Tag der Bildungsforschung 2026
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Nächster Tag der Bildungsforschung am 15.02.2027
Tag der Bildungsforschung 2026
Beiträge der (Bildungs-)Forschung zu
Nachhaltigkeit an der Schnittstelle von
Wissen, Handeln und Zukunft.
Rund 150 Bildungsforscher:innen und an der Bildungsforschung Interessierte kamen am 10.02.2026 beim Tag der Bildungsforschung im Haus der Technik in Essen zusammen. Rahmenthema der Veranstaltung war in diesem Jahr „Beiträge der (Bildungs-)Forschung zu Nachhaltigkeit an der Schnittstelle von Wissen, Handeln und Zukunft“. Drei spannende Keynotes von Prof. Ursula Stenger, Prof. Roman Bartosch (beide Universität zu Köln) und Prof. Florian Leese (Universität Duisburg-Essen) beleuchteten das Thema aus verschiedenen Perspektiven und gaben so wichtige Impulse und boten zahlreiche Anknüpfungspunkte für Diskussionen.
Mehr als 50 Poster boten einen breiten Überblick über die aktuellen Forschungsprojekte der IZfB-Mitglieder und im Institut für Bildungswissenschaften der Universität Basel und der FHNW, die die aus der Schweiz angereisten Kooperationspartner*innen vorstellten . Zeit und Raum an den Postern und während der Pausen nutzten alle Teilnehmenden ausgiebig für den wissenschaftlichen Austausch, zum Knüpfen neuer und zum Pflegen bestehender Kontakte.
Festlich abgerundet wurde die gelungene Veranstaltung durch die musikalische Begleitung des Duos Werner Dickel (Viola) und Alexander Pankov (Akkordeon) und den Apéro zum Abschluss bei dem auf 10 Jahre erfolgreiche gemeinsame Arbeit im IZfB angestoßen werden konnte.
Hauptvorträge / Posterpräsentationen
Prof. Dr. Ursula Stenger, Universität zu Köln
Bildungsforschung angesichts der Überschreitung
planetarer Grenzen.
Wie können wir Bildungsforschung reflektieren und entwickeln, wenn planetaren Grenzen längst überschritten sind? Der Vortrag lädt ein, Bildungsforschung nicht nur als Analyse zu verstehen, sondern als einen Raum, in dem sich – oft implizit - Vorstellungen von Zukunft, Verantwortung und gesellschaftlicher Entwicklung formen. In einer Zeit ökologischer und sozialer Krisen wird besonders deutlich, wie sehr Forschung die Horizonte dessen prägt, was wir für möglich oder wünschenswert halten.
Ausgehend von einer kritischen Reflexion gängiger Nachhaltigkeits- und Bildungsverständnisse wird gezeigt, wie Bildungsforschung planetare Grenzen als Denk- und Reflexionsfolie nutzen kann – um etablierte Annahmen zu hinterfragen, neue Perspektiven sichtbar zu machen und bestehende Praxis neu zu sehen.
Die Einladung richtet sich an alle, die Bildungsforschung reflektierend denken möchten: gemeinsam erkunden wir, wie Forschung mit Aufmerksamkeit auf Werte, Grenzen und Verantwortung zu lebenswerten Zukünften beitragen kann.
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Prof. Dr. Florian Leese, Universität Duisburg-Essen
Biodiversität messen, Zukunft gestalten:
Warum Umwelt-DNA in Schule und
Bürger*innenwissenschaft gehört
Biodiversität ist zentral – gerade auch für uns Menschen wegen essentieller Ökosystemleistungen wie Nahrungsproduktion, Bestäubung und Wasserreinigung. Gleichzeitig befindet sich die biologische Vielfalt weltweit im Rückgang. Häufig wissen wir jedoch nicht genau, wo und in welchem Ausmaß Biodiversität verloren geht, da sie nur unzureichend erfasst wird. Klassische Monitoringmethoden sind oft zeit-, kosten- und personalintensiv – besonders in Zeiten knapper finanzieller Mittel stellt das die Biodiversitätserfassung vor Herausforderungen. Umwelt-DNA (englisch: environmental DNA, eDNA) eröffnet hier neue Perspektiven: Durch die Analyse von DNA-Spuren aus Wasser, Boden oder Luft lassen sich Arten nicht-invasiv, schonend, vergleichsweise günstig und einfach nachweisen. Gefördert vom Umweltbundesamt führen wir an der Universität Duisburg-Essen das Projekt „DNA macht Schule“ durch. Ziel ist es, mithilfe von Umwelt-DNA die Biodiversität in der Fläche zu erfassen, insbesondere in kleinen Gewässern, und zugleich die biologische Bildung zu stärken. Schülerinnen und Schüler werden aktiv in moderne Forschungsansätze eingebunden und erleben Biodiversitätsforschung praxisnah. Der Vortrag stellt sowohl die methodischen Grundlagen von Umwelt-DNA-Analysen als auch deren Integration in Schule und Bürger*innenwissenschaft vor.
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Prof. Dr. Roman Bartosch, Universität zu Köln
Bildung - Nachhaltigkeit - Entwicklung:
Literatur- und kulturdidaktische Perspektiven auf das
Lernen und Lehren in Krisenzeiten
Der Vortrag fasst einige der zentralen Entwicklungen der geisteswissenschaftlich orientierten Nachhaltigkeitsbildung, vor allem in den sprachlich-künstlerischen Fächern, zusammen und argumentiert auf dieser Grundlage, dass Nachhaltigkeit inzwischen nicht bloß eine weitere (Querschnitts-)Aufgabe darstellt, sondern vielmehr eine Reflexion darüber einfordert, was Bildung in Krisenzeiten bedeuten kann und muss. Die Erfahrung einer von Krisen geprägten Gegenwart stellt zumindest potenziell einen kritischen Moment dar, der Bildungsbemühungen im Angesicht unsicherer und katastrophischer Zukünfte neu zu justieren hilft.
