Collage
© UDE/Nora Mitdank | RUB, Marquard | Angelika Rambold | Collage: UDE

DFG stärkt Spitzenforschung an der UDE

Drei Sonderforschungsbereiche werden gefördert

Von innovativen Ansätzen in der Krebs- und Immunforschung bis hin zu nachhaltiger Katalyseforschung: In der aktuellen Förderentscheidung der Deutschen Forschungsgemeinschaft wurden deutschlandweit 13 Sonderforschungsbereiche ausgewählt, und die Universität Duisburg-Essen (UDE) war gleich mit drei Forschungsverbünden erfolgreich. Der vor acht Jahren an der UDE gestartete Sonderforschungsbereich „Heterogene Oxidationskatalyse in der Flüssigphase“ wird nun unter Federführung der Ruhr-Universität Bochum verlängert. Von der Universität Münster wird der Sonderforschungsbereich „Neutrophile: Entwicklung, Verhalten und Funktion“ in die zweite Phase geführt, ebenfalls mit der UDE als mitantragstellender Universität. Der neue Sonderforschungsbereich „Frühe Tumordynamik in der Melanomtherapie (DYNAMO)“ wird zu schwarzem Hautkrebs arbeiten. Darüber hinaus ist das Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der UDE mit einem neuen Teilprojekt am SFB 1567 „Virtuelle Lebenswelten" der Ruhr-Universität Bochum beteiligt.

Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Prof. Dr. Astrid Westendorf, zeigt sich hocherfreut über die Entscheidungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft: „Die aktuellen Bewilligungen bestätigen eindrucksvoll die besondere Qualität unserer ausgezeichneten Grundlagenforschung, in diesem Fall insbesondere in unseren Profilschwerpunkten „Biomedizinische Wissenschaften“ und „Nanomaterialien“. Zugleich verdeutlicht die gemeinsame Antragstellung mit den Universitäten in Bochum und Münster die Stärke unserer Kooperationen“.
 

SFB 1752 DYNAMO: Therapien gegen Hautkrebs verbessern

Die Wissenschaftler:innen des SFB „Frühe Tumordynamik in der Melanomtherapie (DYNAMO)“ untersuchen, wie Tumore des schwarzen Hautkrebses bereits in den ersten Wochen einer Therapie auf die Behandlung reagieren und sich anpassen. In dieser frühen Phase entscheidet sich häufig, ob eine Therapie langfristig wirksam bleibt oder Resistenzen entstehen. Der Forschungsverbund analysiert deshalb gezielt die Mechanismen, mit denen einzelne Krebszellen den eingesetzten Therapien entkommen.

Zur ausführlichen Meldung: https://www.uni-due.de/2026-05-15-neuer-sfb-dfg-foerdert-dynamo


TRR 332: Neue Sicht auf unterschätzte Immunzellen

Die DFG bewilligt zudem eine zweite Förderperiode für den Sonderforschungsbereich/Transregio 332 „Neutrophile: Entwicklung, Verhalten und Funktion" mit rund 13 Millionen Euro. An dem von der Universität Münster koordinierten Verbund sind Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der UDE maßgeblich beteiligt.

Im Mittelpunkt stehen Neutrophile, die häufigsten weißen Blutkörperchen des Menschen. Lange galten sie als kurzlebige Standardzellen des Immunsystems. Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass sie wesentlich vielfältiger sind und zentrale Funktionen bei chronischen Entzündungen, Krebs und der Stabilisierung gesunder Gewebe übernehmen.

Link zur ausführlichen Meldung: https://www.uni-due.de/2026-05-15-trr-verlaengert


SFB/TRR 247: Hochleistungskatalysatoren für mehr Nachhaltigkeit

Auch der Sonderforschungsbereich/Transregio 247 "Heterogene Oxidationskatalyse in der Flüssigphase" wird für weitere vier Jahre gefördert. Antragstellend sind die Ruhr-Universität Bochum, und die Universität Duisburg-Essen mit Beteiligung weiterer Forschungseinrichtungen.

Das Konsortium entwickelt nachhaltigere Hochleistungskatalysatoren auf Basis von Mischmetalloxiden, die in großer Menge verfügbar sind. Im Fokus steht die Frage, wie chemische Reaktionen an Grenzflächen zwischen festen Stoffen und Flüssigkeiten ablaufen und wie sich die Oberflächen der Katalysatoren während des Einsatzes verändern.

Link zur ausführlichen Meldung: https://www.uni-due.de/2026-05-15-hochleistungskatalysatoren-trr-247-verlaengert

 

Beteiligung an Sonderforschungsbereichen/Transregios:

SFB 1567 Virtuelle Lebenswelten:  „Well-Being in der virtuellen Lebenswelt: Studentisches Wohlbefinden in der Universität“

Der an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) angesiedelte Sonderforschungsbereich 1567 „Virtuelle Lebenswelten“ wurde von der DFG ebenfalls für eine zweite Förderphase bewilligt. Künftig ist das Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften (ISBW) an der UDE mit dem Teilprojekt „Well-Being in der virtuellen Lebenswelt: Studentisches Wohlbefinden in der Universität“  daran beteiligt. UDE-Sportpädagogin Dr. Caterina Schäfer leitet es gemeinsam mit Prof. Dr. Sandra Aßmann (RUB). Schäfer verantwortet außerdem das Unterprojekt „Sichere Räume“:  Ab Juli 2026 untersuchen die Forschenden darin, inwiefern Sportlehramtsstudierenden in der Universitätsallianz Ruhr den virtuellen Campus als einen sicheren und gewaltfreien Raum empfinden.

Link zur ausführlichen Pressemitteilung des Sonderforschungsbereichs: https://www.virtuelle-lebenswelten.de/blog-post/sfb-1567-fur-weitere-vier-jahre-von-der-dfg-gefordert

 

SFB 1530: Bessere Therapien gegen Lymphdrüsenkrebs

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft setzt ihre Förderung des SFB 1530 fort, der vom Uniklinikum Köln koordiniert wird. Ziel ist, neue Mechanismen der Entstehung von Lymphdrüsenkrebs zu entschlüsseln und neue Therapien zu entwickeln. Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen prägen den SFB maßgeblich mit: Prof. Dr. Christian Reinhardt gehört zu den Vizesprechern des SFBs und leitet in Essen zwei Teilprojekte. Auch Priv.-Doz. Dr. Stefan Alig und Prof. Dr. Ralf Küppers verantworten Forschungsvorhaben innerhalb des SFBs. Bis 2029 stehen dem Verbund 10,3 Millionen Euro zur Verfügung. Davon fließen circa 740.000 Euro nach Essen.

https://sfb1530.de/

 

Zurück