrMit sieben interdisziplinär angelegten Teilprojekten aus acht Disziplinen werden Forschungsfragen über die Breite der Lehrkräftebildung, vom Primar- bis zum Bereich der tertiären Bildung, fachdidaktisch und bildungswissenschaftlich untersucht. |
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Wittfeld, Meike; Richter, Martina Schwerpunkt(e)
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Schulabsentismus im Spannungsfeld von Schule, Jugendhilfe und Familie. Die Adressierung von Eltern schulabsenter Kinder im Kontext von Schulsozialarbeit.Schulabsentismus, das unerlaubte Fernbleiben schulpflichtiger Kinder vom Lernort Schule, wird in den letzten Jahren zunehmend als Problem von Schulen und Bildungspolitik wahrgenommen. MehrZur Bearbeitung werden häufig multiprofessionelle Teams aus Schule, Jugendhilfe, Schulpsychologie und Gesundheitsamt eingesetzt. Dies gilt auch für das Modellprojekt, das Gegenstand der explorativen Studie zu „Schulabsentismus im Spannungsfeld von Schule, Jugendhilfe und Familie" ist. Untersucht wird mittels eines qualitativen Forschungsdesigns, wie professionelle Akteur:innen aus Schule und Jugendhilfe kooperieren und u.a. kommunale Stufenpläne in der Bearbeitung von Schulabsentismus heranziehen. Exemplarisch sollen erste empirische Erkenntnisse vorgestellt werden und hier mit einem Fokus auf die Adressierung von Eltern schulabsenter Kinder im Kontext von Schulsozialarbeit. Deutlich wird dabei das zu bearbeitende Spannungsfeld aus Durchsetzung der Schulpflicht und sozialpädagogischem Fallverstehen. |
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Yesil, Can; Barzel, Bärbel Schwerpunkt(e)
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„Das Netz ist kein Fußball!“
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