Tag der Bildungsforschung 2026

Tag der Bildungsforschung 2026

Beiträge der (Bildungs-)Forschung zu Nachhaltigkeit an der Schnittstelle von
Wissen, Handeln und Zukunft.

 

Das Interdisziplinäre Zentrum für Bildungsforschung|IZfB der Universität Duisburg-Essen lud am 10.02.2026 alle Bildungsforschenden und an der Bildungsforschung Interessierten  zum Tag der Bildungsforschung 2026 ins Haus der Technik in Essen  ein. 

Rahmenthema der Veranstaltung war in diesem Jahr

Beiträge der (Bildungs-)Forschung zu Nachhaltigkeit an der
Schnittstelle von Wissen, Handeln und Zukunft.

Drei spannende Keynotes von Prof. Ursula Stenger, Prof. Roman Bartosch (beide Universität zu Köln) und Prof. Florian Leese (Universität Duisburg-Essen) beleuchteten das Thema aus verschiedenen Perspektiven und gaben so wichtige Impulse und boten zahlreiche Anknüpfungspunkte für Diskussionen.

Rund 150 Interessiert folgten der Einladung und nutzen die Gelegenheit zum Austausch an den 55 Postern, auf denen aktuelle Projekte aus der Bildungsforschung der UDE und der Koopertaionspartner*innen beim IBW in Basel  präsentiert wurden. Festlich abgerundet wurde die gelungene Veranstaltung durch die musikalische Begleitung des Duos Werner Dickel (Viola) und Alexander Pankov (Akkordeon) und den Apéro zum Abschluss bei dem auf 10 Jahre erfolgreiche gemeinsame Arbeit im IZfB angestoßen werden konnte.

Zur digitalen Postersession

Hauptvorträge / Posterpräsentationen

 

Prof. Dr. Ursula Stenger, Universität zu Köln

Bildungsforschung angesichts der Überschreitung
planetarer Grenzen.

Wie können wir Bildungsforschung reflektieren und entwickeln, wenn planetaren Grenzen längst überschritten sind? Der Vortrag lädt ein, Bildungsforschung nicht nur als Analyse zu verstehen, sondern als einen Raum, in dem sich – oft implizit - Vorstellungen von Zukunft, Verantwortung und gesellschaftlicher Entwicklung formen. In einer Zeit ökologischer und sozialer Krisen wird besonders deutlich, wie sehr Forschung die Horizonte dessen prägt, was wir für möglich oder wünschenswert halten.
Ausgehend von einer kritischen Reflexion gängiger Nachhaltigkeits- und Bildungsverständnisse wird gezeigt, wie Bildungsforschung planetare Grenzen als Denk- und Reflexionsfolie nutzen kann – um etablierte Annahmen zu hinterfragen, neue Perspektiven sichtbar zu machen und bestehende Praxis neu zu sehen.
Die Einladung richtet sich an alle, die Bildungsforschung reflektierend denken möchten: gemeinsam erkunden wir, wie Forschung mit Aufmerksamkeit auf Werte, Grenzen und Verantwortung zu lebenswerten Zukünften beitragen kann.

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Prof. Dr. Florian Leese, Universität Duisburg-Essen

Biodiversität messen, Zukunft gestalten:
Warum Umwelt-DNA in Schule und
Bürger*innenwissenschaft gehört