Dieser Überlegung wird in einem nächsten Schritt nachgegangen, indem einige der Möglichkeiten des kulturellen Lernens dargestellt und auch vor dem Hintergrund häufig formulierter Forderungen nach besserer interdisziplinärer bzw. fachübergreifender Vernetzung in der Nachhaltigkeitsbildung erläutert werden. Mit Blick auf den Begriff der „Entwicklung“ sollen dabei konkrete Vorschläge, aber auch produktive Provokationen formuliert und so die Verbindungen von Wissen, Handeln und Zukunft problematisiert werden: Was sollen wir tun, was können wir tun – und was, wenn wir nichts tun?
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Posterpräsentationen:
Projekte aus der Bildungsforschung im IZfB und IBW/ Uni Basel
Programm
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09:00 |
Begrüßung und Grußworte mit musikalischer Begleitung |
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09:40 |
Institut für Bildungswissenschaften|IBW der Universität Basel und der FHNW – Vorstellung |
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09:55 |
Prof. Dr. Ursula Stenger, Universität zu Köln |
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10:40 |
Kaffeepause |
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10:55 |
Moderierte Postersession I |
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11:40 |
Prof. Dr. Florian Leese, Universität Duisburg-Essen |
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12:25 |
Mittagspause mit Fingerfood |
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13:25 |
Moderierte Postersession II |
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14:10 |
Prof. Dr. Roman Bartosch, Universität zu Köln |
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14:55 |
Preisverleihungen und Berichte der Wissenschaftler*innen |
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ab 15:30 |
Abschluss und Apéro zum Ausklang mit musikalischer Begleitung |
Preis- und Zertifikatsverleihungen
Posterpreise
Beim Tag der Bildungsforschung 2026 durften sich zwei Promovierende aus dem Graduiertenkolleg für Querschnittsaufgaben in Lehrkräftebildung sowie Schul- und Unterrichtsentwicklung (GKQL) über die Auszeichnung mit dem IZfB-Posterpreis 2026 freuen.
- Anna Büsch aus dem Institut für Sachunterricht (AG Gryl):
ProVi BNE - Professionalisierung von Studierenden für eine vielperspektivische Sachunterrichtsplanung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung - Hendrik Schmalenberg aus der Deutschdidaktik (AG Morek):
Schreibzeiten und Autorenrunden zum Thema „Wasser ist Leben“ – Eine empirische Studie zur Bildung für nachhaltige Entwicklung im Deutschunterricht der Grundschule
Mehr
Beide wurden von der Jury für ihre besonders innovativen, argumentativ stringenten und der Interdisziplinarität gerecht werdenden Poster ausgezeichnet.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung, Anna Büsch und Hendrik Schmalenberg!
IZfB Best Bachelor and Thesis Awards
Beim Tag der Bildungsforschung 2026 wurden zwei herausragende Arbeiten mit dem IZfB Best Bachelor and Best Master Thesis Awards ausgezeichnet
- Ira Eileen Barsuhn für ihre Masterarbeit:
Sprachbildung durch digitale Lernvideos im Chemieunterricht – Eine Intervention zur Einführung fachlicher Konzepte in der Sekundarstufe I
Betreut wurde die Arbeit von Prof. Maik Walpuski, Didaktik der Chemie und Prof. Dr. Heike Roll, DaZ/DaF
- Josephine Berberich für ihre Bachelorarbeit:
Datenbasierte Argumente zu Plastikmüll am Strand in der Grundschule
kritisch reflektieren lernen
Betreut wurde die Arbeit von Dr. Christian Büscher und Dr. Martina Velten, beide Didaktik der Mathematik
Mehr
Beiden Arbeiten bescheinigten die Gutachtenden die Bearbeitung eines sehr innovativen Themas mit hoher Relevanz Forschung bzw. Praxis aus einem interdisziplinären Blickwinkel unter Einhaltung hoher wissenschaftlicher Standards.
Das IZfB gratuliert den beiden Preisträgerinnen und wünscht Ihnen weiterhin viel Erfolg im Verlauf ihrer Karriere
Zertifikate "Interdisziplinäre Bildungsforschung"
Im Rahmen des Tags der Bildungsforschung wurden die Zertifikate "Interdisziplinäre Bildungsforschung" an die Mitglieder verliehen, die im Laufe des letzten Jahres alle Bedingungen zu Erwerb erfüllt haben:
- Sonja Dieterich, Didaktik der Chemie
- Dana Eilers, Didaktik der Mathematik
- Laura Freude, Didaktik der Chemie
- Kerstin Gresens, Didaktik der Physik
- Silja Herholz, Didaktik der Chemie
- Katrin Klingbeil, Didaktik der Mathematik
- Erika Knack, Didaktik der Chemie
- Dr. Nils Nolte, Lehr-Lern-Psychologie, Didaktik der Chemie
- Julia Tocco, Didaktik der Biologie
- Dr. Florian Trauten, Didaktik der Chemie
- Leonie Willmes, Didaktik der Mathematik
Posterpräsentation
55 Projektvorstellung
Die Forscherinnen und Forscher präsentierten auf 55 Poster in insgesamt acht moderierten Gruppen ihre aktuellen Projekte. Hier finden Sie Informationen zu allen präsentierten Postern.


































