Biodiversität ist zentral – gerade auch für uns Menschen wegen essentieller Ökosystemleistungen wie Nahrungsproduktion, Bestäubung und Wasserreinigung. Gleichzeitig befindet sich die biologische Vielfalt weltweit im Rückgang. Häufig wissen wir jedoch nicht genau, wo und in welchem Ausmaß Biodiversität verloren geht, da sie nur unzureichend erfasst wird. Klassische Monitoringmethoden sind oft zeit-, kosten- und personalintensiv – besonders in Zeiten knapper finanzieller Mittel stellt das die Biodiversitätserfassung vor Herausforderungen. Umwelt-DNA (englisch: environmental DNA, eDNA) eröffnet hier neue Perspektiven: Durch die Analyse von DNA-Spuren aus Wasser, Boden oder Luft lassen sich Arten nicht-invasiv, schonend, vergleichsweise günstig und einfach nachweisen. Gefördert vom Umweltbundesamt führen wir an der Universität Duisburg-Essen das Projekt „DNA macht Schule“ durch. Ziel ist es, mithilfe von Umwelt-DNA die Biodiversität in der Fläche zu erfassen, insbesondere in kleinen Gewässern, und zugleich die biologische Bildung zu stärken. Schülerinnen und Schüler werden aktiv in moderne Forschungsansätze eingebunden und erleben Biodiversitätsforschung praxisnah. Der Vortrag stellt sowohl die methodischen Grundlagen von Umwelt-DNA-Analysen als auch deren Integration in Schule und Bürger*innenwissenschaft vor.

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Prof. Dr. Roman Bartosch, Universität zu Köln

Bildung - Nachhaltigkeit - Entwicklung:
Literatur- und kulturdidaktische Perspektiven auf das
Lernen und Lehren in Krisenzeiten

Der Vortrag fasst einige der zentralen Entwicklungen der geisteswissenschaftlich orientierten Nachhaltigkeitsbildung, vor allem in den sprachlich-künstlerischen Fächern, zusammen und argumentiert auf dieser Grundlage, dass Nachhaltigkeit inzwischen nicht bloß eine weitere (Querschnitts-)Aufgabe darstellt, sondern vielmehr eine Reflexion darüber einfordert, was Bildung in Krisenzeiten bedeuten kann und muss. Die Erfahrung einer von Krisen geprägten Gegenwart stellt zumindest potenziell einen kritischen Moment dar, der Bildungsbemühungen im Angesicht unsicherer und katastrophischer Zukünfte neu zu justieren hilft.

Dieser Überlegung wird in einem nächsten Schritt nachgegangen, indem einige der Möglichkeiten des kulturellen Lernens dargestellt und auch vor dem Hintergrund häufig formulierter Forderungen nach besserer interdisziplinärer bzw. fachübergreifender Vernetzung in der Nachhaltigkeitsbildung erläutert werden. Mit Blick auf den Begriff der „Entwicklung“ sollen dabei konkrete Vorschläge, aber auch produktive Provokationen formuliert und so die Verbindungen von Wissen, Handeln und Zukunft problematisiert werden: Was sollen wir tun, was können wir tun – und was, wenn wir nichts tun?

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Posterpräsentationen:
Projekte aus der Bildungsforschung im IZfB und IBW/ Uni Basel

Programm

09:00

Begrüßung und Grußworte mit musikalischer Begleitung

09:40

Institut für Bildungswissenschaften|IBW der Universität Basel und der FHNW – Vorstellung

09:55

Prof. Dr. Ursula Stenger, Universität zu Köln

10:40

Kaffeepause

10:55

Moderierte Postersession I

11:40

Prof. Dr. Florian Leese, Universität Duisburg-Essen

12:25

Mittagspause mit Fingerfood

13:25

Moderierte Postersession II

14:10

Prof. Dr. Roman Bartosch, Universität zu Köln

14:55

Preisverleihungen und Berichte der Wissenschaftler*innen
in frühen Karrierephasen

ab 15:30

Abschluss und Apéro zum Ausklang mit musikalischer Begleitung

Download Programm

Posterpräsentation

Alle Poster

 

Die Forscherinnen und Forscher präsentierten auf 55 Poster in insgesamt acht moderierten Gruppen ihre aktuellen Projekte. Hier finden Sie Informationen zu allen präsentierten Postern.

zur digitalen Posterausstellung

Posterpreis für Anna Büsch

 

ProVi BNE - Professionalisierung von Studierenden für eine vielperspektivische Sachunterrichtsplanung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Posterpreis für Hendrik Schmalenberg

 

Shout Out! Ein Serious Game für die antisemitismuskritische Bildungsarbeit

Impressionen 2026

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